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Sonstige Elena Burkard bleibt weiter eine Klasse für sich

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Lina Maier vom Skiclub Loßburg erwischte einen guten Tag und siegte in ihrer Klasse. Foto: Schwarzwälder Bote

"Es war eine der härtesten Crosslauf-Strecken seit langem", auf der am vergangenen Samstag die Baden-Württembergischen Meisterschaften im Crosslauf in Stockach stattfanden. Darin waren sich Athleten, Betreuer und Zuschauer einig.

Auf dem Wiesengelände in Stockach zeigten die Athleten aber bei frühlingshaften zwölf Grad, dass man auch auf derart schweren Strecken herausragende Leistungen zeigen kann.

Den Auftakt machten die Kinder und Schüler in den Klassen unter zwölf Jahren. Hier war vor allem der Skiclub Loßburg mit großen Ambitionen nach Stockach gereist. Lina Maier sicherte sich den Sieg in der Altersklasse W11, Lisa Marie Schaber wurde Zweite in der W10, die Teamkollegin Jonna Moser auf Platz drei verwies. Benjamin Haid holte in der M 10 gleich den zweiten Titel, sein Bruder Florian zudem Bronze in der M 11.

Besonders spannend machte es Salome Rothfuss, deren dritter Platz erst nach Auswertung des Zielfotos feststand. Lilli-Marie Moser verpasste das Podest als Vierte nur knapp und rundete die tolle Leistung der Loßburger Mädchen ab. Mit Micha Heinzelmann gelang einem weiteren Loßburger der Sprung aufs Podest. Er holte Bronze in der M 12. Nicht ganz so gut hingegen lief es bei Marvin Heinzelmann und Daniel Rothfuss, die sich auf den anspruchsvollen 2300m nicht im Vorderfeld platzieren konnten.

Abtasten der Favoriten

Danach stand mit der Männer-Mittelstrecke der Höhepunkt der Meisterschaften an. Hier wollte die LG farbtex Nordschwarzwald sowohl den Einzel- als auch den Mannschaftstitel wieder zurückholen, nachdem Aimen Haboubi 2018 gemeinsam mit seinen Teamkollegen vom SSV Ulm überraschend beide Titel gewinnen konnte. Insgesamt neun Athleten im leuchtend-gelben LG-farbtex-Trikot hatten für die rund 3,8 km lange Mittelstrecke gemeldet.

Im schnellsten Rennen ging es zunächst in eine Einführungsrunde über 800m, auf der sich die Favoriten noch abtasteten. Als es dann auf die erste der beiden großen Runden über je 1500m ging, war es Marc Corin Steinsberger von der LG farbtex, der das Zepter in die Hand nahm und das Feld mit einem Tempovorstoß auseinanderriss.

Neben Teamkollege Hendrik Engel und den vermeintlichen Hauptkonkurrenten im Feld, Lukas Eisele von der LG Filder und Jens Mergenthaler vom SV Winnenden, sowie Lorenz Baum von der LAV Tübingen blieb auch das Trio vom SSV Ulm mit Titelverteidiger Haboubi an Steinsbergers Fersen.

Eisele und Mergenthaler übernahmen nach rund 2,5 km die Initiative, sodass auch die Spitzengruppe zerbrach. Lediglich Steinsberger hielt den Anschluss, während Engel das Trio an der Spitzen ziehen lassen musste. Auch Steinsberger konnte nicht mehr ganz folgen, doch auf den letzten 200m packte der Neu-Nordschwarzwälder einen unglaublichen Schlussspurt aus und flog auf den letzten zehn Metern noch am vermeintlich sicheren Silbermedaillengewinner Lukas Eisele vorbei. Den Sieg sicherte sich Jens Mergenthaler. Hinter den Podestplätzen kam Hendrik Engel auf Platz vier.

Bärenstarker Giering

Dahinter wurde es dann aber noch einmal richtig spannend, denn die Ulmer kamen mit Platz sechs, acht und neun geschlossen ins Ziel. Den Ausschlag im Kampf um den Mannschaftstitel zugunsten der LG farbtex Nordschwarzwald brachte am Ende der bärenstarke Altmeister Tobias Giering, der mit einer taktischen aber auch läuferisch tollen Vorstellung auf Platz zwölf einkam.

