Die Fasnet ist so sonnig und warm wie lange nicht mehr. Die Hexen haben nicht nur Schnaps, sondern die Wasserpistole dabei. Prachtvoller Umzug als Höhepunkt.
Der Rosenmontagsumzug in Horb. Höhepunkt der Fasnet. Und diesmal ein Mix aus Ballermann, Rio und Tradition.
Es war echt heiß beim Umzug. Schon bevor es losging, wurde der kleine Platz zwischen Schiller-Apotheke und Dönerladen zum Strand. Das wurde das Fell ausgezogen und es wurde gesonnt.
Dann ging es endlich los – mit Verspätung. Wahrscheinlich mussten sich die Teilnehmer erst mal richtig abkühlen, ehe es ins knallwarme Häs ging. Und bei diesem Sommerfeeling lässt das Grafenpaar Marie Dörr und Felix Weisser den Schleck so richtig regnen. Die Fleggazoddla heizen richtig ein, ehe der Narrenrat mit Narri-Narro in bester Stimmung das Publikum anheizt. Die Turmschurken spannen das erste Mädel in den Pranger – und ab geht die wilde Sause!
Junge Mädels verlieren ihre Schnürsenkel
Diesmal besonders im Mittelpunkt: Der Narrensamen und die jungen Mädels. Die verlieren diesmal nicht nur ihre Schnürsenkel, sondern werden sogar ins Hopfenfass gesteckt. Das Bier wär ihnen wahrscheinlich lieber.
Aber egal: Die Bauzler servieren Schnaps, die Narrenzunft Hochdorf fährt ihren Häs-Kollegen im Einkaufswagen rum, und im kühlen Schatten der Neckarstraße zeigt ein junges Mädchen, was sie im Seilhüpfen draufhat: Die Hexen drehen, sie schafft 22 Mal. Und zur Abkühlung kommen gleich die närrischen Kollegen vorbei: Eine Hex hat sogar die Wasserpistole dabei und kühlt das Publikum ab.
Drehwurm im Kreisel
Wem vom Feiern noch nicht der Kopf dreht, für den gibt es den „Kotz-Kreisel“ der Eutinger Hexen. Die netten Mädels aus dem Gäu kommen diesmal rothaarig daher mit kleinen Hörnle auf den Haaren.
Und Blue Grass aus Sindelfingen zeigen, dass es auch nördlich des Fasnets-Äquator richtig abgehen kann: Das fetzigste Trio rockt zu dritt: Mama an der Posaune, die beiden Söhne an den Drums.
Das Symbol für den sonnigsten Horber Rosenmontags-Umzug.