Versammlung: Sozialstation zieht Bilanz

Furtwangen (rtr). Die Sozialstation Oberes Bregtal hielt jüngst ihre Hauptversammlung im Rettungszentrum in Furtwangen ab. Angelika Burkhart vom Vorstandsteam berichtete über das neue Angebot der Tagespflege, die nach der Eröffnung im Januar 2020 leider coronabedingt am 19. März wieder geschlossen werden musste. Im Juni 2020 wurde die Tagespflege mit einer Notbetreuung wieder eröffnet und dann ab Juli im Rahmen eines geschützten Regelbetriebes weitergeführt. Geschützter Regelbetrieb bedeutet, dass von den 20 Plätzen wegen Hygiene- und Abstandsregeln maximal 15 belegt werden konnten. Jedoch sagten viele Gäste aufgrund Corona ihren Besuch ab, so Burkhart. Neuanmeldungen habe es kaum gegeben. Aktuell steige die Nachfrage in der Tagespflege wieder.

Jürgen Wahl übernahm den Bericht für die Pflege und Hauswirtschaft. Er selbst sei seit Januar 2020 Pflegedienstleiter. Im Februar sei der Umzug von der alten Geschäftsstelle in die Baumannstraße 13 eigenständig organisiert worden. Er erläuterte, welche Probleme und Schwierigkeiten aufgrund der Pandemie bewältigt werden mussten. Immer wieder kam es zu Änderungen bei Vorschriften und Anordnungen. Im Herbst/Winter 2020 sei die Personalsituation im Bereich der Pflege sehr knapp gewesen, einige Fluktuationen mussten bewältigt werden, daneben musste dann auch der ein oder andere Mitarbeiter in Quarantäne. Froh sind die Leitungen der Sozialstation, dass insbesondere im Pflegebereich seit Januar 2021 wieder alle Fachkraftstellen besetzt sind.

Natalie Löffler berichtete aus Sicht der Geschäftsleitung und erläuterte die Jahresabschlusszahlen. Erstmals seit 2012 habe kein positives Ergebnis erwirtschaftet werden können. Der "minimale Fehlbetrag" von 19 000 Euro könne aber verkraftet werden. "Es war mit Umzug, Neueröffnung Tagespflege, Änderung in der Leitungsstruktur und Pandemie einfach ein Ausnahmejahr", so Löffler. Der Corona-Rettungsschirm habe der Sozialstation über das Jahr 2020 hinweg geholfen.

Aufsichtsratsvorsitzender Lothar Dilger gab einen Sachstand zur Baumannstraße 13, die Endabrechnung des Projektes habe eine Kostenüberschreitung auf drei Jahre gesehen von nur 2,7 Prozent ergeben, was von den Anwesenden wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde.

Bürgermeisterstellvertreterin Isolde Grieshaber übernahm die Entlastung des Aufsichtsrates und überbrachte die Grüße der Stadt Furtwangen. Die Mitarbeiter der Sozialstation würden eine wertvolle Hilfe für Kranke und alte Menschen leisten und böten ganz besonders auch eine Entlastung für pflegende Angehörige.

Angesichts der Hochwasserkatastrophe unterstützt die Sozialstation Oberes Bregtal die rheinland-pfälzische Caritas-Sozialstation Bad Neuenahr-Ahrweiler und ihre Klienten. Die Mitarbeiter der Sozialstation Oberes Bregtal hätten bereits eine größere Summe gesammelt. Auch in der Mitgliederversammlung wurde hierfür gespendet.

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