Mit seinem insgesamt zehnten Mannschaftstitel meldete sich der 36-Jährige Fischinger eindrucksvoll in Topform zurück, wenngleich er mit seiner Einzelleistung nicht ganz zufrieden war: "Ich musste abwägen, volles Risiko und ganz vorne mitzugehen oder eher taktisch. Ich entschied mich für die Taktik", sagte Giering nach dem Rennen.

"Denn mit Nils Holocher und Axel Klumpp hatte ich zwei Jungs aus den eigenen Reihen im Kampf um den dritten Platz in der Mannschaft im Nacken. Wäre ich hier auf Risiko und am Ende eingegangen, wäre ich vermutlich ohne Mannschaftsmedaille geblieben. So verpasste ich zwar das Ziel Top sechs, aber ich blieb dritte Kraft im Team und machte damit meinen zehnten Mannschaftstitel auf der bisher schwersten Meisterschaftsstrecke in meiner Karriere perfekt", ergänzte er.

Es folgten die Senioren über 3,1 Km. Bereits 2016, 2017 und 2018 hatten die gemeinsam gewerteten Senioren der M45/M50 den Mannschaftstitel geholt und schickten sich auch am Samstag an, die Erfolgsserie weiter auszubauen.

Wolfram Schmider, Thomas Gigl und Peter Kapitza ließen dann ihren Worten auch Taten folgen. Gigl sicherte sich Bronze in der M 45 und zog die weiteren Nordschwarzwälder zum überlegenen vierten Mannschaftssieg in Folge in der M45/M50. Dietmar Krenz, der zur neuen Saison vom VfL Freudenstadt zur LG farbtex Nordschwarzwald gewechselt hatte, verpasste als Neunter in der M 50 knapp den Sprung in die Mannschaft, zeigte aber im Hinblick auf die Deutschen Cross Anfang März, dass man auch mit ihm rechnen muss. Bei der M 55 kam Frank Wolf vom ASV Horb auf einen hervorragenden sechsten Platz.

Im Rennen der männlichen Jugend A waren anschließend weitere drei Athleten der LG farbtex Nordschwarzwald vertreten – Marcel Haag, Rapahel Kirn und Lukas Waidelich. Im Einzel sollte es zwar nicht ganz nach vorne reichen, aber auch die drei Nachwuchsathleten holten Silber mit der Mannschaft.

Demonstration der Stärke

Nach dem Pflichtprogramm sollte dann aber die krönende Kür folgen und Elena Burkard vergönnt sein. Als derzeit beste deutsche Allrounderin und als eine der besten Crossläuferinnen in Europa wollte die Baiersbronnerin es sich nicht nehmen lassen, den Meisterschaften mit ihrem Start internationales Flair zu verschaffen. Einen Tag vor ihrem 27. Geburtstag sollte es dann ein recht einsames Rennen für die aktuelle deutsche Crossmeisterin werden. Mit einer Demonstration der Stärke sicherte sich Burkard den Baden-Württembergischen Meistertitel, dem sie am 9. März den Deutschen Meistertitel in Ingolstadt folgen lassen will. Sämtliche Landestrainer am Streckenrand waren sich nach dem Lauf der Frauen einig, dass ihr dort bei solch einer Form der Titel nur schwer zu nehmen sein wird. Im Lauf der Frauen waren auch die U 23-Damen. Hier kam Burkards Teamkollegin Nicole Müller auf Rang 5.

WM-Start großer Wunsch

Die kommenden Wochen gilt es nun noch einmal, Tempo im Hinblick auf die Deutschen Crossmeisterschaften aufzunehmen. Mit Elena Burkard, Timo Benitz und Britta Müller schickt die LG farbtex Nordschwarzwald dort gleich drei Titelverteidiger ins Rennen. Doch damit nicht genug mit Cross: Am 30. März finden die Weltmeisterschaften im dänischen Aarhus mit nahezu allen Topläufern der Welt, vor allem auch den Laufstars aus Kenia und Äthiopien, statt. Nach den Leistungen der letzten Monate hofft Burkard auf eine Nominierung durch den deutschen Leichtathletik-Verband. Nach elf Jahren ohne deutschen Cross-WM-Teilnehmer könnte für sie ein ganz großer Traum in Erfüllung gehen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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