Zum geplanten Solarpark Bertholdshöfe und Äußerungen in den Sozialen Netzwerken schreibt unser Leser Axel Killmann.
Auch mir sind in den Sozialen Netzwerken das blutbefleckte Hemd und der Grabstein mit „SVS“ Aufschrift der Bürgerinitiative „Rettet die Bertholdshöfe“ sehr negativ aufgefallen.
De facto ist das Thema Energiegewinnung in einem Land wie Deutschland sehr wichtig, andererseits ist das fast nie ohne Eingriffe in die Landschaft möglich. Das gilt für PV-Anlagen, genau so wie für Windräder oder Kraftwerke.
Das bei einem solchen Thema nicht nur Fakten eine Rolle spielen, sondern auch emotional argumentiert wird, ist nachvollziehbar. Es ist auch das gute Recht von Bürgern in einer Demokratie, hier aktiv zu werden, in eine Diskussion mit der Stadt einzusteigen und Alternativen einzufordern.
Nicht akzeptabel
Blutbefleckte Hemden und Grabsteine aber, stehen für Gewalt gegen Menschen und das ist nicht akzeptabel. Ich gehe allerdings davon aus, dass dies nicht das Ziel war. Leider werden in unserer Zeit jedoch solche Themen nur zu oft von Extremisten aufgegriffen, um unsere Gesellschaft noch mehr zu spalten. Deshalb liebe Bürgerinitiative bleibt sachlich und fair, steht für euer Anliegen mit Argumenten und den demokratischen Mitteln ein, die dafür zur Verfügung stehen.
Denn es wird zu einer Entscheidung kommen und wir werden auch danach gemeinsam als Bürger in einer Stadt leben.
Axel Killmann, Villingen-SchwenningenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.