Der Hüfinger Bürgermeister Patrick Haas erklärt den Grund für Fällung. Der Abriss des ehemaligen Hotels wird vorbereitet, um dort ein neues Projekt auf den Weg zu bringen.
Anfang Dezember 2025 machte die Stadt Hüfingen ernst auf dem Gelände des ehemaligen Gasthofes Frank. Sechs größere Bäume sowie mehrere Sträucher und sogenannter Wildwuchs mussten den Umbauplänen weichen. Das sorgte teilweise für Unmut bei Bürgern.
Hüfingens Bürgermeister Patrick Haas verteidigt die Entscheidung. Die Stadt hatte das Hotelareal im Sommer 2025 erworben und einen Neubau angekündigt. Die Fällung der alten Bäume war laut Haas unumgänglich. „Das Grundstück ist räumlich sehr begrenzt. Für den geplanten Abriss sowie die weitere bauliche Entwicklung musste ausreichend Platz geschaffen werden“, erklärte der Bürgermeister. Die Wurzeln der betroffenen Bäume hätten bereits bis an das Bestandsgebäude herangereicht und den Abriss gefährdet, führt Haas weiter aus. Bei einzelnen Bäumen sei zudem Totholz festgestellt worden. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit waren wir bei diesen Exemplaren zum Handeln verpflichtet“, sagt der Hüfinger Rathaus-Chef.
Haas zeigte Verständnis für den Unmut über die Fällarbeiten. „Auch mir ist der Erhalt unserer Natur grundsätzlich ein wichtiges Anliegen. Ich denke, dass man das in unserem Stadtbild auch gut erkennen kann“, sagte er. Im konkreten Fall sei eine Erhaltung der Bäume aber nicht sinnvoll gewesen. Haas betonte, die Stadt berücksichtige die Begrünung der Anlage bei der Neuplanung ausdrücklich.
Grüngürtel geplant
„Geplant ist ein neuer, zum Gebäude passender Grüngürtel mit Bäumen und Sträuchern, an dem sich zukünftige Generationen wieder erfreuen können.“ Wie es konkret auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs weitergeht, steht bisher nicht fest. Bei der Planung stünden die Sicherung der ärztlichen Versorgung, barrierefreies Wohnen sowie zeitgemäße Wohnformen im Alter im Mittelpunkt, erklärt Patrick Haas. „Darüber hinaus wollen wir an diesem Ort Angebote schaffen, die die Bürgergemeinschaft und Nachbarschaftshilfe stärken. Ziel ist es, diese wichtigen Zukunftsthemen schrittweise mit Leben zu füllen und ihnen an diesem Standort ein konkretes Gesicht zu geben.“
Ein erster Schritt
Der Bürgermeister gibt zu bedenken, dass das Projekt nur ein erster Schritt sei und nicht alle Wünsche umgesetzt werden könnten. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit spiele bei allen Überlegungen eine zentrale Rolle. Für 2026 plant die Stadt, das Gebäude abzureißen und die Neubebauung zu planen. „Hierfür werden wir den Gemeinderat, die Bürgerschaft und die Expertise aus der Verwaltung einbeziehen“, so Haas. Wenn das gelänge und man schnell zu einem breiten Konsens komme, dann soll es 2027 an die Umsetzung gehen. Man gehe ergebnisoffen in den Planungs- und Beteiligungsprozess, sagte er auf Anfrage.