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Sonstige Die Slicks waren weicher als ein junger Schinken

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Beim vierten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft reichte es für Zoran "Schorle" Radulovic aus Simmersfeld trotz fehlender Motorleistung und zu weicher Reifen zu Platz fünf. Foto: BRfoto Foto: Schwarzwälder-Bote

Zu wenig Motorleistung und eine zu weiche Reifenmischung, da half auch ein schwerer Bleifuß und ein Zauberhändchen am Lenkrad nichts.

Bei Zoran "Schorle" Radulvic ging es beim vierten Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife des Nürburgrings nicht in der gewünschten Vehemenz nach vorne. Zusammen mit Rolf Derscheid und Michael Flehmer musste sich der Simmerfelder mit dem fünften Platz in der mit 17 Fahrzeugen stark besetzten Klasse begnügen.

Das Unheil hatte sich bereits wenige Tage vor dem Rennen angekündigt. Das Team hatte den im vergangenen Rennen plötzlich erlahmten Motor von einem Experten überholen lassen. Doch statt der erhofften Leistungskur kam die Ernüchterung: Der Motor lief nicht. In aller Eile wurde der Motor aus dem Ersatzwagen, mit dem zumeist Gäste durch die "Grüne Holle" geschüttelt werden, ausgebaut, doch das Motormanagement passte nicht für das Einsatzfahrzeug.

Beim Schwarzwälder Abend mit Gästen war Zoran "Schorle" Radulovic noch zuversichtlich, dass es zumindest auf das Podium reichen sollte. Doch spätestens nach dem morgendlichen Training kehrte Ernüchterung ein. Wegen häufiger Gelbphasen gelang dem Simmersfelder nicht eine schnelle Runde.

Doch dies war nicht der einzige Grund, warum sich das Team auf Startplatz sechs wiederfand. Ein namhafter Reifenhersteller hatte das Team auserkoren, einen neuen Reifen unter den Extrembedingungen der Nordschleife zu testen. Allerdings blieb keine Zeit, die Pneus auf das Set-up des Fahrzeugs einzustellen.

"Einlenkpunkte, Bremspunkte – nichts hat mehr gepasst. Die Reifen waren wie bei einem Schinken, der zu früh aus dem Rauch genommen wird, viel zu weich", haderte Radulovic mit dem schwarzen Gummi. Als hätte das nicht schon für schlechte Laune im Cockpit gereicht, verabschiedete sich in der zweiten Rennrunde des Simmersfelder Langstreckenspezialisten das Motormanagement in die Notlauffunktion. Die Folge: Statt 7200 Umdrehungen brachte es der Motor nur auf maximal 6500 Umdrehungen, eine Leistung, die auf den Geraden und in den Kurven fehlte.

"Ich dachte, ich stehe auf der Döttinger Höhe. Ich hätte heute ins Lenkrad beißen können", übergab Zoran "Schorle" Radulovic sichtlich genervt das Auto in der Boxengasse. Mit einem Satz neuer Reifen und einem Reset der Software blieb es dann Teamchef Rolf Derscheid überlassen, das Auto immerhin als Fünfter über die Ziellinie zu bringen.

"Das kann nicht unser Anspruch sein", meinte Radulovic, der nun mit einem Softwareexperten dem Leistungsabfall des Motors zu Leibe rücken will. Beim Sechs-Stunden-Rennen will er wieder in einem konkurrenzfähigen Auto sitzen.

 

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