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Sonstige Gelungener Kaltstart nach Corona-Pause

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Zoran Radulovic lieferte sich harte Duelle beim vierten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie. Foto: Hoffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Einen gelungenen Kaltstart nach der Corona-Pause legte Zoran "Schorle" Radulovic beim vierten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) auf der legendäreren Nordschleife hin.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter den besonderen Bedingungen des Corona-Sicherheitskonzepts fuhr der Langstreckenspezialist zusammen mit Rolf Derscheid auf den dritten Platz in der mit 17 Startern stark besetzen Klasse V4.

Schon mit Platz vier beim vorangegangenen Rennen, bei dem der Simmersfelder noch pausierte, deutete sich an, dass mit den Altmeistern aus dem Jahr 2014 in dieser Saison wieder zu rechnen ist. "Schorle" Radulovic hat nach der verkorksten Saison 2019 gesagt: "Wir wollen wieder regelmäßig auf das Treppchen und um die Meisterschaft in der Klasse fahren."

Dass dies so schnell möglich sein sollte, war nicht zu erwarten gewesen: ein komplett neu aufgebautes Auto, ein nochmals modifiziertes Fahrwerk und ein neue Reifenmarke und -mischung. Mit etwas gemischten Gefühlen ist denn auch "Schorle" Radulovic vom Schwarzwald in die Eifel angereist. Im freien Training konnte er nicht ins Lenkrad greifen: Staus auf der Autobahn und ein Getriebeschaden vereitelten das Vorhaben.

Typischer Eifelregen

Und als pünktlich zum Training am Samstagmorgen der typische Eifelregen einsetzt, waren dies auch keine idealen Bedingungen, um sich nach mehr als acht Monaten mit Auto und Strecke vertraut zu machen. Auf Startplatz elf ging Rolf Derscheid ins Rennen. Obwohl der Teamchef zumeist den Schlussturn fuhr, zeigte er der zumeist deutlichen jüngeren Konkurrenz in den Autos, dass Erfahrung auf der Nordschleife durch nichts zu ersetzen. Er startete, anders als viele Mitstarter, auf Regenreifen und steuerte nach zwei Runden als Siebter in die Boxengasse.

Doch nicht dort, sondern in einer provisorischen Boxengasse im Fahrerlager, in dem die Abstandsregeln eingehalten werden können, wartete das auf sechs Mechaniker reduzierte Team auf den Reifenwechsel. Da das Corona-Reglement eine Mindeststandzeit von 15:30 Minuten bei den drei Boxenstopps verlangt, kostete der zusätzliche Reifenwechsel keine Zeit. Mit frischen Slicks klebte der BMW 325i förmlich auf dem wärmer werden Asphalt und Derscheid übergab als Vierter an Radulovic.

Mit einem perfekt getimten Boxenstopp hatte er ausgangs der Boxenausfahrt den Drittplatzierten deutlich im Blick und das Ziel vor Auge: Platz drei. Der Routinier kam sofort auf Betriebstemperatur – nicht nur wegen der Temperaturen im Auto. "Schorle" Radulovic ging hart ans Limit, tauchte formatfüllend im Heckspiegel auf, hing dem Konkurrenten direkt am Kofferraumdeckel – und wurde immer wieder von vielen Gelbphasen eingebremst.

Mit offenem Fenster

Doch dann passte alles und Radulovic zog vorbei und baute Runde um Runde den Vorsprung aus. Noch ein planmäßiger Stopp zum Nachtanken – für Auto und Fahrer. Bei den Temperaturen mutierte das Auto zu einer rasenden Sauna. Um den Motor bestmöglich zu kühlen und keine Leistung zu verlieren, wurde gar das Heizungsgebläse angestellt und "Schorle" raste mit offenem Fenster durch die "Grüne Hölle".

Dass das Fahrerduo mit dem vermutlich höchsten Durchschnittsalter in der Klasse den Strapazen trotzte und mit zehn Sekunden Vorsprung auf den Viertplatzierten abgewunken wurde, freute die Routiniers sichtlich. Nachdem Radulovic seinen nassgeschwitzten Fahreranzug abgestreift und seinen Elektrolythaushalt mit Apfelschorle wieder ausgeglichen hatte, sprudelte es aus ihm freudig heraus: "Es war ein geiles Rennen, ein echter Fight um Platz drei. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich konnte mich absolut auf das Auto und das Team verlassen."

Das gute Gefühl, auf dem Treppchen zu stehen und einen Pokal mit im Gepäck zu haben, hat der Simmersfelder lange vermisst. Und trotz Platz drei musste er wegen des Corona-Sicherheitskonzepts darauf verzichten. Nicht nur darauf: Die liebgewonnen Benzingespräche nach dem freien Training, die mitunter etwas drangvolle Enge in den Boxen gab’s nicht mehr und auch keine Fans, die entlang der Rennstrecke stehen. "Es war schon etwas gespenstisch, aber der Geist der Nordschleife lebt weiter. Das ist für uns Fahrer und die Teams wichtig", sagt Radulovic und freut sich schon auf den Saisonhöhepunkt, das Sechs-Stunden-Rennen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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