Serviceexperten bei Trumpf Laser in Sulgen überwachen die Laser im globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk. Foto: Trumpf

Mitarbeiter von Trumpf Laser auf dem Sulgen überwachen über gesicherte Internetverbindungen Laser im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz.

Im Bereich der Echtzeit-Laserwartung setzen beide Unternehmen im Zeitalter der „Smart Factory“ auf eine vorausschauende digitale Instandhaltung. „Das entsprechende Pilotprojekt im Werk Sindelfingen diente hierfür als Blaupause für alle Mercedes-Benz Werke weltweit“, berichtete Trumpf im Juni in einer Mitteilung an die Presse. Das innovative Verfahren verringere das Risiko ungeplanter Maschinenausfälle und steigere die Stabilität der komplexen Fahrzeugproduktionsprozesse bei Mercedes-Benz.

 

Monitoring im Maschinenbetrieb

Bislang erfolgten die Wartungen der Laser in fest definierten Zeitintervallen direkt an den Anlagen in den jeweiligen Standorten, teilte Trumpf weiter mit. Inzwischen seien gut die Hälfte der rund 400 bei Mercedes-Benz weltweit eingesetzten Laser von Trumpf und die zugehörigen Laser-Optiken in einer abgesicherten Internet-Cloud verbunden.

Trumpf hat dafür ein „digitales Service Condition Monitoring“ entwickelt. Damit wird der Zustand der Laser permanent und in Echtzeit überwacht und analysiert. Serviceexperten von Trumpf kontrollieren mithilfe von Algorithmen die vernetzten Laser zentral von einem Punkt aus im laufenden Maschinenbetrieb: Wegen der Datensicherheit werden nur die Laser-Zustandsdaten als Datenströme über besonders geschützte Übertragungswege zur Analyse an die Trumpf-Cloud geschickt.

Stillstände vermeiden

Auffälligkeiten werden sofort erkannt und unmittelbar an die entsprechende Instandhaltung gemeldet, begleitet von Handlungsempfehlungen. Mercedes-Benz kann damit zusätzlichen Wartungsbedarf erkennen, bevor ein Laser ausfällt. Das Risiko eines Ausfalls ist somit vorhersagbar und kann durch rechtzeitig eingeleitete Wartungsmaßnahmen verhindert werden. Dies vermeidet ungeplante Stillstände in der Produktion und reduziert die Ausfallzeiten. Über 80 Prozent aller Servicefälle könnten damit vorhergesagt und proaktiv geplant werden. „Durch Condition Monitoring und Datenanalysen unterstützen wir unseren Partner Mercedes-Benz in seiner Produktion und erhöhen die Verfügbarkeit unserer Laser und Maschinen”, erklärt dazu Hagen Zimer, früherer Chef von Trumpf Laser auf dem Sulgen und heutiger Chief Executive Officer Laser Technology und Mitglied des Vorstands von Trumpf.