Facebook, Instagram und WhatsApp waren am Montagabend nicht mehr zu erreichen. Screenshot: Nölke

Überraschung zum Feierabend: Sowohl Facebook als auch WhatsApp und Instagram waren am Montagabend plötzlich nicht mehr zu erreichen. Bei dem Fehler handelt es sich offenbar um eine weltweite Störung.

Oberndorf - "Seite kann nicht gefunden werden" - diese und ähnliche Meldungen ploppten am Montagabend gegen 18 Uhr plötzlich auf, wenn man Facebook auf dem Browser aufrufen wollte. Die App war über iOs und Android zwar erreichbar, zeigte jedoch nur ältere Postings an.

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Auch WhatsApp - der Messengerdienst gehört ebenfalls zum Facebook-Konzern - scheint eine Störung zu verzeichnen: Dort können seit etwa 17.50 Uhr keine Nachrichten mehr versendet werden. Dasselbe gilt für Instagram, ebenfalls ein Facebook-Dienst.

Eine Störung bestägt auch der Onlinedienst allestörungen.de.

Server komplett offline?

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.

Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

Fehler dieser Art können lokale Ursachen haben, sind aber meistens Anzeichen für eine Fehlkonfiguration oder einen Server, der komplett offline ist.

Weltweite Störung bestätigt

Facebook hat die Störung inzwischen bestätigt. Man arbeite daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, ließ man über Twitter verlauten. Gleichzeitig entschuldigte sich Facebook für die Unannehmlichkeiten. Ursachen für die Probleme wurden zunächst nicht genannt.

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der "New York Times", eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen.

DNS-Störungen passieren immer wieder mal. So hatte eine davon im Juli dafür gesorgt, dass zahlreiche Websites zeitweise nicht erreichbar waren. Auslöser waren damals Probleme beim Web-Dienstleister Akamai. Die Zentralisierung der Netz-Infrastruktur bei großen Anbietern sorgt dafür, dass der Ausfall bei einer Firma gleich viele Dienste und Websites vom Netz reißen kann.

Auch Anfang Juni waren bereits zahlreiche Websites weltweit nach einer Störung beim Cloud-Dienst Fastly rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Damals betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung, die Plattform Reddit sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde".