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Sonstige Die letzten 36 Monate bewertet

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Geher Carl Dohmann (mit Mikrofon) stellte sich den Fragen von SWR-Moderator Bernd Hefter. Bundestrainer Rüdiger Harksen (links) berichtete von seinen Erfahrungen im Hochleistungssport. Foto: Schwarzwälder Bote

(h). Neben den Mitgliedern des Präsidiums, den Fachwarten und weiteren Funktionsträgern waren die Delegierten der 16 badischen Kreise in der Bachheimer Drei-Schluchten-Halle zusammengekommen, um die Aktivitäten der letzten 36 Monate zu bewerten und die Pläne für die kommenden drei Jahre vorzustellen.

Beeindruckende Bilanz

In seiner Begrüßungsrede zog BLV-Präsident Philipp Krämer, ehemaliger Bürgermeister der Odenwaldgemeinde Schönau, eine beeindruckende Bilanz. Der Leistungssport habe sich vom Bodensee bis zur Bergstraße stetig weiterentwickelt. Mit der überlegenen Weltmeisterin Maleika Mihambo aus Oftersheim, dem Drittplatzierten im Speerwerfen Johannes Vetter aus Offenburg sowie dem Siebtplatzierten Geher Carl Dohmann aus Freiburg war der BLV im Vergleich zu anderen Landesverbänden dort äußerst erfolgreich. Seit 2011 konnten bis zur diesjährigen WM 30 internationale Titel bei Welt- und Europameisterschaften, Team EM und Diamond -League-Finals errungen werden. Nicht weniger als 200 nationale Titel in allen Altersklassen dokumentieren weiter die Erfolgsbilanz.

Die Digitalisierung hat in vielen Bereichen Einzug gehalten. Das Genehmigungsverfahren von Veranstaltungen oder die Erstellung der Startpässe beispielsweise können nun papierlos abgewickelt werden. Im nächsten Jahr steht das vom nationalen Verband (DLV) forcierte Wettkampfprogramm Seltec den Vereinen kostenlos für die Abwicklung von Wettkämpfen zur Verfügung.

Größere Laufveranstaltungen, an der Spitze der Freiburger Marathon, werden von der Geschäftsstelle in Karlsruhe fachmännisch unterstützt. Diese Großveranstaltung in der Breisgau-Metropole wird auch im kommenden Jahr mit der parallel ausgetragenen Deutschen-Halbmarathon -Meisterschaft gekoppelt. Nach dem gelungenen Auftakt in diesem Jahr soll im Rahmenprogramm 2020 wiederum das badische Finale in der Kinder-Leichtathletik stattfinden.

Verbesserte Sportstätten

Ottmar Heiler, Vorsitzender des Kreises Neustadt und Abteilungsleiter Leichtathletik im TB Löffingen, die für die Ausrichtung des Verbandstags verantwortlich zeichneten, stellte seinen Wirkungsbereich vor. Deutsche Meistertitel durch Tatjana Steidle, Tilmann Boehm oder die Vizemeisterschaft durch die neue Neustädter Bürgermeisterin Meike Folkerts waren nur möglich durch qualifizierte Trainer und immer wieder verbesserte Sportstätten. Auf den Anlagen in Löffingen konnten viele Spitzenathleten wie Heinz Weiß, Christoph Sahner und Betty Heidler ihren letzten Schliff vor größeren Meisterschaften holen. Heute halten viele Vereine im Hochschwarzwald ihre Trainingslager ab. Landtagsabgeordneter Reinhold Pix überbrachte die Grüße der Landesregierung. Abgesichert durch den Solidarpakt, flossen reichlich Gelder in den Landessportbund sowie an die drei Sportbünde Baden-Süd (Freiburg), Baden Nord (Karlsruhe) und Württemberg (Stuttgart). Als eine Folge dieser Bezuschussung konnten die Gelder für geprüfte Übungsleiter von 1,80 Euro auf 2,50 Euro pro Stunde angehoben werden. Ebenso konnte der Vereinssportstättenbau unterstützt werden.

Lehrgangsarbeit verbessert

BSB-Präsident Gundolf Fleischer lobte die sehr gute Zusammenarbeit seines Sportbunds mit dem BLV. Insbesondere die Leichtathletikanlagen an der Sportschule in Steinbach wurden generalsaniert und erweitert, so dass zusammen mit Offenburg ein neuer Leistungsstützpunkt entstehen konnte. Auch die Lehrgangsarbeit konnte auf den Außenanlagen wesentlich verbessert werden, was der anwesende Sportschulleiter Christian Reinschmidt bestätigen konnte. An seiner Einrichtung wird im kommenden Frühsommer ein Breitensportkongress ausgerichtet.

Bewährt habe sich die Arbeit im Freiburger Olympiastützpunkt, dessen Existenz im Rahmen der Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit der Bundesregierung lange fraglich war. Fleischer und auch der kurzfristig nach Löffingen gereiste langjährige LSV-Vorsitzende Dieter Schmidt-Volkmar hatten sich mit großem Engagement für den Fortbestand eingesetzt und auch für den OSP Rhein-Neckar die Bestandsgarantie erkämpfen können.

Neue Strategien nötig

In ihrem Grundsatzreferat über "Aktuelle Herausforderungen für Sportdeutschland" stellte die Vorstandsvorsitzende des DOSB, Veronika Rücker, zentrale Themen des sportlichen Miteinanders in den Vordergrund. Integrität, Ehrlichkeit, Fairplay, Vorbildwirkung auf und neben dem Platz sowie Teamgeist sollen von den Sportlern gelebt werden. Strategien für einen modernen Sport sollen ausgebaut werden. Dazu zählt der Ausbau moderner Strukturen und Arbeitsweisen. Die Potentiale und die Effizienz der Mitarbeiter sollen verbessert werden. Unabdingbar sei aber auf jeden Fall eine weitere Aufwertung der Arbeit im Ehrenamt.

In einer Talkrunde mit Carl Dohmann, Siebter der vergangenen WM über 50-km-Gehen, und dem langjährigen Bundestrainer Rüdiger Harksen aus Mannheim, die von SWR 1-Moderator Bernd Hefter professionell geleitet wurde, erzählte der Geher von seinem "Leidensmarsch" in Doha zu mitternächtlicher Stunde bei immer noch fast 40 Grad Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit ohne Zuschauer. Eispakete in einer besonders kreierten Mütze mit Eiswürfel auf dem Kopf und im Nacken sorgen wenigstens für eine kurzweilige Erfrischung. Harksen, der im Laufe seiner fast vier Jahrzehnte dauernden Tätigkeit als Trainer im Hochleistungssport viele Sportlerinnen und Sportler zu Medaillen bei den höchsten Meisterschaften geführt hatte, stellte einige Erfahrungen in seiner Trainerpraxis vor. Auffallend war, dass die meisten seiner Athleten im gleichen Verein von Kindesbeinen an betreut wurden und an gleicher Stelle auch die Höchstleistungen erreichten. In seinem Verein, der MTG Mannheim, gelingt dies durch eine hochkarätige Betreuung und durch optimale sportliche Einrichtungen und die berufliche Absicherung.

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