Der Weg für die Pläne der Firma Schmalz ist geebnet: Das Unternehmen baut am Hang gegenüber, im Gewann Eichen, auf knapp fünf Hektar eine riesige Freiflächen-PV-Anlage. Der Gemeinderat hat jetzt unter anderem dem Baugesuch zugestimmt.
Ebenso wurden in der jüngsten Sitzung des Glattener Gemeinderats, zu der ein Team des Unternehmens um Geschäftsführer Andreas Beutel und Wolfgang Schmalz gekommen war, weitere Beschlüsse bezüglich der Freiflächen-PV-Anlage gefasst, die zuvor schon wiederholt Thema im Gremium gewesen war.
So wurde jetzt ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Gemeinde Glatten und der Firma J. Schmalz GmbH zu einer Wegverlegung und zur Kostenübernahme der Aufstellung des Bebauungsplans „Freiflächen-PV-Anlage Eichen“ durch das Unternehmen ebenso unterzeichnet wie ein Vertrag zwischen der Gemeinde und der Firma zur finanziellen Beteiligung von Kommunen an Freiflächenanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023.
Das EEG ermöglicht es Kommunen, an den Erträgen von PV-Freiflächenanlagen beteiligt zu werden. Anlagenbetreiber können den betroffenen Gemeinden eine Zahlung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde der tatsächlich eingespeisten Strommenge anbieten. Diese 0,2 Cent sind nun auch im Vertrag festgehalten. Wie von den Vertretern des Unternehmens zu erfahren war, ist der Baustart Mitte Mai geplant. Die Netzzuschaltung wird für das Frühjahr 2026 ins Auge gefasst.
Direkt ins Firmennetz
Bei einer Anlagenleistung von 6200 Kilowatt-Peak (kWp) soll ein jährlicher Stromertrag von 6,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzielt werden. Der Strom würd über eine eigene Leitungsanbindung direkt ins Firmennetz eingespeist.
„Ich darf Ihnen ganz herzlich gratulieren“, wandte sich Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer an die Vertreter des Unternehmens. Er sprach von einem entscheidenden Schritt zur Energieautarkie der Firma, aber auch zur CO2-Neutralität der Kommune. Pfeifer wies auf das rasante Tempo hin, mit der das Bebauungsplanverfahren erfolge. „Sie haben uns von Anfang an mitgenommen“, dankte Pfeifer dafür, dass die Firma „von der ersten Stunde an“ den Gemeinderat einbezogen habe.
Energiewende als Herzensanliegen
Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele und das Positiv-Energie-Unternehmen betonte Wolfgang Schmalz, dass ihm die Energiewende ein Herzensanliegen sei. Dank sprach Wolfgang Schmalz der Gemeinde, den Behörden und den Planern aus, die sich hier „reingehängt“ hätten. Es sei wichtig, dass Deutschland unabhängiger werde von Energieimporten und dass diese Milliarden, die man ans Ausland überweise, ein kleines bisschen geringer werden. Auch dazu wolle das Unternehmen einen kleinen Teil beitragen.
Geschäftsführer Andreas Beutel zeigte sich ebenfalls froh über den Fortschritt des Verfahrens. Bei diesem Projekt seien tatsächlich alle zusammen von der ersten Stunde an im offenen Austausch gewesen, betonte er. Das freue ihn wirklich sehr, und er wünsche sich, dass alle Projekte in Zukunft so laufen.