Mehr als 1000 Läufer haben bei dem Sonnwendlauf teilgenommen. Darunter auch Vasilii Leminskii (rotes Oberteil), der die zehn Kilometer unter den Herren am schnellsten absolviert hat. Foto: Kiryakova

Beim 17. Sonnwendlauf sind nicht nur Sportler, sondern auch Kinder und sogar Kameraden der Feuerwehr Seelbach an den Start gegangen. Auch Rabea Schöneborn war dabei, die sich für ihre Olympia-Qualifikation vorbereitete. Für Bürgermeister Thomas Schäfer „eine einzigartige Stimmung“.

Es war ein Lauftag, an den man sich in Seelbach und der Region noch lange erinnern wird: Insgesamt 1004 Teilnehmer gingen in den verschiedenen Läufen beim 17. Sonnwendlauf in Seelbach an den Start.

Im Interview verneigte sich die 45-fache Deutsche Meisterin und dreifache Olympiateilnehmerin Sabrina Mockenhaupt-Gregor vor dem Seelbacher Publikum. „Ganz ehrlich, ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, als ich hier reingelaufen bin. Ihr seid ein ganz tolles Publikum“, äußerte sich „Mocki“ am Mikrofon unter Beifall und versprach, im nächsten Jahr gerne wiederzukommen. Ihr Auftritt sowie der Start von Marathon-Team-Europameisterin Rabea Schöneborn (Team Peter Huber Kältemaschinenbau) aus Berlin lockte bei bestem Wetter die Zuschauermassen nach Seelbach.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Seelbach war bei dem Spendenlauf dabei. Foto: Kiryakova

Dicht an dicht drängten sich die Laufsportfans hinter den Absperrungen und auch auf der Strecke herrschte an den „Music-Points“ und bei privaten Hoffesten eine ausgelassene Atmosphäre. Groß war die Spannung im Vorfeld auch in der Herren-Konkurrenz. Mit Vasilii Leminskii aus Münstertal hatte sich ein Läufer nachgemeldet, der von Beginn an der Konkurrenz davon lief. Schon auf der ersten Fünf-Kilometer-Schleife hatte er 24 Sekunden zwischen sich und Verfolger Norman Junker vom Running Team Ortenau gelegt.

252 junge Läufer beim Bambinilauf dabei

Für Rabea Schöneborn war es nach über elfwöchiger Verletzungspause der erste Schritt in Richtung ihres großen Ziels – der Olympia-Qualifikation für Paris. Wie sehr die 29-Jährige die Atmosphäre genoss, zeigte ihr Lächeln bei den Durchläufen an Start und Ziel. „Es hat Spaß gemacht, wie die Zuschauer mitgegangen sind. Ich habe mich gefreut, endlich wieder im Wettbewerb laufen zu dürfen“, sagte sie.

Bereits am Nachmittag waren zur Eröffnung des Lauftags 252 Kinder bei den Bambini-und Kinderläufen auf die verkürzten Strecken von 333 bis 2000 Meter gegangen. Lautstark angefeuert von Eltern, Geschwistern, Großeltern und Freunden waren die Jüngsten mit Eifer bei der Sache.

Zahlreiche Zuschauer feuerten die Läufer an. Foto: Kiryakova

Ein großer Erfolg war auch die Premierenausgabe von „Lauf los – der Sonnwendlauf-Charity Run“ zugunsten des Wünschewagen-Projektes des ASB Südbaden, der eine Stunde vor dem Hauptlauf gestartet wurde und 125 Sportler anlockte. Gelaufen wurde eine Teilstrecke der Sonnwendlauf-Schleife über drei Kilometer ohne Zeitmessung. Die Freiwillige Feuerwehr Seelbach war mit 23 Wehrleuten im Feld vertreten, die in kompletter Ausrüstung und teils mit Atemschutz eine Übungseinheit der besonderen Art absolvierte. Auch das ASB-Team selbst war mit 20 Läufern dabei.

Noch weit nach Ende aller Läufe feierte Seelbach eine große Sonnwendlauf-Party. „Es war heute wieder eine einzigartige Stimmung. Vielen Dank an alle Helfer, an alle Sportler und Zuschauer“, äußerte sich Schirmherr Thomas Schäfer nach seinem 16. und letzten Sonnwendlauf als Bürgermeister der Gemeinde Seelbach.

Info – Die Bestzeiten

Frauen:
Erste wurde Sabrina Mockenhaupt-Gregor („S ́Blumehäfele“Ettenheim; 36:19 Minuten). Rabea Schöneborn (Peter Huber Kältemaschinenbau; 38:51) landete auf dem zweiten und Lara Freudenreich (LFV Schutterwald; 42:19) auf dem dritten Platz.

Herren:
Vasilii Leminskii (Münstertal; 31:02) wurde erster, Norman Junker (Running Team Ortenau; 31:36) zweiter und Lukas Borghardt (TV Bad Säckingen; 32:06) dritter.

Staffel:
Erster wurden Tobias Walter und Henri Hansert (Running Team Ortenau; 35:08). Sebastian Gnädig und Aaron Kimmig (Running Team Ortenau; 35:48) holten sich den zweiten Platz. Dritter wurden Kerstin Hansmann und Salvatore Corriere (TV Bühl; 39:05).