Riesigen Beifall gab es auch für die große Garde der der Narrenzunft Schabenhausen. Foto: Albert Bantle

Keine Wünsche offen ließ der Jubiläums-Wasserträgerball der Narrenzunft Schabenhausen am vergangenen Samstagabend in der „proppevollen“ sowie bunt geschmückten Schlierbachhalle.

Unter dem Motto „Dies-Das-Ananas“ waren es vor allem die verschiedenen Garden, die mit ihren Garde- und Showtänzen Akzente setzten. Das Narrenvolk was begeistert. Viele Zugaben mussten gewährt werden, und Alleinunterhalter Alex Rist setzte die musikalischen Akzente.

 

„Das ist Musik in meinen Ohren“, lachte Zunftmeister Willi Veelker schon bei seiner humorigen Begrüßung beim Einmarsch der Schlierbachnarren mit Garde, den Wasserträgern und den Brunnenschrecks zu den Klängen des Schabenhauser Narrenmarsches. Veelker führte auch durch das Bühnenprogramm, das passend zum 50. Geburtstag der Zunft keine Wünsche offen und die Narrenherzen höherschlagen ließ.

Brauchtumstanz der Brunnenschrecks

Zum Programmauftakt glänzte die mittlere Garde der Narrenzunft Schabenhausen (NZS) mit dem ersten von insgesamt drei dargebotenen Tänzen. Der Brauchtumstanz der Brunnenschrecks und weitere begeisternde Tänze der großen Garde, der Jugendclub- Mädels, der Schlierbachschrecken gehörten ebenso zu den Höhepunkten wie der Auftritt des „Rotkäppchens mit dem versoffenen Wolf“.

Von der großen Weltpolitik ins kleine Schabenhausen

Die beiden spannten den Bogen von der großen Weltpolitik bis ins kleine Schabenhausen und berichteten über so manche Anekdote aus dem Ort.

Mit drei Auftritten begeistert die „Mittlere Garde“. Foto: Albert Bantle

Nach dem großen Finale waren es dann die Fischbacher Ohrwürmer, die die Halle zu Beben brachten. Zunftmeister Willi Veelker nutzte die Anwesenheit von Bürgermeister Martin Ragg, um diesen augenzwinkernd zu kritisieren, weil sich bei dem von den Narren im Vorjahr gewünschten „U-Bahn-Projekt“ in Schabenhausen bislang überhaupt nichts getan hat.

Tolle Auftritte gibt es auf der Bühne. Foto: Albert Bantle

Die Schlierbachhalle wird wegen der laufenden Bauarbeiten im Zuge der Kindergartenerweiterung aktuell vom ausgelagerten Kindergarten genutzt. Für die Fasnetveranstaltungen wurde sie kurzfristig geräumt und für ein paar Tage wieder zur Festhalle umgestaltet und geschmückt.

Wenig witzig empfand es der Zunftmeister, dass die Narren die über den Deckenlichtern angebrachten Farbfolien auf Drängen der Kindergartenleitung wieder entfernt werden mussten, weil aufgrund der Farbpsychologie das dabei verwendete Rot die Kinder aggressiv machen würde.

Zunftmeister warnt

Vor diesem Hintergrund warnte Zunftmeister Willi Veelker die anwesende Narrenschar, sich sofort bei ihm zu melden, sollten sie bei ihrem Tischnachbar gewisse, auf die rote Farbe zurückzuführende „Auffälligkeiten“ bemerken, damit der Sicherheitsdienst eingreifen kann.