Das Angebot dieses Sonntagstreffs als „Familiy Day“ war unschlagbar und ließ sowohl die Kinder- als auch die Elternherzen höher schlagen.
Wohl kaum hatte sich jemals die Löwenzahnhalle beim Langenauer Sonntagstreff mit solchem Besucherandrang gefüllt. Der Langenauer Sonntagstreff ist eine Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde, der Ortsverwaltung und dem Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona. Angesagt hatte sich „Mr. Joy“ als professioneller, preisgekrönter und christlicher Illusionskünstler, Artist, Jongleur und Comedian. Veranstalter Arno Graf als Vertreter des Diakonissenhauses St. Chrischona und Karsten Strohhäcker alias Mr. Joy kennen sich seit Jahrzehnten. Mr. Joy ist neben seiner zauberhaften Arbeit studierter Theologe und Religionswissenschaftler. Arno Graf freute sich auf seinen Bekannten und sagte: „Seine Präsentation ist jeweils wie eine Pralinenschachtel – man weiß nie, was kommt“.
Kinder wurden in die Show einbezogen
Mehrere dutzende Kinder in den ersten Bankreihen warteten ungeduldig auf den Zauberer, dann zählten sie den Countdown mit, der vom Projektor vorgegeben war. Im Nu hatte Mr. Joy seine Gäste, besonders die Kinder, in seinen Bann gezogen. Dann ging es Schlag auf Schlag, es folgte ein Zauberstück nach dem nächsten. Leuchtende Jonglage-Bälle nahmen in seinen Händen zunehmend Fahrt auf, eine Flasche bildete sich überraschend im gerade eben bemalten Zeichenblock und fiel aus der Rolle. Einen Aufstieg unter einem Tuch schaffte er mittels der „dünnen Luft des Everest“. Mr. Joy hatte eine aufwändige Show innerhalb eines großen Requisiten-Equipments vorbereitet. So kam er trotz seiner großen Fitness zeitweise selbst außer Atem beim Tempo der Abfolge seiner Kunststücke - und seinen religiösen Botschaften.. Das Publikum - ob klein oder groß - kam oft aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Ein Taschentuch versenkte er in einer großen Flasche und brachte dieses nach seinen Vorgaben zum wilden Tanz. Zauberhaft ging es weiter: Er verschluckte eine meterlange Luftballon-Schlange, diese verschwand in seinem Mund. Daraufhin holte er eine endlos lange Plastikrolle aus seinem Mund, nachdem ein Kind auf seinen Bauch drücken durfte.
Er berichtete: „Wir machen alle Fehler“ und verband diese Aussage mit einer religiösen Botschaft. Auch berichtete von einem Gleichnis mit seinem Vater, der einen von ihm angerichteten Schaden beglichen hatte und meinte. „Gott vergibt meine Schuld“. Auch eine kindgerechte Passionsgeschichte wurde vorgetragen. Während der bemerkenswerten Jonglage malte er Bilder mit den in der Luft fliegenden Bällen. Dazu gab es auch ein Vater-Unser, das die Anwesenden mitbeten sollten.
Während der Jonglage gelang es dem Künstler quasi nebenbei, mehrfach in einen mitjonglierten Apfel zu beißen. Mr. Joy integrierte häufig die Kinder in seine Show ein - einen Jungen ließ er auf einem Brett schweben, dessen Untergestell er entfernt hatte.
Zauberkunst trifft christlichen Glauben
Die Kinder durften in der Halle bei seiner Show assistieren. Es kamen bewundernde Rufe des Staunens, jubelnder Applaus, Lachen, und laute Kinderschreie, um auf (scheinbare) Unaufmerksamkeiten des Zauberers bei mutmaßlichen Mißgeschicken hinzuweisen.
Das Publikum war begeistert über seinen Auftritt mit einem Einrad , während er auf der Bühne mit einem Kind auf den Schultern kreiste. Das Rad wurde von ihm auch als Zauberwerkzeug benutzt. Innerhalb seiner Show war Mr. Joy bestrebt, seine Zauberkunst mit christlichem Glauben als gelungene Kombination zu präsentieren.
Nach knapp eineinhalb Stunden verabschiedete sich der Illusionskünstler, das Publikum hatte einen beeindruckenden und unvergesslichen Nachmittag erlebt und spendete anhaltenden und begeisterten Beifall.