Hier geht es in Ostelsheim zur Wahl. Foto: Thomas Fritsch

Spannend wie selten war die Landtagswahl – eine erste Übersicht über die Ergebnisse in Althengstett, Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim.

Auch in den vier Gäugemeinden war wie im ganzen Bundesland das Interesse an der Wahl groß, die Wahlbeteiligung in allen vier Kommunen lag deutlich über der vor fünf Jahren. Insgesamt gaben im Gäu 9786 Wähler ihr Stimme ab – entweder am Sonntag an der Urne oder im Vorfeld per Briefwahl.

 

Die Grünen hatten in Althengstett vor fünf Jahren 29,23 Prozent der Stimmen geholt, die CDU 28,27, die SPD 8,45, die FDP 9,59, die AfD 11,09 und Die Linke 2,46 Prozent. Diesmal liegen die Christdemokraten mit 39,2 Prozent der Erst- und 32,6 Prozent der Zweitstimmen vor den Grünen (19,7/28,1).

Im landesweiten Trend

Am deutlichsten zugelegt hat wie im landesweiten Trend die AfD, die in Althengstett und den drei Ortsteilen 20,9 Prozent der Erst- und 21,0 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen konnte. SPD, FDP und Die Linke schnitten diesmal wie folgt nach Erst- und Zweitstimmen ab: 9,7/5,2, 5,7/4,5 und 5,2. In Althengstett hatte die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren bei 71,1 Prozent gelegen, diesmal bei 77,1.

Ein Blick ins Wählerverzeichnis in Gechingen Foto: Thomas Fritsch

In Gechingen gaben diesmal 76,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme im Wahllokal oder per Briefwahl ab, vor fünf Jahren waren es 72,1 Prozent. Grüne und CDU hatten damals mit 31,22 beziehungsweise 32,37 Prozent der Stimmen fast gleichauf gelegen. Auch SPD, FDP und AfD lagen bei der letzten Landtagswahl mit 8,01, 8,75 und 9,59 vor fünf Jahren dicht beieinander.

Diesmal genau umgekehrt

Dass sieht diesmal anders aus: Die Christdemokraten bekamen 39,3 Prozent der Erst- und 32,8 Prozent der Zweitstimmen und liegen damit in der Schlehengäugemeinde auf Platz eins vor den Grünen (21,6/29,9), das Ergebnis der SPD und FDP: 10,0/5,0 Prozent und 4,7/4,1. Die Linke hatte in der Schlehengäugemeinde damals 2,93 Prozent bekommen, diesmal 3,2 Prozent der Erst- und 2,6 Prozent der Zweitstimmen. Deutlich zugelegt hat auch in der Schlehengäugemeinde die AfD: Sie bekam 20,1 Prozent der Erst- und 19,6 Prozent der Zweitstimmen.

In Simmozheim wehen am Wahltag vor dem Rathaus die Fahnen. Foto: Thomas Fritsch

In Ostelsheim lag die Wahlbeteiligung 2021 mit 72,8 Prozent am höchsten in den vier Gäugemeinden – auch diesmal mit 79,1 Prozent. Die Grünen hatten sich 2021 mit 32,97 Prozent der Stimmen von der CDU mit 26,50 Prozent abgesetzt. Die Sozialdemokraten bekamen damals 6,78 Prozent der Stimmen, die FDP 12,86, die AfD 9,12 und Die Linke 2,26.

30,4 Prozent der Erstimmen (38,7 Prozent Zweitstimmen, Urnenwahl) entfielen dieses Mal auf die Grünen (Briefwahl: 24,6/32,0). Die weiteren Ergebnisse: CDU (31,3/24,5, Urnenwahl, Briefwahl: 38,8/30,1); SPD (7,7/3,3, Urnenwahl), Briefwahl: 9,8/6,4); FDP (3,7/4,9, Urnenwahl), Briefwahl: 5,3/5,1; Die Linke (3,1/1,6, Urnenwahl), Briefwahl: 3,6/2,2). Auch in Ostelsheim legte die AfD deutlich zu: 22,1/22,1, Urnenwahl, Briefwahl: 16,1/17,6.

Das Wahllokal Festhalle in Althengstett. Foto: Thomas Fritsch

In Simmozheim lagen die Grünen bei der Landtagswahl 2021 mit 34,25 Prozent noch auf Platz eins, gefolgt von den Christdemokraten (25,61), der FDP (10,74), der AfD (9,05), SPD (8,56) und Die Linke (2,18). Diesmal liegt die CDU deutlich mit 36,8 Prozent der Erst- und 30,5 Prozent der Zweitstimmen vor den Grünen. Die SPD holte 8,6 Prozent der Erststimmen (4,8 Zweitstimmen), die FDP bekam 6,7 Prozent der Erststimmen (6,0), Die Linke 3,1 Prozent der Erststimmen (2,4). Satte Zugewinne verzeichnet auch in Simmozheim die AfD, die 20,6 Prozent der Erst- und 19,8 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,7 Prozent, vor fünf Jahren gaben 69,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.