Einen Vorgeschmack gibt es bereits 2021 beim Warm-Up für den Sommersound – Corona geschuldet. Foto: Eich

Es ist das Mega-Event dieses Sommers in VS: Wincent Weiss, die Country-Rocker von The BossHoss, "die da" – womit natürlich Die Fantastischen Vier gemeint sind – und Mark Forster, sie alle kommen in die Doppelstadt. Und mittendrin zwischen den beiden großen Stadtbezirken wird Villingen-Schwenningen gerade zum Sommersound VS.

Villingen-Schwenningen - Lange mussten die Fans, aber auch die Stars auf dieses Konzertereignis warten. 2021 gab das Warm-Up mit Stars wie Revolverheld, Alvaro Soler, den Dorfrockern und Joris schon einen ersten Vorgeschmack auf das, was dieses Jahr endlich wahr wird: Ein Mega-Open-Air mit den ganz großen Namen der Musikszene, voraussichtlich obendrein gekrönt von bestem Sommerwetter.

Catering für jeden Geschmack

Schon vor den Festivaltagen geraten indes die Helfer und Organisatoren der Agentur Karoevents und des Schwarzwälder Boten sowie in dessen Großdruckerei, dem Druckzentrum Südwest, ins Schwitzen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Bei Martin Müller, dem Programmverantwortlichen von Karoevents, laufen die Fäden in diesen Tagen zusammen. Er hält sie fest in der Hand, während das Gelände des Druckzentrums auf Herdenen sich langsam zum perfekten Festivalgelände mausert. Die Absperrgitter stehen schon bereit, am Mittwoch werden die 40-Tonner mit den Bühnenteilen erwartet, dann geht es Schlag auf Schlag: Über das Gelände verteilt werden vier Cateringbetriebe ihre Essensstände aufschlagen – Flammkuchen – vegetarische oder klassischer Art versteht sich –, Grillwürste, Burger und Pommes wird es geben – und wie das zu einem richtigen Sommerfestival gehört, wird auch ein Eiswagen anrollen. Hinzu kommen die Getränkestände mit kühlem Nass von Fürstenberg und Bad Dürrheimer. Und dann wären da noch die Rückgabestellen für selbiges: zwei große Toilettenwagen parken dann rechts neben dem Haupteingang, selbst an Behinderten-WCs wurde gedacht.

Backstage im Druckzentrum

Auch drinnen tut sich einiges: Das Foyer wandelt sich zum Künstlerbereich – Wincent Weiss, die Fantas und Co. sollen sich dort umziehen oder auf ihre Auftritte vorbereiten können, wo sonst Besucher auf die bevorstehende Führung durch die Großdruckerei eingestimmt werden. Apropos Backstage: Exotische Sonderwünsche, wie sie manche Diva unter den Stars gerne äußert, sind von den Sommersound-Stars wohl nicht an die Veranstalter herangetragen worden. Immerhin das lässt sich Martin Müller trotz aller in diesem Bereich sehr notwendigen Diskretion im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten entlocken.

Natürlich werde für die Künstler frisch gekochtes Essen vom Caterer geliefert, macht Martin Müller deutlich, und selbstverständlich gebe es auch hier immer wieder den Wunsch nach vegetarischer oder veganer Kost oder Lebensmittelunverträglichkeiten, die berücksichtigt werden müssen, "aber das ist alles total im Rahmen", zeigt sich Müller erleichtert. Böse über Sonderwünsche ist der Profi im Veranstaltungssegment den Künstlern ohnehin nicht: "Das ist ein anstrengender Job", zeigt er Verständnis, "sie wollen sich alle wohlfühlen, das ist doch klar" – und dafür dass das in Villingen-Schwenningen gelingt, tut das Personal hinter der Bühne sein Bestes.

"Das wäre der Super-Gau"

Das ist zahlenmäßig übrigens auf das Nötigste beschränkt – Corona lässt grüßen. Nicht auszudenken, wenn sich einer der Stars beim Festival in Villingen-Schwenningen das Virus einfinge und womöglich die noch folgenden Konzerte im gerade erst wieder erlebten Konzertsommer abblasen müsste – "das wäre der Super-Gau", findet auch Timo Fasching, der Leiter des Verlagsmarketings beim veranstaltenden Schwarzwälder Boten.

Ein dickes Ding ganz anderer Art ist längst auf dem Weg in die Doppelstadt: die Festival-Bühne. Zwölf mal zehn Meter misst die reine Spielfläche, hinzu kommen beidseitig Anbauten von zehn mal vier Metern, auf welchen die Technik wie Monitore und dergleichen verbaut werden. "Und natürlich der Technikturm", dort sitzen dann die Techniker am Drücker und sorgen für besten Sound vor der Bühne. Zwei große 40-Tonner bringen den Technikturm, hinzu kommen nochmal zwei 40-Tonner mit dem Inventar in Sachen Licht und Ton, und auch jeder Künstler bringt nochmals einen bis zwei 40-Tonner mit, an Bord: seine individuelle Technik, gegebenenfalls Pyrotechnik, Instrumente, ein Bühnenbild und was sonst noch für den perfekten Sommersound-Auftritt benötigt wird.

Info: Termine und Tickets

Das Gelände des Druckzentrums verwandelt sich vom 5. bis 7. August und das Messegelände Südwest am 12. August in eine Festival-Location, denn dann findet das Sommersound VS statt.

Neben Wincent Weiss (5. August, 20 Uhr, Druckzentrum) treten The BossHoss (6. August, 20 Uhr, Druckzentrum), Die Fantastischen Vier(7. August, 20 Uhr, Druckzentrum) und Mark Forster (12. August, 19 Uhr, Messe) auf. Einlass ist jeweils zwei Stunden vor Beginn.

Tickets für alle Veranstaltungen gibt es bereits im Vorverkauf unter www.schwabo.de/tickets oder unter der Ticket-Hotline 07423/7 87 90 (zuzüglich vier Euro Versand). Die Hotline ist immer Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr zu erreichen.

Auch an der Abendkasse gibt es – Stand heute – für die einzelnen Konzertabende noch Tickets für kurzentschlossene Besucher.

Parken können die Besucher im Gebiet auf Herdenen, allen voran auf dem großen Parkplatz des Schwarzwald-Baar-Centers, aber auch an der Straße Auf Herdenen gibt es Parkplätze oder auf dafür zur Verfügung gestellten benachbarten Firmengrundstücken. Eine stattliche Crew von Einweisern lotst die Autofahrer zum richtigen Stellplatz.