Wo jetzt noch ein überdachtes Parkdeck zu sehen ist, werden neue Schulräume entstehen. Foto: Jutta Schütz

Der Erweiterung der Sonnenrain-Grundschule in Rheinweiler steht nichts mehr im Wege.

Der Gemeinderat stimmte fast einstimmig einem Bauantrag zu, der die Umänderung von bisher überdachten Parkplätzen zu Räumlichkeiten mit Ganztagesraum, Betreuerbüro, Küchenzeile, Schullager, Technikraum und WCs vorsieht. Es gab eine Enthaltung. Der Um- und Ausbau wird rund 1,7 Millionen Euro kosten.

 

Die Grundschule wurde in den vergangenen Jahren immer wieder umgebaut oder erweitert. Vor wenigen Jahren entstand der südliche Anbau – dabei wurden die in diesem Bereich liegenden Parkplätze mit den neuen Räumen überbaut. Jetzt sind auf dieser Parkfläche die neuen Räume geplant. Es entsteht also ein geschlossener Anbau.

Direkte Parkmöglichkeiten für das Lehrpersonal fallen weg. Im nahen Umfeld, beim Kindergarten und am Bahnhof Rheinweiler stehen aber fußläufig Parkplätze zur Verfügung. Darauf wies Bürgermeister Carsten Vogelpohl hin.

Notwendig wird die Erweiterung, weil die bisher bestehenden Räume in der Grundschule ausgelastet sind. Denn: Die Schule wird derzeit von 188 Grundschülern besucht. Rektor Marius Grether war im Rat anwesend und berichtete, dass die Schülerzahl auf 200 ansteigen könnte, „bevor es dann bei den Anmeldungen wieder mal eine Delle nach unten geben wird“.

Lösung für größere Veranstaltungen

Das Projekt wurde dem Gemeinderat bereits vor längerer Zeit vorgestellt. Die Baupläne hatte dabei das Büro Schramm-Klein-Bregenhorn erarbeitet. Bauamtsleiter Marc Braun fasste noch einmal die wichtigsten Fakten zusammen. Zwei Räume sind 64 und 67 Quadratmeter groß und als Ganztagesräume konzipiert. Sie sind durch eine Faltwand, die sich zurückziehen und zuziehen lässt, getrennt. Einer der Räume erhält eine Küchenzeile. Zur Straße hin werden zwei große Fenster eingebaut. Die Bauzeit betrage ein Jahr.

„Die Faltwand ermöglicht es, dass aus zwei Räumen bei Bedarf ein großer Raum werden kann. Da wir keine Aula haben, bietet diese Lösung für uns auch mal für größere Veranstaltungen Möglichkeiten“, erklärte Grether. Die Küche könne für gemeinsame Projekte mit Schülern, etwa wie jetzt in der Vorweihnachtszeit zum Plätzchen backen, genutzt werden, fuhr der Schulleiter fort.

Alle Flächen ausgenutzt

Alle verfügbaren Flächen sind nun baulich am Schulstandort ausgenutzt. Gemeinderat Wolfgang Müller (FW) ärgerte sich deshalb im Nachhinein, dass sich die Gemeinde damals, als die erste größere Erweiterung der Schule vor mehreren Jahren Thema war, nicht entschlossen hatte, auf der grünen Wiese im Bereich „Rheinstraße Nord“ die Grundschule komplett neu zu bauen, was platzmäßig viel mehr Möglichkeiten eröffnet hätte. „Die Schülerzahlen, die uns damals vorlagen, haben einfach nicht gestimmt – wir haben heute viel mehr Schüler als damals angenommen wurden“, erinnerte er.

Bürgermeister Vogelpohl gab zu, dass es ein „Traum wäre, auf einer grünen Wiese eine Schule komplett neu bauen zu können“. Die Planungen aber seien „leider auf den bisherigen Schulstandort fokussiert“ gewesen. Eventuell gebe es im Notfall die Möglichkeit, ein Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu nutzen, ergänzte er. Gemeinderat Manfred Fräulin (FW) konstatierte, es sei eine teure Lösung, diese aber sei wegen der hohen Schülerzahlen notwendig.