Für die Dachsanierung bei der Ludwig-Uhland-Schule sind für 2027 eine Million Euro eingeplant. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen des Bundes. Foto: Wolfgang Krokauer

Schömberg bekommt in den nächsten Jahren rund 5,3 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes. Bei den anstehenden Sanierungen stehen besonders zwei Gebäude im Mittelpunkt.

Das Land stellt aus dem Sondervermögen des Bundes den Kommunen Mittel zur Verfügung. Der Gemeinde Schömberg stehen bis zum 31. Dezember 2036 rund 5,3 Millionen Euro zur Verfügung. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ging es um die Verwendung der Mittel.

 

Im Haushaltsentwurf für dieses Jahr ist aufgeführt, wofür das Geld verwendet werden soll. Gemeinderat Christoph Eck (CDU) sagte, dass er Bauchweh habe, wenn der Gemeinderat schon jetzt über Ausgaben in Höhe von 5,3 Millionen Euro entscheide. Er schlug vor zu warten, bis der neue Bürgermeister sein Amt angetreten habe. Sonst seien dem neuen Rathauschef Handlungsmöglichkeiten genommen.

Leerlauf bei den Projekten vermeiden

Jörg Krax (MUZ) dagegen meinte, dass das Gremium schon jetzt über eine Priorisierung reden sollte. Er regte an, diejenigen Maßnahmen zu beschließen, die 2027 oder 2028 verwirklicht würden. Wenn der Gemeinderat nun über einige Vorhaben entscheide, gebe es keinen so langen Leerlauf. Dann könnten bereits 2026 vorbereitende Arbeiten erledigt werden. Es sollte nicht bis nach der Sommerpause gewartet werden.

Benedikt Teufel (UWV) ergänzte, dass nicht gleich alles komplett beschlossen werden müsse. Friedbert Stahl (CDU) begrüßte den Vorschlag von Krax. Auch Kämmerer Ralf Busse befürwortete die Idee.

Das Gremium beschloss, 2027 das Dach der Ludwig-Uhland-Schule in Angriff zu nehmen. Dafür sind im nächsten Jahr Ausgaben in Höhe von einer Million Euro vorgesehen.

Auch das Sanieren des Rathauses steht nächstes Jahr auf dem Programm. Dafür sind Ausgaben in Höhe von 900 000 Euro eingeplant.

Für das Sanieren des Rathauses will die Gemeinde Schömberg 900 000 ausgeben. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen des Bundes. Foto: Wolfgang Krokauer

Angesichts der Haushaltsnöte der Gemeinde steht aber nicht nur das Ausgeben, sondern auch das Sparen an.

So hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse der Haushaltsstrukturkommission zur Kenntnis genommen. Zudem beauftragte das Gremium die Verwaltung, die Ergebnisse der Kommission an die Kommunalaufsicht im Landratsamt weiterzuleiten. Bei der Genehmigung des Haushalts 2025 machte das Landratsamt Calw zur Bedingung, dass die Gemeinde ein Konsolidierungskonzept vorlegt.

Beim Tourismus soll eine Stelle eingespart werden

Die Haushaltsstrukturkommission erarbeitete eine ganze Reihe von Sparmaßnahmen. So soll die Touristik und Kur (TuK) langfristig eine Stelle einsparen. „Frei werdende Stellen sollen grundsätzlich nicht wiederbesetzt werden.“ Bereits im November beschloss der Gemeinderat den Ausstieg aus Konus. Mit Konus ist es für Touristen möglich, Busse und Bahnen in der Ferienregion Schwarzwald kostenlos zu nutzen. Das ist zumindest in Schömberg ab 2027 nicht mehr möglich. Dadurch spart die Kommune jährlich rund 90 000 Euro.

2027 steigt die Gemeinde Schömberg aus Konus aus. Touristen können damit nicht mehr kostenlos Bus und Bahn nutzen. Foto: Wolfgang Krokauer

Bei der Kurhausbücherei wurde zumindest in den Raum geworfen, bei einer eventuellen Neubesetzung der Stelle den Umfang auf eine geringfügige Beschäftigung zu reduzieren. Außerdem prüft die Verwaltung, ob bei der EDV gespart werden kann. Gesondert beraten werden soll unter anderem über die Ortschaftsräte, die Vereinsförderung, den Integrationsmanager und wie Kalle (Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche) sowie das Familienzentrum fortgeführt werden sollen. Nicht gespart wird beim Mitmachzirkus des Trägervereins JuKi Schömberg. Er ist vom 3. bis 8. August. An dem Zirkus dürfen bis zu 130 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Der Gemeinderat beschloss, einen Zuschuss in Höhe von zehn Euro pro teilnehmendem Kind zu gewähren. Die Kosten für die Kommune belaufen sich auf rund 1300 Euro.