Martin Dörr, der vor wenigen Tagen das Amt des Präsidenten des hiesigen Lions-Clubs Horb/Sulz von seinem Vorgänger Peter Rosenberger übernahm sowie sein Club-Freund und Ex-Präsiden Martin Killing haben am Mittwoch ihre Schulranzen-Verschenk-Tour bei einem Übergabetermin in Horb beendet.
Sieben komplette Schulranzen-Sets wurden für bedürftige Horber Familien mit schulpflichtigen Kindern vom Lions Club dieser Tage an die Caritas im Horber Laden im Reibegässle übergeben.
Inzwischen ist es guter Brauch geworden, dass der Lions-Club Horb/Sulz der Initiative ihres ehemaligen Präsidenten Heinrich von Stromberg folgt, die er vor Jahren zusammen mit dem Sulzer Lederwarenhändler Werner Caspar ins Leben rief, um Erstklässlern aus benachteiligten Familien zumindest einen guten Start ins erste Schuljahr zu ermöglichen.
Die beiden Lions-Repräsentanten durften die sieben Komplett-Sets, die aus einem Markenschulranzen gefüllt mit einem Schreib-Mäppchen mit Farbstiften, einem Turnbeutel, einer Vesperdose sowie einer Trinkflasche bestehen, an die Projektkoordinatorin Sieglinde Falk und deren Kollegin Eva Maria Pajur de Oliveira übergeben. Diese Sets werden nun über die Tafel als Grundausstattungen an Horber Familien weitergeben, in denen ein Kind eingeschult wird und die das Geld für eine ordentliche Grundausstattung nicht wirklich übrighaben.
Insgesamt 21 Sets
Insgesamt stellte der Lions-Club in diesem Jahr 21 solcher Sets, die auf die Gebiete Horb, Empfingen und Sulz verteilt wurden, und von denen jedes so um die 250 Euro kostet, zur Verfügung. In diesem Jahr sei man deshalb viel früher mit der Schulranzen-Aktion dran, um den Beschaffungsdruck für die Eltern, die sowieso schon jeden Cent zweimal umdrehen müssen, etwas zu minimieren, erklärte Killing.
Im Grunde genommen ist diese großzügige Spende jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn durch die Flüchtlinge aus der Ukraine ist der Bedarf noch größer geworden als in den Vorjahren. Dies erklärte Sieglinde Falk sinngemäß im Rahmen der Übergabe. Sie betonte, dass man sich auch über gebrauchte Schulranzen freuen würde, die man dann mit Utensilien füllt, die man im Rahmen der ökumenischen Tafelladenkistenaktion des katholischen Dekanats Freudenstadt, der Caritas-Schwarzwald-Gäu und der ehrenamtlichen Paten der Tafelladenkisten, die unter dem Motto: „Gleiche Chancen für alle“ auch in diesem Jahr durchgeführt wird, einsammelt. Auch in diesem Jahr hoffen die Nutznießer der Tafelladenkisten, die in vielen katholischen Kirchengemeinden und evangelischen Gemeindehäusern aufgestellt sind, dass diese während der Sonderaktion reichhaltig mit wichtigem Schulmaterial wie Holzfarben, Klebstoff, Zeichenblöcke, Bleistifte, Radierer, Spitzer-Dosen und Schulhefte befüllt werden.
Dank an alle Unterstützer
»Ich glaube, jeder erinnert sich an seinen ersten Schulranzen, das ist schon etwas besonderes. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Gefühl nun auch Kindern aus ärmeren Verhältnissen, welche sich die teure Erstausstattung nicht leisten können, ermöglichen können«, erklärte Falk gegen Ende der Übergabe. Sie dankte all den ehrenamtlichen Helfern, Spendern und Unterstützern der Aktion, die sich mit einem Geschenk oder einer Spende daran beteiligt haben oder es noch tun werden. „Alle diese Spender helfen mit, dass auch Kinder, die aus prekären Verhältnissen stammen, nicht gleich am ersten Schultag mit einem Makel behaftet werden“. Sie hofft deshalb, dass noch weitere, gerne auch gebrauchte Ranzen, im Reibegässle 6 abgegeben werden.