Die beste Quote holten mal wieder das Duo Thiel/Boerne aus Münster Foto: WDR

Der „Tatort“ geht in die Sommerpause - doch zuvor gehen die Stuttgarter Kommissare am Pfingstmontag noch einmal auf Verbrecherjagd. In unserer interaktiven Grafik blicken wir zurück auf die Saison.

Stuttgart/Berlin - Der Stuttgarter Fall „Freigang“ – Sendetermin am Pfingstmontag um 20.15 Uhr – ist der letzte neue Krimi vor der achtwöchigen Sommerpause, die in diesem Jahr wegen der Fußball-Weltmeisterschaft früher beginnt. Erst am 3. August 2014 geht es mit Erstausstrahlungen in der ARD weiter, dazwischen laufen Wiederholungen.

Mehr als 15 neue Krimis sollen laut ARD bis Jahresende folgen. In der laufenden Saison liefen insgesamt 35 „Tatort“-Krimis, davon 21 im laufenden Kalenderjahr.

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Ein Rückblick in Schlagworten:

Ein Rückblick in Schlagworten:

Tragödie

Das Jahr 2014 fing grausam an: Als dritter „Tatort“ des Jahres lief am 5. Januar der WDR-Krimi „Franziska“ – eine besonders düstere Folge, die aus Jugendschutzgründen erst nach 22 Uhr lief. Darin tötet ein Häftling während eines Geiseldramas die Assistentin der Kölner Kommissare und ehrenamtliche Bewährungshelferin Franziska. Ein Schock für die Ermittler und viele Zuschauer.

Einen Schrecken jagte manchem auch die Münchner Folge „Am Ende des Flurs“ Anfang Mai ein: Am Ende liegt Kommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) scheinbar tot auf dem Boden. Nach der Ausstrahlung kam die Entwarnung vom Bayerischen Rundfunk: Leitmayr lebt.

U-Bahn-Schläger

Gleich zweimal nahm sich der „Tatort“ des schockierenden Themas Gewalt im öffentlichen Nahverkehr an. In der Berliner Folge „Gegen den Kopf“ am 8. September und in dem Köln-Krimi „Ohnmacht“ am 11. Mai wurden grundlose Attacken gnadenloser Jugendlicher zum Krimistoff. Bei Experten kam das besonders gut an. In den Ranglisten von Fan-Foren wie „Tatort-Fundus“ oder „Tatort-Blog“ stürmten beide Filme rasch in die Top Ten.

Komödie

Ein klamaukiger Krimi aus Münster war mal wieder Quotensieger der Saison. Gut 12,9 Millionen Zuschauer hatte „Der Hammer“ am 13. April mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Damit ist der Film über einen Serienmörder, der sich als Superheld tarnt, nach „Summ, summ, summ“ aus dem März 2013 mit Schlagerstar Roland Kaiser der zweiterfolgreichste „Tatort“ seit 1992.

Internet

Jeden Sonntag schalten im Schnitt mehr als neun Millionen Zuschauer den „Tatort“ ein. Über wohl keine andere Fernsehsendung wird in Deutschland so viel in sozialen Netzwerken kommuniziert. Im Schnitt wird ein „Tatort“ im Anschluss noch über eine Million Mal in der Mediathek von DasErste.de aufgerufen. Am erfolgreichsten waren diese Saison „Der Hammer“ aus Münster mit rund zwei Millionen Abrufen und der Weimarer Weihnachts-„Tatort“ „Die Fette Hoppe“ mit Nora Tschirner und Christian Ulmen (1,9 Millionen).

Gewinner

Neben München, Köln, Dortmund und Kiel sorgt vor allem Österreich immer wieder für gute Krimis. Beim 50. Adolf-Grimme-Preis räumten Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser mit der am 15. September ausgestrahlten Folge „Angezählt“ den siebten Grimme-Preis in der „Tatort“-Geschichte ab. In dem Krimi aus Wien verübt ein Kind auf offener Straße einen Benzin-Brandanschlag auf eine Ex-Prostituierte. Der Deutsche Volkshochschulverband als Grimme-Preisstifter zeichnete außerdem die gesamte Krimireihe „Tatort“ mit einer „Besonderen Ehrung“ aus.

Verlierer

Kinostar Til Schweiger zieht zwar für den NDR immer noch viele Zuschauer an, verlor aber mit der Folge „Kopfgeld“ am 9. März im Vergleich zur Premiere ein Jahr zuvor zweieinhalb Millionen Zuschauer. 10,1 Millionen sahen den mit 19 Toten laut „Tatort-Fundus.de“ leichenreichsten „Tatort“ überhaupt.

Tatort Nummer 900

„Zirkuskind“ – so lautete der Titel des 900. „Tatorts“ seit Beginn der ARD-Krimireihe im Jahr 1970. Er war eine Folge aus Ludwigshafen mit Ulrike Folkerts als zurzeit dienstälteste Ermittlerin. Apropos Ulrike Folkerts: Am 26. Oktober will das Erste mit „Blackout“ den 25. Geburtstag des Lena-Odenthal-„Tatorts“ feiern.

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