Die Gartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn ist zwar vorbei, doch das Tal X lebt weiter. Welche Veranstaltungen in diesem Jahr geplant sind.
Wie geht es nach der Gartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn nun im Tal X weiter? Klar ist, das Tal X, in das auch der ein oder andere Groschen investiert wurde, soll weiterhin nachhaltig genutzt werden – nicht nur von Touristen, sondern vor allem auch von den Bürgern in der Region. Gerade in solch Krisenbehafteten Zeiten sollen sie dort einfach einmal „abschalten und auf andere Gedanken kommen können“, so Oberbürgermeister Adrian Sonder.
Daher ist nun – innerhalb des Zeitraums vom 23. Mai bis 13. September – eine Reihe an Veranstaltungen im Tal X geplant, bei der auch das ein oder andere Gartenschauhighlight sein Comeback erleben soll. Geplant seien vor allem „niederschwellige Veranstaltungsangebote“, so Sonder. Laut Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf brauche es jedoch auch keine riesen Angebote: „Die Lust auf Treffen ist da. Es braucht nur einen Anlass.“
Was dabei konkret geplant ist, stellten nun die beiden Bürgermeister sowie die Tourismusdirektorinnen der Gemeinden, für Freudenstadt Carolin Schölzl und für Baiersbronn Christina Palma-Diaz, vorab bei einem Pressegespräch vor.
Von Ein-Jahr-Nachher-Fest bis zum Tag des offenen Denkmals
Den Start macht das Ein-Jahr-Nachher-Fest mit dem Tal-X-Community-Run am 23. Mai. Dieser Bürger-Lauf führt von Freudenstadt bergab ins Xentrum im Tal X. Ein weiteres Highlight werde auch die SWR 3-Party am 5. Juni, verrät Palma-Diaz. Am 18. Juli folgt dann das Lichtlefest der Bürgergemeinschaft Baiersbronn.
Weil sie bei der Gartenschau im vergangenen Jahr so gut angekommen sei, erlebt auch die Burgunder Nacht in diesem Jahr, am 14. und 15. August, ihr Comeback. Das Ende des Erlebniszeitraums markiert der Tag des offenen Denkmals am 13. September. Doch auch danach sollen sich Bürger auf Veranstaltungen im Tal X freuen können, so Palma-Diaz. Am 4. Oktober etwa findet die „Kulinarische Wanderung durch das Tal X“ statt.
Darüber hinaus solle es jedoch noch weitere, wiederkehrende Veranstaltungen geben – etwa den Sundowner in den Forbachgärten, Lesungen im Bärenschlössle oder das After-Work auf der Schelklewiese. Für Kinder werden außerdem Programme in den Forbachgärten oder vom Nabu Freudenstadt in der Rußhütte angeboten.
Zudem können sich die kleinen Besucher auf den verschiedenen Themenspielplätzen im Tal X austoben. Diverse Konzerte der örtlichen Musikvereine und der Kirche runden das Veranstaltungsprogramm ab – „ein schönes, buntes Paket“, meint Palma-Diaz.
Mehr über die Geschichte des Tal X lernen
Für Geschichtsbegeisterte wird indessen donnerstags eine geführte Wanderung durch das Tal X und die Führung „Digitale Zeitreise und Erlebnis Märchenpark“ angeboten, sowie samstags und sonntags die Führungen „Das Christophstal – Die Wiege Freudenstadts“ und „Das Friedrichstal – Bergbau und altes Handwerk“. Jeden zweiten Samstag findet zudem eine Radtour durch das Tal X statt.
Von 14 bis 18 Uhr sind in dem Erlebniszeitraum zudem verschiedene Industrie- und Kulturdenkmäler geöffnet – darunter die Rußhütte im Christophstal, das Schmiedemuseum Königshammer, das Platzmeisterhaus, die Grube Sophia oder die Münzstätte Christophstal.
Anders als bei der Gartenschau wird es keine Shuttles mehr geben, die die Besucher in das Tal X befördern. Stattdessen können sie das Tal zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchqueren. Am Wochenende fahren jedoch auch Rikschas sowie das Freudenstädter Bähnle zum Bärenschlössle. Darüber hinaus gebe es ja noch den ÖPNV, ergänzt Oberbürgermeister Sonder.