So wie hier beim Sommernachtsfest 2022 soll auch das Stadtfest 2025 wieder ein Ort für Begegnung werden. (Archivfoto) Foto: Lothar Schwark

Erst der Weihnachtsmarkt, jetzt auch das Stadtfest: Oberbürgermeister Adrian Sonder holt Altbewährtes zurück. Doch ganz so wie früher wird es dennoch nicht. Zwar soll kein Eintritt für das Event verlangt werden, dafür gibt es aber auch kein Feuerwerk.

Das Freudenstädter Stadtfest kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Im Ausschuss für Verwaltung, Tourismus und Soziales präsentierte Oberbürgermeister Adrian Sonder das neue Konzept für 2025, das von der Freudenstadt Tourismus ausgearbeitet wurde. Fraktionsübergreifend erntete Sonder einhelliges Lob.

 

Der OB berichtete, dass er bei seinen Auftritten vor der Wahl immer wieder auf zwei Themen angesprochen worden sei, die den Freudenstädtern besonders am Herzen liegen. „Der Weihnachtsmarkt und das Sommernachtsfest waren die beiden Top-Themen“, so Sonder. Das neue Konzept des Weihnachtsmarkts geht diese Woche an den Start, das für das Sommernachtsfest sei nun entwickelt worden. Es entstand auf der Grundlage einer Bürgerumfrage, an der sich 671 Bürger – überwiegend aus Freudenstadt – beteiligt hatten.

Kostenloser Eintritt

Das Sommernachtsfest soll wieder Stadtfest heißen und zu einem Fest der Begegnung und Gemeinschaft werden. Künftig wird der Eintritt kostenlos sein, dafür müsse jedoch der Festivalcharakter deutlich reduziert werden. Diese beiden Themen waren die in der Bürgerumfrage meistgenannten Kritikpunkte, berichtete Sonder.

Überwiegend soll das Stadtfest wieder auf dem gesamten Marktplatz stattfinden. „Das bedeutet aber für die Vereine auch einen erheblichen Mehraufwand bei Organisation und Aufbau“, machte Sonder klar. Die Ziele für das Stadtfest 2025: „Es soll wieder ein regionales Fest mit einem niederschwelligen Veranstaltungsangebot für alle Altersklassen, ein Ort der Begegnung und Kommunikation werden und eine Präsentationsmöglichkeit für die örtlichen Vereine sein.“

Gleichzeitig findet Gartenschau statt

Zugleich machte Sonder klar: „2025 herrschen besondere Bedingungen, denn wir haben gleichzeitig die Gartenschau mit dem Spiegelzelt auf dem unteren Marktplatz.“

Für die beiden Tage seien bereits folgende Programmpunkte vorgesehen: Am Samstag treten regionale Bands auf, es wird wieder einen Fassanstich mit dem OB eingeführt. Auch die Standbetreiber könnten noch Punkte einbringen.

Am Sonntag soll es einen dritten verkaufsoffenen Sonntag in Absprache mit dem Handels- und Gewerbeverein geben. Die Stadtolympiade wird auf das Gelände der Gartenschau umziehen.

Als weitere mögliche Programmpunkte nannte Sonder für den Familientag eine Clownsshow, eine Modenschau, ein Karussell, eine Eisenbahn.

Security-Kosten entfallen

Das Fazit des Rathauschefs: „Das neue Konzept entspricht den Bedürfnissen der Bevölkerung.“ Ein angenehmer Nebeneffekt für die Stadt ist, dass die Kosten weit unter dem Planansatz für den Haushalt 2025 liegen. Dies liege unter anderem daran, dass es kein Feuerwerk geben wird, die Öffentlichkeitsarbeit auf ein Minimum reduziert wird und auch die Kosten für Security entfallen.

Beate Gaiser (FWV) betonte, dass das Stadtfest auch für den Tourismus ein wichtiges Event sei. Viele Reiseveranstalter würden explizit nach diesem Termin fragen. Für sie ein wichtiges Signal: „Trotz Gartenschau machen wir auch noch ein Stadtfest, mit den Jahren können wir daran wachsen.“

Das erste Juliwochenende

Axel Reich (CDU) sieht das genauso. „Ich freue mich, dass wir wieder zur alten Version zurückkehren. Das erste Wochenende im Juli ist ein traditionelles Datum fürs Stadtfest, da kann man seine Freunde treffen.“