Viola Schumpp informiert im "Eschle" über ihr Projekt der präventiven Hausbesuche. Foto: Kommert

Über so genannte "präventive Hausbesuche" konnten sich ältere Menschen dieser Tage beim Sozialen und Kulturellen Treffpunk (SKT) im einstigen Atomladen "Eschle" informieren. Dazu konnte Monika Maaß die Vorsitzende des Vereins Viola Schumpp vom Landratsamt des Schwarzwald-Baar-Kreises als Referentin begrüßen.

Schönwald - Was kann man sich unter "präventiven Hausbesuchen" vorstellen? Diese vorsorglichen Hausbesuche sollen dazu dienen, älter werdende Menschen zu den unterschiedlichen Hilfsangeboten zu beraten, schon bevor der Bedarf nach Hilfe entsteht. Potenzielle Betroffene sollen Bescheid wissen, sich vorbereiten, über Verschiedenes nachdenken, Schritte einleiten können, mit ihren Angehörigen sprechen und es so leichter haben.

Pflegestützpunkt des Schwarzwald-Baar-Kreises

"Ich möchte mein Leben möglichst lange selbstständig führen und so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen" – dieser Wunsch besteht wohl bei den meisten Menschen. Doch das Älterwerden bringt verschiedene Hürden und Bedarfe mit sich.

Der Pflegestützpunkt des Schwarzwald-Baar-Kreises erweiterte vor mehr als einem Jahr sein Angebot mit dem neuen Projekt der Hausbesuche und nahm sich dabei genau dieses Themas an. Gemeinsam mit den Gemeinden Schönwald und Schonach startete das Projekt Ende September in den beiden Projektkommunen.

Gespräch ist unverbindlich und kostenlos

Die Projektleiterin Viola Schumpp berichtete im "Eschle" vor einigen Besuchern mit Informationen aus erster Hand. Die Hausbesuche werden Menschen ab 75 Jahren Alter angeboten. Sie bekommen nach ihrem jeweiligen Geburtstag Post über das Rathaus Schönwald mit einem Terminangebot für einen Hausbesuch der Seniorenbeauftragten. Das Gespräch ist unverbindlich und kostenlos, es dient lediglich der Informationsvermittlung sowie dem Austausch und unterliegt laut Schumpp selbstverständlich der Schweigepflicht.

Leben in den eigenen vier Wänden

Die besuchte Person wird zu Angeboten zu den verschiedenen Themen der individuellen Lebensumstände und beispielsweise über Freizeitangebote oder Vereine informiert. Damit sollen vorhandene Strukturen gestärkt und die Lebensqualität sowie die soziale Teilhabe sichergestellt und zugleich die Selbstständigkeit gefördert werden.

Ein Ziel sei auch, dass betroffene Senioren so lange als möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können, da mit dem Hausbesuch Hilfebedürftigkeit vorgebeugt und der Verlauf einer möglichen Pflegebedürftigkeit abgeschwächt werden soll.

Viola Schumpp erläuterte Anforderungen und Ziele der "Präventiven Hausbesuche" mittels einer kleinen Präsentation. Dazu hatte sie verschiedenste Unterlagen mitgebracht, so die "Alterszeit", eine Broschüre des Landratsamts mit hilfreichen Anregungen für ältere Mitmenschen, sie sprach aber auch die Notwendigkeit von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung an.

Zuschussmöglichkeiten für altersgerechtes Wohnen

Welche Zuschussmöglichkeiten und welche Mittel gibt es, um das Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter noch möglich zu machen? Auch darüber wurden die Besucher informiert – und wenn es dabei nur um Haltegriffe an der Badewanne geht.

Am Ende versprach die Mitarbeiterin des Pflegestützpunkts, bei Bedarf wiederzukommen, sie lud gleichzeitig dazu ein, sich die Musterwohnung des Pflegestützpunkts aufzusuchen, in der alle Möglichkeiten der Barrierefreiheit direkt besichtigt werden können.