Vereinssprecher Edgar Mäntele (links) und Bürgermeister Martin Aßmuth (rechts) mit den Ehrenpreisträgern: Katja von Rechenberg und Laura Neumaier (vorne) sowie Achim Fehrenbacher (von links), Tobias Neumaier, Helmut Lupfer und Alfred Ketterer. Foto: Störr

Beim Neujahrsempfang in Hofstetten sind am Sonntag auch die Ehrenpreise der Gemeinde für das Jahr 2023 verliehen worden. Zur Erinnerung an den Kirchenchor wurde außerdem eine Bank enthüllt, die bei der Kirche aufgestellt wird.

Musikalisch umrahmt von den Singflöhen der Franz-Josef-Krämer-Schule begrüßte zunächst Vereinssprecher Edgar Mäntele die zahlreichen Gäste: Bereits zum fünften Mal würden die Ehrenpreise der Gemeinde für außergewöhnliche Leistungen im abgelaufenen Jahr verliehen.

 

Auch wenn sich der Kirchenchor mangels Nachwuchs aufgelöst habe, kommt laut Mäntele dem Ehrenamt in Hofstetten eine ganz besondere Stellung zu: Das Zusammenleben werde stark von den 18 Vereinen und dem sozialen Engagement Einzelner geprägt, was Mäntele als ehrenamtliche Sozialarbeit bezeichnete. Die Verleihung der Ehrenpreise sei eine Ergänzung zu den üblichen Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder in deren Versammlungen. Denn es gebe jede Menge versteckter Talente und besonders engagierter Bürger, die einen unschätzbaren Anteil am Dorfleben leisten würden. Aus den bemerkenswerten Vorschlägen seitens der Bevölkerung seien die besonderen Leistungen des vergangenen Jahres berücksichtigt worden, weil das der Grundidee des Ehrenpreises entspräche.

Ukrainische Partnerstadt dankt für Hilfslieferungen

Am Ende ermutigte der Vereinssprecher die Gäste, auch in diesem Jahr ihren ganz persönlichen Beitrag zum Dorfleben zu leisten. Bürgermeister Martin Aßmuth war es wichtig, dass der Neujahrsempfang eine unkomplizierte Veranstaltung von und für die Bürgerschaft bleibt: „Aus diesem Grund werde ich meine Ansprache für Sie wieder komprimiert auf das Wesentliche beschränken“, schickte er voraus. Auf das im vergangenen Jahr gemeinsam Erreichte sei er stolz und spreche dem Gemeinderat Dank und Anerkennung aus. Die großen Projekte wie den Kindergarten-Neubau, die Sanierung des Turnhallen-Bodens mit Abdichtung des Gebäudes und Beleuchtungstausch, die Arbeiten rund um den Friedhof, die Verbesserung des Mobilfunks, die Sanierung der Bühlstraße und den Breitband-Ausbau wurden kurz genannt.

„Das ist zusammenfassend herausragend und aus meiner Sicht bei der Vielzahl an kommunalen Herausforderungen und multiplen Krise eine großartige Gemeinschaftsleistung“, bilanzierte der Bürgermeister.

Im laufenden Jahr seien die Herausforderungen wieder enorm, es werde mit dem Blick für das Notwendige und im Rahmen des Machbaren investiert. Die nicht zu beeinflussenden gesetzlichen Abgaben und Umlagen würden Mehrausgaben in Höhe von bis zu 800 000 Euro für die Gemeinde bedeuten.

Im Ausblick zählte Aßmuth die großen Projekte wie Fertigstellung der Bühlstraße, Ersatzbeschaffung eines Schulbusses und eines Löschfahrzeuges, der neue Spielplatz in der Senkmatt und das Neubaugebiet Schneitbach Süd auf. Dort werde es voraussichtlich einen neuen Anlauf mit dem Erschließungsträger geben, aktuell würden die Arbeiten am gesetzlich vorgeschriebenen Umweltbericht laufen: „Ich gehe davon aus, dass wir im Februar einen Aufstellungsbeschluss herbeiführen können“.

Auch in Sachen Ukraine-Hilfe sei viel bewegt worden: In den kommenden 14 Tagen werde die nächste Hilfslieferung auf den Weg gebracht. Von Bürgermeister Mykhaio Tsykhuliak (Trostjanez) richtete Aßmuth den aufrichtigen Dank für die Unterstützung aus. In Abhängigkeit des Kriegsverlaufs sei im Laufe des Jahres dessen Besuch in Hofstetten geplant.

Dann ging es an die Verleihung der Ehrenpreise. In der Kategorie „Soziales Engagement“ wurde dieser an Helmut Lupfer und Achim Fehrenbacher verliehen. Sie haben beim Hamberle-Umzug Fleischkäs-Wecken und Getränke gegen Spenden verkauft und so 1600 Euro an den Förderverein für krebskranke Kinder und dessen Elternhaus in Freiburg überreicht. Seit Beginn der Bewirtung im Jahr 2013 wurden – trotz des Ausfalls des Umzugs während der zwei Corona-Jahre – auf diesem Weg bereits 9000 Euro nach Freiburg gespendet.

Alfred Ketterer hält neuen Rekord für Blutspenden

In der Kategorie „Kulturelles Engagement“ erhielt Katja von Rechenberg den Preis. Sie hatte im Rahmen einer zeitintensiven Dirigenten-Ausbildung beim DBD neben den hohen beruflichen Herausforderungen erfolgreich den „C3“-Kurs absolviert. Damit wird sie zur qualifizierten Vize-Dirigentin für die Hofstetter Musikkapelle, in der sie seit 2014 spielt.

In der Kategorie „Berufsausbildung“ wurden Laura Neumaier und Tobias Neumaier ausgezeichnet. Laura Neumaier hatte ihr Studium „Public Management“ an der Hochschule Kehl aufgrund der Corona-Beschränkungen zunächst digital begonnen und trotz der schwierigen Bedingungen am Ende mit einem Noten-Schnitt von 1,4 als Klassenbeste abgeschlossen. Tobias Neumaier absolvierte seine Maurer-Ausbildung in der Haslacher Firma Hansmann-Bau und erhielt am Ende einen Innungspreis. Den praktischen Teil seiner Prüfung hatte er mit einem Schnitt von 1,3 abgeschlossen.

Einen „Sonderpreis“ erhielt Alfred Ketterer für die 125. Blutspende im Herbst. Damit rette er selbstlos Leben hieß es: kein Hofstetter Bürger habe in den letzten 20 Jahren eine ähnlich hohe Zahl erreicht.

Das „Kirchenchor-Bänkle“

An den Kirchenchor und dessen lange Geschichte wurde beim Neujahrsempfang noch einmal gesondert erinnert. Um an das Wirken des Chores in Hofstetten zu erinnern, baute Fabian Hofer seitens der Gemeinde eine Bank. Hofer enthüllte diese während der Veranstaltung mit Bürgermeister Martin Aßmuth und wird sie im öffentlichen Raum bei der Kirche aufstellen.