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Sonstige Mit nur einem Schuh zur Silbermedaille

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Tamara Schütz vom VfL Ostelsheim (Startnummer 934) lief überraschend auf den dritten Platz in ihrer Konkurrenz. Fotos: Krehl Foto: Schwarzwälder Bote

In Sindelfingen fanden die deutschen Meisterschaften im Crosslauf statt. Für den Kreis Calw waren Athleten aus Wildbad, Oberkollbach und Ostelsheim am Start. Die Silbermedaille von Edmund Schlenker und die überraschende Bronzemedaille von Tamara Schütz ragten besonders heraus.

Das Freibadgelände in Sindelfingen war erstmals Austragungsort der nationalen Crossmeisterschaften. Im Februar 2016 wurden auf dem gleichen Kurs die baden-württembergischen Titelkämpfe ausgetragen. Damals herrschten trockene Bedingungen und alle Athleten schwärmten von der schönen Runde zwischen Schwimmbecken und Sprungtürmen und der vorbildlichen Organisation.

Diesmal zeigte sich der Kurs durchgehend als Schlammwüste und forderte auch von der nationalen Elite das Äußerste. Nach wochenlangen Niederschlägen hatte der Regen zwar kurz vor Beginn der Veranstaltung aufgehört, die Liegewiesen standen aber zum Teil tief unter Wasser. Nach zwei Läufen der U16, die als Rahmenwettbewerben ausgetragen wurden, starteten die Meisterschaften mit 136 Alterssportlern M60+ und W50+, dem teilnehmerstärksten Rennen.

Es waren fünf Runden mit insgesamt 5500 Meter zurückzulegen. Von Anfang an mussten sich die Teilnehmer durch knöcheltiefen Schlamm kämpfen, nur an manchen Stellen war die weiche Grasnarbe noch zu sehen. Edmund Schlenker, der Titelverteidiger vom VfL Ostelsheim, hatte bei der baden-württembergischen Meisterschaft vor drei Wochen in Weinstadt in der Klasse M75 mit deutlichem Vorsprung den ersten Titel der neuen Saison geholt. In Sindelfingen lag er in der letzten Runde noch dicht hinter dem späteren Sieger, verlor jedoch im Morast einen Spike und musste die letzten 700 Meter mit einem Schuh zurücklegen. Mit einer Zeit von 27:32 Minuten und annähernd zwei Minuten Vorsprung vor dem Drittplatzieren konnte er jedoch seine Silbermedaille sicher nach Hause laufen.

Eine mögliche Goldmedaille in der Mannschaftswertung M70+ verpassten die Ostelsheimer, da nur noch Günter Krehl als sechster in der M70-Wertung am Start war. Er lief eine Zeit von 29:35 Minuten

Den Part der Gelbhemden nahm der SV Oberkollbach nun auch bei den älteren Aktiven ein. Mit Andreas Vielmeier (25:48/21., M60), Joachim Pfeiffle (30:17/31., M60) und Walter Haselmaier (33:58/20., M65) belegte das Team Platz neun bei den Mannschaften M60/65.

Sechs Runden mit insgesamt 6600 Metern mussten die Senioren M50 und M55 zurücklegen. Klaus Löffler (VfL Ostelsheim) hatte in Weinstadt die Bronzemedaille in seiner neuen Altersklasse M55 geholt, im Badepark zeigte er sich in noch stärkerer Verfassung und landete in 26:48 Minuten auf einen guten neunten Rang.

Auch Teamkamerad Armin Gotsch war gegenüber der Landesmeisterschaft stark verbessert und sicherte sich im starken Feld der M50 Platz 29 in 28:07 Minuten.

LG Nordschwarzwald holt Silber mit der Mannschaft

Die gleiche Distanz hatten die Athleten M35 bis M45 zurückzulegen. Landesvizemeister Guido Schmid (TSV Wildbad) bestätigte seine Form mit Rang vier in der M45 (25:56). Mit seiner Mannschaft LG Nordschwarzwald konnte er sogar die Silbermedaille erringen. Dem SV Oberkollbach fehlte der dritte Mann fürs Team. Mit Neuzugang Markus Nippa als sechster in der M40-Konkurrenz in 25:27 Minuten und Domenik Behnke als 15. in 28:00 Minuten waren nur zwei Athleten am Start.

Im Laufe der Veranstaltung wandelte sich fast der gesamte Kurs in ein durchgehendes braunes Band. Das Geläuf dürfte insgesamt aber nicht wesentlich schwieriger geworden sein, weil die braune Masse nun deutlich trockener geworden war. Im vorletzten Rennen hatten 111 Frauen die Strecke fünf Mal zu durchlaufen. Es wurde ein Start-Ziel Sieg der früheren Nagolderin Domenika Mayer, die seit langer Zeit in Bayern lebt und für die LG Regensburg startet.

Tamara Schütz (VfL Ostelsheim) startete fünf Monate nach der Geburt von Töchterchen Enna und einem erfolgreichen Silvesterlauftest in Bietigheim ein gewagtes Comeback mit dem ersten Crosslauf ihres Lebens. Vorsichtig am Ende des Feldes startend, arbeite sie sich weit ins Mittelfeld der jungen Frauen nach vorn. In der vorletzten Runde lag sie auf Position vier der W35 und kämpfte sich an einer der beiden vor ihr liegenden Konkurrentinnen vorbei. Die andere rettete sich mit kräftigem Endspurt noch drei Sekunden vor der Ostelsheimerin ins Ziel. Die Bronzemedaille mit 25:41 Minuten war ein völlig unerwarteter Erfolg und gibt Schütz Motivation für die weitere Saison. Das Team des SV Oberkollbach, das sich seit längerer Zeit gezielt auf Crossrennen vorbereitet hatte, überzeugte mit Rang fünf in der Klasse W35/45. Carmen Keppler lief als Elfte der Konkurrenz W40 28:33 Minuten. Nicht weit dahinter erreichte Regina Vielmeier mit 28:56 Minuten als Zehnte der W45 das Ziel, sie hatte sich kameradschaftlich aus mannschaftlichen Gründen zwei Klassen tiefer gemeldet. Yvonne Eisel als Zwölfte der W45 kam mit 31:30 Minuten in die Wertung.

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