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Sonstige Tim Assmann: Der Name ist Programm

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Seit 2015 kämpft Tim Assmann auf der Tartanbahn gegen den Sekundenzeiger. Ein Lehrer hat sein Talent entdeckt. Foto: Marc Eich Foto: Schwarzwälder-Bote

Es ist gerade einmal zwei Jahre her, als Tim Assmann mit Leichtathletik anfing. Bereits jetzt läuft der 17-Jährige die 800 Meter in 1:54,79 Minuten und ist Titelanwärter bei den deutschen U18-Meisterschaften.

Montagabend, 18 Uhr – gerade hat es aufgehört zu Regnen. Die Tartanbahn im Hubenloch-Stadion ist nass.

Gut gelaunt betritt Tim Assmann gemeinsam mit Coach Gert Heinrich und Teamkollegen das Gelände. "Dass es regnet, macht mir nichts aus", sagt er. "Mir macht eher die Hitze zu schaffen. Als ich meine Bestzeit gelaufen bin, war es 32 Grad warm. Danach lag ich 20 Minuten halbtot unter einem Baum." Für die deutschen U18-Meisterschaften, die am ersten August-Wochenende in Ulm stattfinden, hat er deshalb einen Wunsch: "Trocken und bewölkt soll es sein."

Auf der Liste mit den Jahresbestleistungen steht der Villinger auf Rang vier. Auf den zweiten Platz fehlen ihm gerade einmal drei Hundertstelsekunden. Der aktuell schnellste Läufer ist Maximilian Sluka (Hallescher LAF) mit 1:52,56 Minuten. Gert Heinrich traut seinem Schützling zu, "dass auch Tim die 1:52 laufen kann".

Erst seit 2015 kämpft Tim Assmann auf der Tartanbahn gegen den Sekundenzeiger – mit einer kleinen Ausnahme: "Mit acht oder neun habe ich schon ein Jahr lang Leichtathletik betrieben."

Eigentlich war er Fußballer. Der 17-Jährige spielt bei den A-Junioren der DJK Villingen auf der Außenbahn und rennt seinen Gegenspielern regelmäßig davon. Aufhören möchte er damit nicht – obwohl er das hohe Verletzungsrisiko kennt.

Zur Leichtathletik ist er dann über "Jugend trainiert für Olympia" gekommen. Ein Lehrer hatte damals zu ihm gesagt, er könne die 800 Meter auch rückwärts laufen – u nd würde gewinnen. "Die letzten paar Meter bin ich dann tatsächlich rückwärts gelaufen", erinnert sich Assmann. "Er hat gesagt, dass ich schneller als 2:09 sein könnte." Also haben sie sich Schüler und Lehrer am nächsten Tag zum Laufen verabredet. Kurze Zeit ist Tim Assmann beim TV Villingen gelandet.

Dort steht er nun. Gerade hat er einen 400-Meter-Sprint absolviert. "Knapp 58 Sekunden", sagt er leicht außer Atem. "Ganz ok." Wettkampfzeit ist dies natürlich nicht. "Normalerweise gehe ich montags Joggen", sagt Assmann. Heute macht er eine Ausnahme. Sprints stehen auf dem Programm. "Tim ist ein positiv Verrückter – auch was das Training angeht", sagt sein Trainer.

Deshalb hat er in den vergangenen beiden Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. Seine Bestzeit hat er seit Juli 2016 um fast drei Sekunden verbessert. "Ich bin selber erstaunt, wie schnell das ging", sagt er. Sein einziges Problem ist bisher die fehlende Wettkampferfahrung. "Ich bin immer sehr nervös, habe vor jedem Wettkampf Hirnsausen", gibt er zu.

Deshalb gibt sich der 17-Jährige sehr bescheiden. "Ich möchte das Finale erreichen", erklärt er sein Ziel für die deutsche Meisterschaft. "Dort dann vielleicht um eine Medaille kämpfen."

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