Die Schönheit Unterkirnachs betonte Bürgerin Silke Muller bei ihrem Statement in der Sitzung des Gemeinderats. (Archivfoto) Foto: Ulrich Schlenker

Im Zeichen des Wandels stand die erste Gemeinderatssitzung nach der Landtagswahl. Die Unterkirnacherin Silke Muller warb um Gemeinschaft und Zusammenhalt.

„Ich spreche als Bürgerin“, stellte die Rathausmitarbeiterin klar. „Wir haben einen Arzt, eine Apotheke und den Landmarkt“, sprach sie die intakte Infrastruktur im Schwarzwalddorf an.

 

Damit griff sie Punkte auf, um die in Unterkirnach im vergangenen Jahrzehnt erfolgreich gerungen wurde. Zum Thema Hallenbad vertrat sie eine klare Meinung. Jeder wisse, dass ein Bad ein Zuschussbetrieb sei. Wenn der Gemeinderat eine Entscheidung treffe, müsse man das akzeptieren. „Es ist Fakt und Schluss“, erinnerte Muller an die scheinbar endlose Diskussion ums Aqualino.

Man habe die Grundschule, Kindergärten, die Spielscheune und Sportstätten in dem wunderbaren Ort Unterkirnach, führte Muller weitere Punkte ins Feld, die nicht überall selbstverständlich sind.

„Es liegt an uns, dass wir das nach außen tragen“

„Unterkirnach ist schön. Es liegt an uns, dass wir das nach außen tragen“, appellierte sie an alle, die im Schwarzwalddorf leben. Zuletzt ging Silke Muller noch auf jüngste Diskussionen im Gemeinderat ein, die sie nicht immer ganz schön gefunden habe. „Ist es dabei um eine Person oder um eine sachliche Auseinandersetzung gegangen?“, warf sie in den Raum. Für die Nachfolge auf Bürgermeister Andreas Braun wünscht sich Muller, dass das Voranbringen der Ortschaft für jedermann erste Priorität habe.

Bürgerin Silke Muller warb darum, gemeinsam um eine weiterhin gute Zukunft von Unterkirnach zu ringen. Foto: Ulrich Schlenker

Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer ließ wissen, dass die Amtszeit von Braun zu dem Zeitpunkt ende, an dem er die Wahl in den Landtag annehme. Voraussichtlich schon Mitte April 2026 werde dies der Fall sein. Die Bürgermeisterwahl werde noch vor den Sommerferien stattfinden, informierte er.

Patrick Seng, der erste Bürgermeister-Stellvertreter, leitete in Abwesenheit von Bürgermeister Braun die Gemeinderatssitzung. Er informierte, dass er sich mit Martin Kuberczyk, zweiter Bürgermeister-Stellvertreter, die Vertretungsaufgaben bis zur Wahl eines neuen Gemeindeoberhaupts teilen werde. „Alles geht weiter, nur auf mehrere Personen verteilt“, so lautete seine Botschaft.