Das Sonnenbädle hat eine lange Tradition: Auf dem Gelände im Gürgele ist bereits seit 1908 Badebetrieb. Foto: Kratt

Sonnenbädle: Abteilung blickt auf viele Veranstaltungen zurück / Engagiertes Team hilft rund um die Anlage

Eine typische Badesaison gab es im Sonnenbädle in diesem Jahr zum wiederholten Male nicht. Dennoch hat das Team das Beste aus dem Sommer gemacht und ist mehr als zufrieden mit der Bilanz.

VS-Schwenningen. Dort, wo Schwenningen fast zu Ende ist, erstreckt sich mit dem Sonnenbädle, den Tennisplätzen, den Wohnmobilstellflächen und dem Saunabereich im Gürgele ein herrliches Kleinod. Rund um die Sonnenbädle-Anlage wird an diesem Abend wieder fleißig gewerkelt. Uwe Schondelmaier, Vorsitzender der Abteilung Sonnenbädle des Schwenninger Naturheilvereins, räumt das große Zelt von der Wiese in Richtung Haus. Am Wochenende findet wieder eine Geburtstagsfeier statt, und weil die Wettervorhersage noch nicht eindeutigist, will man lieber auf Nummer sicher gehen, erklärt Schondelmaier.

Vor rund zwei Jahren hat er ein rühriges und engagiertes rund zehnköpfiges Team auf die Beine gestellt, mit dem er zusammen den Betrieb des Sonnenbädle stemmt. Coronabedingt habe das Baden im kleinen Becken in der vergangenen sowie in dieser Saison nicht stattfinden können. Nicht, weil es die Bedingungen grundsätzlich nicht erlaubt hätten, sondern, weil durch die Auflagen ein größerer Organisationsaufwand nötig gewesen wäre. "Das hätten wir personell nicht hinbekommen", erklärt der Vorsitzende.

Doch untätig war man in der Abteilung keineswegs. Zum einen wurde die Zeit genutzt, um die Anlage zu erneuern, mitunter Rohre auszutauschen, das Becken zu reinigen. Die letzten Handgriffe würden in den nächsten Wochen erfolgen. Zum anderen wurde viel getan, um dennoch Menschen ins Gürgele zu locken. "Wir haben in diesem Sommer den Fokus auf den Kioskbetrieb gesetzt", erzählt Kassierin Karin Stoll Auch die Außenanlage wurde aufgehübscht und ein buntes Blumenbeet gepflanzt. Zudem hat die Abteilung, die seit 2018 nach deren Auflösung die Tennisabteilung des Naturheilvereins übernommen hat, einen der drei Tennisplätze nebenan auf Vordermann und wieder nutzbar gemacht.

Immer freitags – auch jetzt noch in der Spätsaison bei gutem Wetter – ist der Biergarten geöffnet. Vereine kommen regelmäßig. Das Sonnenbädle-Team blickt ebenso auf mehrere Geburtstagsfeiern, Konfirmationen und Taufen zurück, die auf der Wiese und im Zelt stattgefunden haben. Auch eine Einschulungsfeier steht noch an. Zudem seien vor den Ferien wieder mehrere Klassen der Schwenninger Grundschulen gekommen, um den Schuljahresabschluss zu feiern. "Unsere Anlage hat sich zu Corona-Zeiten besonders dafür angeboten. Hier ist Platz, hier kann man sich austoben", schwärmt Uwe Schondelmaier.

Doch er muss auch zugeben: Gäbe es die Einnahmen durch den Kioskbetrieb nicht, "wären wir bankrott". So hofft die Abteilung, im kommenden Jahr von noch mehr Manpower zu profitieren, um den Badebetrieb wieder starten zu können. Bis dahin ist allerdings einiges zu tun: Bis zum Saisonende im Oktober sollen noch einige Aktionen im Sonnenbädle stattfinden, unter anderem sind Schlachtplatten-Abende geplant.

Dann werde die Anlage allmählich winterfest gemacht. Doch auch im Inneren des Hauses, das Stück für Stück renoviert wird, wartet noch ein Haufen Arbeit. So soll in Kürze der Boden ausgetauscht werden. "Es gibt eigentlich immer etwas zu tun", fasst Karin Stoll zusammen. Mit viel Herzblut und Arbeitseifer trägt jeder der Aktiven seinen Teil zum Vorankommen bei. Wenn Arbeit ansteht, gebe es immer einen Rundruf, wer helfen könne. Ein paar Leute kämen immer.

Und auch Ideen, was in Zukunft noch zu optimieren und aus dem Kleinod herauszuholen ist, gebe es genügend. "Wir sind eine sensationelle Truppe", sagt Uwe Schondelmaier schließlich, und ist froh, nach vielen vereinsinternen Unruhen vor einigen Jahren endlich Konstanz rund ums Sonnenbädle zu haben.

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