Mit ihrem Fest bei der Bachwirtschaft erhält die Bürgervereinigung Unterschiltach die traditionellen Feste in den Zinken im Schramberger Stadtteil Tennenbronn.
Das erste große Fest im Jahr fand immer an Pfingsten statt mit Musik, Spielen und dem Wettbewerb der vier Bürgervereinigungen in Tennenbronn. Auch nach 47 Jahren der BV Unterschiltach lebt diese Tradition in der Berneck am Pfingstwochenende wieder auf. Frühschoppen und Mittagstisch im Festzelt wurden vom Musikverein Schenkenzell musikalisch warmgehalten.
Am Nachmittag ging es wieder auf der Wiese hinter dem Festzelt rund mit dem Hammellauf. Dabei können die Rundläufer mit etwas Glück einen Hammel gewinnen, wenn sie im richtigen Moment die Teilnehmerflagge in der Hand halten, wenn der Wecker die angespannte Stille im Kreis schrill unterbricht.
An diesem sonnigen Nachmittag rasselte der Wecker genau 23 Minuten nach dem Beginn des schier endlosen Rundlaufs der 51 Kinder und ihrer Begleiterinnen. Das von vielen erhoffte Rasseln war für einige ein schreckliches Geräusch, das sonst nur am Morgen aufschreckt und den Tiefschlaf abrupt beendet.
Jetzt hatten die Brüder Storz vom Kalkhof mit der kleinen Fahne ihr Glück in der Hand und das war der Gewinn des braunen Schafs vom oberen Josenhof. Der liegt auf der anderen Seite des Tals an der Altenburg, fast in Sichtweite des Kalkhofs auf der Höhe hart an der Grenze zu Hardt.
Die Kinder von Markus Klausmann hatten vor ein paar Jahren den Hammel gewonnen, den Urvater des diesjährigen braunen Schafs vom Hammellauf. Dorthin in die kleine Herde kehrt das Schaf wieder zurück, denn auf dem neuen Kalkhof gibt es noch keinen Stall.
Party im Festzelt
Später am Abend war dann Blacky atemlos, den viele aus Tennenbronn in Erinnerung haben als Gitarrist von Lancelot, der langjährigen Partyband bei Festen in der Festhalle. Auf der Country Road nach Westvirginia kamen die früheren Fans im Party-Zelt auch wieder auf die Sierra Madre und feierten noch recht lange.