Der Schock nach der Massenkarambolage auf der B 27 vom Mittwochmorgen an der Anschlussstelle Hechingen-Mitte wirkt nach. 21 Autos waren in Fahrtrichtung Bisingen in das Unfallgeschehen verwickelt. Warum die Fahrbahn so spiegelglatt war? Wir haben nachgefragt.
Eisregen hatte am Mittwochmorgen für eine spiegelglatte Fahrbahn auf der B 27 bei Hechingen gesorgt. Gegen acht Uhr ereignete sich in Fahrtrichtung Bisingen der folgenreiche Unfall. Die spiegelglatte Fahrbahn hatte auf dem abfallenden Stück auf Höhe des Hechinger Kauflands kontrolliertes Bremsen unmöglich gemacht.
Im Nachgang stellt sich die Frage, wie es auf der B 27, der Hauptverkehrsachse im Zollernalbkreis, zu solch einer glatten Fahrbahn kommen konnte. Auf Nachfrage unserer Redaktion betont Marisa Hahn, Pressesprecherin im Landratsamt, dass der betroffene B-27-Abschnitt bei Hechingen am Mittwochmorgen vor dem Unfall drei Mal vom Winterdienst abgefahren worden sei.
Straßenmeistereien im Kreis kümmern sich um Bundesstraßen
Weiter heißt es: „Alle vorhandenen Fahrzeuge waren im Einsatz und haben die Straßen abgestreut. Bei extremer Witterung und ungünstigen Verhältnissen kann die Eisbildung nicht immer endgültig und auf allen Straßen gleichzeitig verhindert werden.“
Bei Eisregen entstünden für den Verkehrsteilnehmer die gefährlichsten Bedingungen, da die Gefahr nicht sofort erkennbar sei. Grundsätzlich genieße die B 27 als Hauptverkehrsachse die oberste Priorität bei den Räumdiensten im Winter.
Und wer kümmert sich um den Winterdienst auf den Bundesstraßen im Kreis? Zuständig seien die Straßenmeistereien im Zollernalbkreis, informiert Pressesprecherin Hahn. Insgesamt gebe es im Zollernalbkreis 123 Kilometer Bundesstraßen, 210 Kilometer Landesstraßen und 268 Kilometer Kreisstraßen, die die Straßenmeistereien im Winter räumen und streuen.
Langer Stau auf der B27
Am Mittwoch bildete sich nach dem Unfall auf der B27 ein langer Stau, die Fahrbahn war über mehrere Stunden gesperrt. Bei der Bergung der Unfallfahrzeuge waren Einsatzkräfte der Feuerwehr, des DRK, des THW und der Polizei vor Ort. Alle Unfallbeteiligten wurden vom Notarzt untersucht, es gab zwei Leichtverletzte.