Die Talbrücke Neckarburg zwischen Rottweil und Oberndorf wurde Mitte der 1970er-Jahre erbaut. Seit vergangenem Jahr laufen Sanierungsarbeiten. (Archiv-Foto) Foto: Otto

169 Milliarden Euro will der Bund bis 2029 in moderne Brücken, Schienen und Straßen investieren. Aber wie viel kommt der A81 im Kreis Rottweil zugute?

Die Bundesregierung spricht von Rekordinvestitionen – und davon, Versäumnisse korrigieren und jetzt unter anderem massiv in Straßen und Brücken investieren zu wollen. Durch das Sondervermögen des Bundes stehen von 2025 bis 2029 mehr als 30 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als davor, allein 14 Milliarden davon für neue Bundesstraßen und Autobahnen. Bundesweit gibt es rund 13 200 Kilometer Autobahn. Wie viel davon also wird in die A81, die wichtigste Verkehrsader im Kreis Rottweil, investiert? Wir fragen bei der Autobahn GmbH nach.

 

Die klärt zunächst auf: „Es gibt kein strecken- oder bundeslandbezogenes Budget. Das Sondervermögen wird bundesweit nach Bedarf eingesetzt.“

Priorisiert werde nach der Zweckbestimmung des Sondervermögens gemäß des Bundeshaushalts. „Die Mittel dienen der Erhaltung der Brücken und Tunnel im Bestandsnetz der Bundesfernstraßen. Dazu können auch Fahrbahnsanierungen gehören, sofern sie in unmittelbarem baulichen Zusammenhang mit diesen Bauwerken stehen“, heißt es.

Maßnahmen auf der A81

Und welche konkreten Maßnahmen auf der A81 werden durch das Sondervermögen unterstützt? Für die Jahre 2025 und 2026 befänden sich mehr als 20 Maßnahmen auf der A81 in der Finanzierung durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, teilt der Sprecher der Autobahn GmbH dazu mit.

Im Bereich der Außenstelle Freiburg, in deren Zuständigkeit auch die A81 im Kreis Rottweil fällt, gehöre dazu die Instandsetzung der Mühlbachtalbrücke zwischen der Anschlussstelle Empfingen und der Anschlussstelle Sulz. „Baubeginn war hier 2025. Das Bauvolumen hat einen Wert von rund 15 Millionen Euro.“

Ab April beginne darüber hinaus die Generalinstandsetzung Brücke über die A81 bei Oberbaldingen. Die Kosten liegen hier bei rund einer Million Euro.

Beschleunigt das Sondervermögen auch einen Ausbau oder eine Sanierung auf der A81? Es könne insbesondere dort zu einer Beschleunigung beitragen, wo Brücken oder Tunnel ertüchtigt oder erhalten werden müssten, oder wo Fahrbahnsanierungen in unmittelbarem Zusammenhang mit diesen Bauwerken stünden, heißt es weiter von einem Sprecher der Autobahn GmbH. Dabei können Projekte so lange profitieren, wie Mittel aus dem Sondervermögen bereitstehen – sofern die Maßnahmen der Zweckbestimmung entsprechen.

Viele Brücken in keinem guten Zustand

Zu tun gibt es jedenfalls genug. Eine Analyse der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken ergab Ende 2024, dass sich viele Autobahnbrücken in Baden-Württemberg in einem besorgniserregenden Zustand befinden.

Besonders betroffen seien Brücken entlang der Autobahn A81 zwischen Würzburg und Singen, hieß es. Zu den stark beschädigten Bauwerken zählte unter anderem die Talbrücke Neckarburg bei Rottweil, deren Sanierung im April 2025 begonnen hat und in zwei Jahren abgeschlossen sein soll.

Auf unsere Frage an die Autobahn GmbH, ob die Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes ausreichend seien, heißt es nur: Das Sondervermögen schaffe für die Brücken- und Tunnelerhaltung eine verlässliche Finanzierungsgrundlage.