Die erste Freitagabend-Soiree im Stadtgarten Schiltach musste wegen Regen in das benachbarte Gemeindehaus der evangelischen Kirche verlegt werden.
Mit den „Song-Lyrics und mehr“ stellten Sibylle und Bodo Schaffrath die Texte und Geschichten bekannter englischer Songs vor und interpretierten die vom Publikum erkannten Melodien.
Obwohl das Regenwetter über der Stadt nicht von der Sonne unterbrochen wurde, hatte Judy Garland das erste Lied irgendwo hinterm Regenbogen gesungen, im Original von 1930 „Somewhere over the Rainbow“.
Der zweite Titel war ein traditionelles Volkslied zu Scarborough Fair von Simon and Garfunkel über einen mittelalterlichen Handelsmarkt. Die Geschichte über wahre Liebe wurde von Sibylle mit der Flöte begleitet.
Lieblingslied der Frauen
In einem sonnigen „Summer of ’69“ von Bryan Adams hatten wohl viele Zuhörer die besten Tage ihres Lebens erlebt, denn das Lied erkannten alle mit großem Beifall. Bei einer Umfrage war der Song von Frauen als Lieblingslied erkoren worden.
Auch „Heal the World“ von Michael Jackson wurde in der Gitarren-Version von Bodo Schaffrath schnell erkannt. Eine bessere Welt kann in diesen Zeiten als großer Wunsch vieler Menschen gelten.
Aus der Hall of Fame war „Bridge over troubled Water” von Simon and Garfunkel zu hören, das Angebot einer Hilfe in schlechten Zeiten. Verstehen und erkennen konnten alle „Imagine“, den Weckruf von John Lennon, sich Ungewöhnliches vorzustellen, wie eine Menschheit ohne Religionen und Nationen.
Nach den Disko-Hit vom Willen zum Überleben von Gloria Gaynor haben sicher manche „Über den Wolken“ geschwebt. Sie konnten dazu nach dem vorausgegangenen Ratespiel von der grenzenlosen Freiheit nach Reinhard Mey ein Lied mitsingen.
Schlafende Löwen geweckt
Das war das versprochene „mehr“ nach den angekündigten Song-Lyrics: ein gemeinsames Singen der bekannten Lieder mit Textvorlagen. Da sollte man „Über sieben Brücken gehen“ und mit Peter Maffay „sieben schwere Jahre überstehen“. Das war ihm selbst gelungen und er hat auch heute sein Schaukelpferd zurück.
Mit Mother Mary, der Mutter von George Harrison, stimmten die Zuhörer in ein Schicksal ergebenes „Let it Be“ von den Beatles ein. Mit „Lemon Tree“ aus dem Pforzheimer Fools Garden endete der Chor des Publikums unter blauem Himmel. Schlafende Löwen sollte man nicht wecken, aber die Zuhörer forderten „The Lion Sleeps Tonight“ von The Tokens als Zugabe.