Tolle Blasmusik und jeden Tag Hochbetrieb. Was will man mehr? Die Verantwortlichen des Musikvereins Zimmern waren mit ihrem Sommerfest mehr als zufrieden.
„Wir sind sehr zufrieden, alle Festtage waren top besucht“, äußerte sich Carina Bendrin, eine der Vereinsvorsitzenden gegenüber unserer Zeitung. Martin Heckhoff, bis 2019 Vorstand des MV Zimmern, stieß ins selbe Horn: „Es ist mega gelaufen, wir sind alle überwältigt.“ Ein dickes Lob hatten beide für alle parat, die sich unermüdlich in den Dienst des Musikvereins stellten, es gab nämlich rund 100 Helferdienste zu besetzen – der Ab- und Aufbau des Zeltes ist da gar nicht eingerechnet.
Aber wenn der MV Zimmern zum Sommerfest ruft, ziehen alle an einem Strang, egal ob Vereinsmitglieder, deren Verwandte oder Freunde; alle helfen mit. Bendrin hob außerdem die Unterstützung der zahlreichen Sponsoren hervor. „Ohne die wäre es nicht möglich, ein solches Fest zu machen“, betont die Vorsitzende für den Bereich Öffentlichkeit.
Wurstsalat heiß begehrt
Ein Blick am Montagabend ins Festzelt genügte, um den Eindruck der beiden Vereins-Aktivisten zu bestätigen. Beim Handwerkervesper zum Ausklang des viertägigen Festes im Zelt neben dem Musikerheim im Gewann „Mittlere Au“ ging es genauso hoch her wie an den drei Tagen zuvor. Alle Plätze an den Biertischen waren voll besetzt, die Stimmung war bombastisch. Kein Wunder: Die „Böhmische Schwoba“ gaben zum Festausklang noch mal alles und unterhielten mit witzigen Gesangseinlagen genauso wie mit Trompetern, die ins Publikum ausschwärmten und von den Biertischen herabspielten.
Die angebotene Vesperplatte und der Wurstsalat waren heiß begehrt und letztgenannter war schon kurz nach 20 Uhr ausverkauft. Begonnen hatte das Sommerfest des MV Zimmern am vergangenen Freitag mit einem Bayerischen Abend. Etwa 700 Gäste feierten mit der Band „Ob8blecht“ eine ausgelassene Party zu einer explosiven Mischung aus Brass, Rock, Pop und Schlager.
Unter der Überschrift „Musikantenhimmel“ stand der Samstag. An dem heiteren Stimmungswettkampf unter dem Zoller beteiligten sich der MV Bisingen, der MK Pfeffingen bei Albstadt und der MV Weilstetten. Gerhard Ruff führte durchs Programm dieses Abends, an dem die drei Blaskapellen mit verkleideten Sängern, Schunkelrunden oder Polonaisen durchs Festzelt für viel Heiterkeit sorgten.
MV Bisingen Publikumsfavorit
Am Ende landete der MV Bisingen in der Gunst des Publikums – bekundet durch eine Applaus-Abstimmung – ganz vorne. Platz zwei ging an Weilstetten und Platz drei an Pfeffingen. Eine Weinverkostung mit der Genussscheuer aus Wessingen und Likörbar sorgten für kulinarische Schmankerl.
Die Musikerhockete am Sonntag wurde vom Musikverein Boll und der Musikkapelle aus Owingen im Eyachtal begleitet. Zudem hatte die Jugendkapelle aus Thanheim einen gemeinsamen Auftritt mit der Jugendmusik aus Zimmern. Diese Kooperation ist noch ganz frisch, sie gibt es erst seit dem vergangenen Sommer.
Weil Dirigentin Jeanette Kessler am Sonntag zudem noch Geburtstag hatte, gab es für sie ein Geburtstagsständchen vom ganzen Festzelt. Und, auch noch was Schönes: Der MV Hemmendorf sorgte am Sonntag für den Ausklang des Festtages und, obwohl aus der Musikverein aus dem württembergischen Teil des Landes kommt, stimmte das Blasorchester zum Schluss das Hohenzollernlied an, was natürlich im Publikum bestens ankam.