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Sonstige Nur die "Mission 7000" scheitert ganz knapp

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Die erfolgreichen Athleten mit ihren Trainern: Martin Grundmann, Finn Schulz, Tim Holzapfel, Kelmen de Carvalho, Niklas Kretschmer und Lukas Ertl Foto: LGSZ Foto: Schwarzwälder Bote

(ds). Mit zwei Goldmedaillen sind die Deutschen Meisterschaften im Zehnkampf der Altersklasse U18 in Ulm für die LG Steinlach-Zollern überaus erfolgreich gewesen. Kelmen de Carvalho gewann den Titel in der Einzelwertung, gemeinsam mit Finn Schulz und Lukas Ertl auch jenen mit der Mannschaft.

Geradezu sensationell holte sich Kelmen de Carvalho den Titel. Er steigerte seine Bestmarke um mehr als 500 Zähler und gewann mit 6 996 Punkten. In der Teamwertung kamen er, Schulz und Ertl – sie hatten als einzige Mannschaft die DM-Norm erfüllt – auf 17 631 Punkte und führen damit die deutschen Rangliste mit mehr als 2000 Punkten an. Die Ergebnisse sind neue Kreisrekorde, die sie ihren Trainern Tim Holzapfel (6740) und Niklas Kretschmer (17 390 mit dem Team) . "Aufs Podest möchte ich schon", hatte de Carvalho, der mit dem sechstbesten Meldeergebnis nach Ulm gereist war, sein Ziel formuliert. Doch er hatte sich nicht nur viel vorgenommen – auch die Form passte. Über 100 Meter stellte er in 11,68 Sekunden seine persönliche Bestzeit ein. Schulz startete mit 12,07, Ertl mit 12,62 Sekunden in den Wettbewerb ein. Im Weitsprung erschwerte wechselnder Wind den Anlauf etwas. De Carvalho steigerte seine persönliche Bestweite auf 6,55 Meter. Damit übernahm der 16-jährige Hechinger die Führung in der Gesamtwertung. Ertl kam auf 5,63, Schulz auf 5,69 Meter. Im Kugelstoßen baute der wurfgewaltige de Carvalho mit starken 15,75 Metern seine Führung deutlich ausbauen. Seine Teamkollegen Schulz (11,41) und Ertl (10,02), die noch dem jüngeren U18-Jahrgang angehören, bekamen offensichtlich etwas Respekt beim Kräftemessen mit den Topathleten, wirkten in dieser Disziplin ebenso wie im Hochsprung etwas gehemmt und riefen nicht ihr gewohntes Niveau ab. Trotz seiner wachstumsbedingten Knieschmerzen gelang Kelmen de Carvalho im Hochsprung mit 1,80 Metern eine neue persönliche Bestleistung, die 1,983 Meter riss er hauchdünn. Schulz und Ertl überquerten die Latte bei 1,53 Metern. Über die 400 Meter kämpfte das LG-Trio großartig. De Carvalho (53,18 Sekunden) und Schulz (54,95) liefen persönliche Bestzeiten, Ertl blieb in 56,25 Sekunden nur knapp über seiner Bestmarke. Nach fünf Disziplinen übernachtete de Carvalho mit 3 651 Punkten mit rund 100 Zählern Vorsprung als Führender.

Über die 110-Meter-Hürden verteidigte de Carvalho seinen Vorsprung mit 15,23 Sekunden. Lukas Ertl lief bis zur vorletzten Hürde ein blitzsauberes Rennen, kam dann ins Straucheln, lief in 16,62 Sekunden aber ebenso wie Finn Schulz (16,84) in einer ordentlich Zeiten ins Ziel. Die guten Teamleistungen sollten sich im Diskuswurf sogar noch verbessern. Schulz (38,27) und Ertl (36,63) warfen neue persönliche Bestweite, de Carvalho knacke erstmals die 50-Meter-Marke (50,96) und baute seinen Vorsprung auf mehr als 300 Punkte aus. Beim Stabhochsprung strapazierte das Trio zunächst die Nerven ihrer Trainer und Fans, als alle drei jeweils ihre ersten Versuche bei der Anfangshöhen rissen. Letztendlich aber scheiterten alle erst an ihren persönlichen Bestleistungen. De Carvalho büßte mit 3,80 Metern etwas auf seine direkten Konkurrenten ein, Schulz sprang 3,50, Ertl 2,90 Meter hoch.

Im Speerwerfen überboten de Carvalho (54,48), Schulz (44,57) und Ertl (39,57) ihre bisherigen persönlichen Bestweiten allesamt deutlich. De Carvalho hatte seine Führung in der Gesamtwertung damit derart ausgebaut, dass ihm der Meistertitel im abschließenden 1 500-Meter-Lauf kaum noch zu nehmen war – es ging nur noch um die Punktzahl, mit der er gewinnen sollte. Um die 7 000er-Marke zu übertreffen, hätte er seine Bestzeit um mehr als 16 Sekunden unterbieten müssen. Aufgrund des starken Windes stellte sich sein Teamkollege Finn Schulz als Tempomacher und Windschattenspender zur Verfügung, und die "Mission 7 000" nahm einen guten Anfang. Schulz schlug ein passendes Tempo an, de Carvalho folgte erstaunlich gut. In der vorletzten Runde rutschten die beiden etwas hinter den Fahrplan, doch sie legten noch einmal zu. 5:09 Minuten hätte de Carvalho für die 7 000 benötigt, am Ende fehlten ihm dazu gerade einmal 60 Hundertstelsekunden, sprich vier Pünktchen – mit dem Meistertitel in der Tasche und einer Steigerung um mehr als 500 Punkte konnte er das aber leicht verschmerzen. "Hase" Finn Schulz, der seine eigenen Interessen selbstlos geopfert hatte, lief mit ;Minuten ebenfalls eine neue Bestzeit. Schnellster des LG-Trios war Lukas Ertl mit 4:56 Minuten mit der viertbesten Zeit des Feldes sogar die viertschnellste Zeit aller U18-Zehnkämpfer gelaufen.

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