WBG-Kapitän Marius Wagner würde mit seinem Team am liebsten gleich loslegen. Foto: Roger Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Wasserball: WBG-Team hält sich mit Trockentraining fit / Hoffnung auf den Januar

Bis vor Kurzem liefen der Vorbereitungen der doppelstädtischen Wasserballer für die eigentlich schon laufende Spielrunde in der Verbandsliga ganz nach Plan, doch der Teil-Lockdown der ebenfalls eine Schließung der Hallenbäder beinhaltet, warf nun auch hier alles für das WBG-Team über den Haufen.

Nun müssen Verantwortliche und Spieler schauen, wie es weitergeht. Eigentlich wären bis zum Jahreswechsel bereits die ersten drei Verbandsligapartien zu bestreiten gewesen.

Doch nun ist der Re-Start erst einmal auf den 10. Januar 2021 verschoben. "Wenn auch an diesem Termin noch nicht mit dem Vereinssport in den Hallenbädern begonnen werden kann, gilt es weiter abzuwarten. Allerdings wäre die letzte Deadline im Mai, dann aber ohne Hin- und Rückrunde. Der Terminplan würde einen normalen Saisonmodus nicht mehr zulassen", erklärt WBG-Kapitän Marius Wagner. "„Überhaupt wird die aktuelle Runde – wenn sie dann startet – eine Spiel- und Spaßrunde, denn es gibt keinen Absteiger. Einige Teams in der Verbandsliga haben Spieler in ihren Reihen, die als Ärzte und Krankenpfleger arbeiten. Sie haben momentan alles andere im Kopf als Wasserball", führt Marius Wagner weiter aus.

Die Gesamtsituation wirkt sich natürlich auch auf das Training der WBG Villingen-Schwenningen aus, welches momentan ohne Wasserzeiten auskommen muss. "Wir versuchen uns, so gut es geht, fit zu halten. Wir sind viel am Laufen und jeder macht noch Kraft- und Ausdauertraining für sich. Es ist natürlich für jeden einzelnen von uns nicht so einfach, sich in dieser ungewissen Zeit voll selbst zu motivieren", betont der WBG-Kapitän.

Dabei freute man sich im Lager der Wasserballer auf einen termingerechten Rundenstart. Auch die Trainingsbeteiligung vor der erneuten Hallenbadschließung war bei der WBG sehr hoch. "Die Absage unseres traditionellen Tacke-Pokal-Turnieres im Oktober hat uns schon heftig getroffen. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell", erläutert Marius Wagner.

Mit den Einnahmen des vorher seit 35 Jahren in Folge ausgetragenen Turniers finanzieren die WBG’ler gewöhnlich ihre Spielrunde und den Trainingsbetrieb für jeweils eine Saison. "Wir werden nun auf finanzielle Rücklagen zurückgreifen müssen. Das wird jetzt nicht unbedingt ein Problem für uns sein, dennoch wollen wir endlich wieder Wasserball spielen. Unsere letzte Partie war am 11. März, seither sitzen wir praktisch auf dem Trockenen."

Nun ruhen die Hoffnungen bei den doppelstädtischen Wasserballern auf die Wiedereröffnung der Hallenbäder in Villingen-Schwenningen im Dezember, damit wenigstens noch vernünftig ein eventueller Rundenstart im Januar vorbereitet werden kann.

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