In der warmen Jahreszeit ist Jacqueline Geisel am liebsten mit einem Kaffee in der Natur unterwegs. Foto: Christine Strienz

Im letzten Teil unserer Reihe „Sommerinterview“ erzählt Jacqueline Geisel, Vorsitzende des „Bürger- & Gewerbering Für Wildberg“, wie sie die warme Jahreszeit verbringt.

Jacqueline Geisel, Vorsitzende des „Bürger- & Gewerbering Für Wildberg“, macht täglich Sport, auch im Urlaub, verreist gerne und liebt gute Gesellschaft.

 

Ein perfekter Sommerabend ist für mich ...

... wenn ich an dem Tag alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe, und abends nach dem Sport auf dem Sofa, bei einem leckeren, leichten Abendessen wie einem Salat oder einer Gemüsepfanne, entspannt meine letzten verbliebenen Mails bearbeiten kann.

Wohin ging es in diesem Jahr in den Urlaub?

Im April ging es alleine für ein langes – und doch viel zu kurzes – Wochenende nach Paris, einfach eine traumhafte Stadt mit eindrucksvoller Architektur, wunderschönen kleinen Sträßchen, einem botanischen Garten, in dem ich hätte wohnen können, mehr Museen, als ich in einem Leben besuchen können werde, und vielen unglaublich netten und freundlichen Menschen. Noch geplant ist ein langes Wochenende in Athen, worauf ich schon sehr gespannt bin.

Wie können Sie dort am besten abschalten?

Indem ich die Gegend auf eigene Faust erkunde, mir die Kultur anschaue und mit den Menschen spreche, wobei ich vielleicht sogar ein paar Worte der Landessprache lernen kann.

Wie kühlen Sie sich bei großer Hitze ab?

Schwimmen im Freibad, ein großer Ventilator und ein Wasser-Spray.

Sind Sie eher der Strand-, Pool- oder der Bergtyp?

Ein bergiger Strand oder ein sandiger Berg (lacht). Im Ernst: Berg und Strand, weil ich dann etwas von der Umgebung sehe.

Mal ehrlich: Reservieren Sie Ihre Liege am Pool?

Nein, ich liege sowieso lieber auf der Wiese.

Käme Camping für Sie noch in Frage?

Ja, ich habe erst vor ein paar Wochen für eine Nacht in einem Baumhaus übernachtet (tolles Erlebnis, sehr empfehlenswert!). Im Dezember 2024 habe ich für eine Kurzreise im Auto übernachtet. Eine sehr coole Erfahrung. Nicht nur, weil man lernt, mit wie wenig man eigentlich auskommen kann, sondern auch, weil ich einen unvergleichlichen Sonnenaufgang über Rom sehen durfte, wo es weit und breit kein Hotel gegeben hätte, das mir diesen Ausblick geboten hätte.

Bleiben Arbeit und Laptop zu Hause?

Nein, sind immer mit dabei und machen mir auch im Urlaub Spaß.

Ist Ihr Handy abgeschaltet? Warum? Warum nicht?

Nein, allerdings nehme ich es auch einfach mal mehrere Stunden nicht in die Hand beziehungsweise habe es dauerhaft lautlos. Wenn ich es möchte, stresst es mich gar nicht, draufzuschauen – aber ich will nicht das Gefühl haben, dass ich es muss.

Ihre Urlaubslektüre?

„Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist“ von Autor Hans Rosling.

Treiben Sie Sport im Urlaub?

Ja, täglich – wie außerhalb des Urlaubs auch.

Welchen Trip aus der Jugendzeit würden Sie gerne noch mal wiederholen?

Die Mallorca-Rundreise mit meiner Oma. Ich hätte nicht erwartet, dass es so viel Schönes auf der Insel gibt, die vorrangig für den Ballermann bekannt (und verschrien) ist.

Und wohin würde Ihre Traumreise gehen?

Da gibt es kein bestimmtes Ziel, jede Kultur hat ihren Reiz.

Wann wollen Sie die Traumreise starten?

Ich habe mir vorgenommen, jedes Jahr ein bis zwei Ziele zu besuchen.

Wann haben Sie zum letzten Mal Urlaub zu Hause gemacht?

Vor wenigen Wochen.

Welches ist Ihr Lieblingsort im Kreis Calw, an dem Sie Ihre Seele baumeln lassen können?

Das mache ich nicht an einem bestimmten Ort fest, sondern an guter Gesellschaft. Außerdem üben verschiedene Events und Aktionen in den Kommunen im Kreis für mich immer einen großen Reiz aus. Sie verwandeln „alltägliche“ Orte in besondere, wo es sich runterkommen und eine Art Alltagsurlaub erleben lässt.

Gehen Sie zur Abkühlung ins Freibad oder lieber an den See?

Als Dauerkarten-Inhaberin natürlich ins Freibad.

Ihre Lieblingseissorte?

Ich mag mein Eis bunt gemischt, am liebsten mit einer Sorte, die ich vorher noch nicht kannte.

Welche Musik hören Sie am liebsten im Sommer?

Im Training alles, was „zimmert“, beim Autofahren alles, was ich mitsingen kann, und beim Putzen alles, was gute Laune macht.

Am meisten nervt Sie im Sommer?

Stechmücken!

Ihr Lieblings-Sommeressen?

Omas Heidelbeerpfannkuchen – fluffig-dick, nicht zu süß und mit von ihr selbst gepflückten Heidelbeeren.

Ihr Lieblingsgetränk im Sommer?

Selbstgemachter Eistee mit Minze aus meinem eigenen kleinen Kräutergarten.

Wie halten Sie’s mit der Kleiderordnung bei 35 Grad?

Ab 15 Grad habe ich gefühlt Hochsommer, also so wenig wie möglich mit so viel Abstand zum Körper, wie es geht. Da bin ich froh, dass ich im Job keinen Anzug tragen muss – und als Frau auf luftige Kleider zurückgreifen kann.

Was steht bei Ihnen jetzt nach den Ferien als wichtigstes Projekt an?

Wir starten im „Bürger- & Gewerbering Für Wildberg“ so richtig mit den Detailplanungen für die Wildberger Klosterweihnacht durch. Da wir einige neue Ideen verfolgen und den Weihnachtsmarkt um eine Erlebnisweihnacht für jüngere Besucher (Kinder und Jugendliche) ergänzen wollen, steht da noch einiges an, das wir schon mal in die Wege leiten und organisieren.

Zur Person

Jacqueline Geisel
ist Vorsitzende des „Bürger- & Gewerbering Für Wildberg“. Die Journalistin ist 35 Jahre alt und wohnt in Mötzingen.