3. Reihe-Stürmer Robert Lehmann vom RC Rottweil hält den Ball nach Tackle, Noah Volkers, Emmanuel Mora und Nicolas Rinklin sichern die Situation ab. Die Cracks des RC Rottweil wollen am Samstag die Chance zum Aufstieg in die 1. Bundesliga nutzen. Foto: Rudolf Foto: Schwarzwälder Bote

Rugby: Beim RC Rottweil zeigt Spielphilosophie von Trainer Gustavo Lopez Wirkung

Beim RC Rottweil fiebert man dem kommenden Wochenende entgegen. Am Samstag, 6. Juli, hat die Mannschaft von Trainer Gustavo Lopez die große Chancen, mit einem Sieg im Relegationsspiel gegen den Vorletzten der 1. Bundesliga, die SG TV/CfR Pforzheim, sich selbst Eintritt in das Oberhaus zu verschaffen. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten äußerste sich Coach Lopez zur aktuellen Situation beim Rugbyclub.

Herr Lopez, noch ein Schritt, ein Sieg, fehlt dem RC Rottweil, um die Saison zu krönen. Wie sehen Sie die Chancen auf ein Happy End Ihrer Mannschaft?

Wir haben eine gute Entwicklung in unserer Spielphilosophie gemacht und das hat uns geholfen, uns gut zu entwickeln. Ein für uns gutes Spielergebnis ist am Wochenende möglich, wenn es uns gelingt, unseren Spielplan gut umzusetzen.

Wie beurteilen Sie den Gegner, konnte man sich über die Pforzheimer entsprechend informieren, um sich eine entsprechende Taktik zurechtzulegen?

Wir haben schon einige Informationen über Pforzheim zusammen bekommen und bereiten uns entsprechend vor. Vor ein paar Jahren waren sie Deutscher Meister, deshalb sind sie immer noch sehr gefährlich, obwohl sie eine schwierige Zeit durchmachen. Sie haben gute Einzelspieler, die uns Probleme schaffen könnten, wenn ihnen der Raum dazu gegeben wird.

Oder setzen Sie allein auf ihre Mannschaft, zumal das Spiel in Rottweil stattfindet, dass der RCR seine Stärken ausspielt?

Spiele in Rottweil sind immer etwas besonderes. Die Vorbereitungsphase ist für uns immer gleich, aber die Atmosphäre auf dem Platz ist für mich etwas besonderes in dieser Liga. Das schafft einen besonderen Wert bei solchen Ereignissen. Die Fans in Rottweil sind hervorragend und man spürt deren Unterstützung, sobald man den Fuß auf das Spielfeld setzt.

Welches sind die Stärken des RC Rottweil, oder würden Sie da zu viel im Vorfeld verraten?

Mit unseren spielerischen Möglichkeiten und den vorhandenen Spielern haben wir einige gute Linien in Bezug auf das Rugby, das wir spielen wollen. Ich möchte sagen, dass unsere größte Stärke im Moment die Tatsache ist, dass wir ein Team haben, das weiß, das es sich dem Wettbewerb mit den besten messen kann.

Seit Jahren kämpft der RC Rottweil darum, in die 1. Bundesliga zu kommen. Wie ist groß der Wille in der Mannschaft, dieses Ziel zu erreichen?

Es ist schwierig für mich über Dinge zu reden, an denen ich noch nicht beteiligt war. Was ich über diese Gruppe aber sagen kann, ist, dass der Glaube und auch die Kenntnisse da sind, um mit den besten Mannschaften in Deutschland mitzuhalten. Es gibt natürlich manches, das verbessert werden kann, aber Teamsport ist ein unvollkommener Fortgang und es wird immer Bereiche geben, die man verbessern kann.

Müssen Sie als Trainer da zusätzlich motivieren?

Die Mannschaft ist reif und versteht die Wichtigkeit der Eigenmotivation für den Weg, der vor uns liegt. Als Coach versucht man immer, allem auch eine persönliche Note zu geben, das darf aber nicht soweit gehen, aufdringlich oder zu massiv zu werden. Das wäre Sport vergangener Zeiten und klappt auch nicht mit jedem Athleten.

Die Bemühungen im Umfeld des Vereins, insbesondere der Vorstandschaft, dass der RC Rottweil Erstklassig wird, zeigt sich in der sportlichen Entwicklung der Mannschaft. Wie wichtig ist es für Sie als Trainer, dass der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingt?

Das ist ein sehr wichtiger Bereich. Das hat nichts mit Zaubertrick zu tun. Man muss Spieler haben, die an dich als Person glauben und an deine Ideen glauben. Man muss die Spieler zusammenbringen, manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, wie Spieler auszuwechseln oder sie auf die Bank zu setzen oder anderen den Einsatz zu geben. Das ist alles Teil des Ganzen. In die 1. Bundesliga zu kommen ist eine Zielvorgabe in einem größeren Bild für den Club, der viel mehr Potenzial hat, als nur in der Liga mitzuspielen. Der Club sucht nach weiteren Herausforderung. Aber die erste Schritt ist die Zugehörigkeit zur deutschen Elite.