Da steht tatsächlich ein Pferd auf dem Flur: Sarah und Taner freuen sich, Pony Molly striegeln zu dürfen. Foto: Franziska Müller

In-Tro, das junge Trossinger Inklusionsprojekt, trägt Früchte. Es gab einen etwas anderen Begegnungstag als sonst.

Nach der Informationsveranstaltung startete Isabel Krichel-Bonstein, die In-Tro-Projektleiterin, einen Aufruf im Trossinger Stadtanzeiger, mit dem Wortlaut, „Ehrenamtliche für gesellige Treffen gesucht“. Gisela Forn, Mitarbeitende bei Tro-Asyl las diesen Aufruf und nahm Kontakt auf.

 

Seither treffen sich die Bewohner der Wohngruppe der Stiftung Liebenau, die im Albblick ihr Domizil hat, mit Mitgliedern der Initiative Tro-Asyl, jeden zweiten Montag. Ehrenamtlich tätige von Tro-Asyl und frühere Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte in der Händel- sowie der Gottlieb-Daimler-Straße begegnen den Bewohnern der Wohngruppe im Wohnheim im Albblick. Dort wird gemeinsam gespielt, gebastelt, gebacken, oder auch Obstsalat zubereitet.

Trossingen am Montag, kurz Tra-Mo genannt, ist die Bezeichnung für diese Treffen. „Es ist zu einhundert Prozent eine Win-Win-Situation“, bestätigt Isabel Krichel-Bonstein. Und auch Gisela Forn empfindet die Begegnungen als Bereicherung für alle Teilnehmenden. Jedoch gestaltete sich kürzlich ein Nachmittag ganz anders.

Gisela Forn war auf den Ponyhof Trippel-Trappel aus Wellendingen aufmerksam geworden. Linda Esken, Besitzerin von Trippel-Trappel, führt oft und gerne Besuchsdienste mit ihren Ponys und auch anderen Kleintieren durch. In der Cafeteria der Gemeinschaftsunterkunft der Händelstraße fand das jüngste Tra-Mo statt.

Zwei Ponys, zwei Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen hatten Linda Esken und ihr Team mitgebracht. Spontane Freude zeigten die Einen, Verwunderung, Zurückhaltung, zum Teil ja auch Angst, zeigten die Anderen. Doch bald waren die Vorbehalte in Begeisterung umgewandelt und alle Tiere wurden mit Streicheleinheiten überschüttet.

Die Ponys durften sogar gebürstet und geritten werden. Da kraulten die Mädchen Nadja und Neda die Meerschweinchen hingebungsvoll. Sarah und Taner striegelten die Ponys, als hätten sie das schon immer gemacht.

Selbst eine junge Frau, die zu Beginn Angst vor den Hunden hatte, verlor diese nach einer Weile. So ging für alle Beteiligten ein ereignisreicher Nachmittag ins Land, der sicherlich eine Wiederholung haben wird.