Das Haus Nazareth berichtet über seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Schömberg.
Bei der Schömberger Gemeinderatssitzung am Mittwoch im Feuerwehrhaus waren drei Mitarbeiter vom „Haus Nazareth“ anwesend, die mit einer Präsentation den Schuljahresbericht 2025 vorstellten. Es fanden insgesamt 43 Elterngespräche, zwölf Klassenprojekte und 16 Klassenräte statt. Die fünf Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Schömberg wurden von knapp 35 Prozent und die zwei Angebote in Schörzingen von mehr als 15 Prozent der Schützlinge angenommen. Im vergangenen Jahr nahmen 39 Kinder in den Oster-, 35 in den Pfingst- und 17 in den Sommerferien sowie 35 während der sonstigen Ferienbetreuung teil. An der verlässlichen Grundschule in Schömberg hat die Nachfrage deutlich zugenommen: Im ersten Betreuungszeitraum von 7 bis 8.10 Uhr stieg die Zahl der Kinder von 21 auf 32, im Zeitraum von 11.45 bis 13 Uhr von 16 auf 34 – fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Gewaltprävention thematisiert
Auch in Schörzingen erhöhten sich diese, am frühen Vormittag von sieben auf zehn und zur Mittagszeit von 15 auf 24. Hinsichtlich des Mittagessens, das die Schüler in zwei Schichten zwischen 11.45 Uhr und 13 Uhr zu sich nehmen, gab es insgesamt 1356 Bestellungen.
In allen Monaten sei die Nutzung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, sodass die Mensa, die zugleich einziger Aufenthaltsort in der Mittagspause ist, sehr voll und laut war. „Diese Zunahme spricht für das qualitativ gute Essen von Valeria´s Kinderessen“, meinte Bürgermeister Karl-Josef Sprenger. Bestellt wird über eine App, der Preis liegt bei 4,75 Euro, die Stadt subventioniert jede Portion mit 70 Cent. Die Anmeldezahlen für die Mittagsbetreuung schwanken je nach Wochentag.
Ähnlich verhält es sich bei der Hausaufgabenbetreuung mit Kreativ- und Sportangeboten: Von 13.45 bis 15.15 Uhr gibt es 30 bis 43 Anmeldungen. Insgesamt wurden im Schuljahr 2024/25 90 Kinder angemeldet – 31 mehr als im Vorjahr. 57 stammen aus der Grundschule, 23 aus der Realschule und zehn aus der Werkrealschule. Die Tendenz bleibt steigend.
Mit 18 Schülern der (Werk-)Realschule in den Klassen fünf bis zehn wurde das selbst geschriebene Stück „Odysseus“ einstudiert und aufgeführt. Außerdem fanden ein Achtsamkeitsseminar „Der Moment und ich“ sowie ein Theaterseminar statt. In Projektarbeiten setzten sich die Schüler mit Fledermäusen, Fairtrade und Kochen rund um die Welt auseinander. Das Projekt „Halt die Klappe“ widmete sich der Gewaltprävention.
„Diese Kooperation funktioniert gut. Wir freuen uns, welch gute Arbeit mit einem geringen Budget geleistet werden kann“, erklärte Bürgermeister Sprenger. Gleichzeitig will er dem Wunsch des Hauses Nazareth folgen und der verlässlichen Grundschule ein eigenes Smartphone zur Verfügung stellen, um etwa Krankmeldungen über die Schulapp besser koordinieren zu können.