Ganz groß raus kommt der Skispringer-Nachwuchs in Meßstetten bei der VR-Talentiade. Foto: Rentschler

Kurt-Neher-Gedächtnisskispringen: Jugend zeigt ihre Klasse auf den Heubergschanzen im Täle / "Running Dragons" zu Gast

Meßstetten. Rund 70 Nachwuchsskispringer aus dem süddeutschen Raum haben am Kurt-Neher-Gedächtnisspringen und an der VR-Talentiade des Skivereins Meßstetten auf der Heubergschülerschanze in enger Zusammenarbeit mit der VR-Bank Heuberg-Winterlingen teilgenommen. Ziel der Veranstaltungsreihe "Talentiade" ist die Förderung von Talenten in mehreren Sportarten.

Mit großem Eifer waren die Nachwuchsspringer in der Skiarena Täle bei der Sache – auf der kleinen Heubergschanze K40 und der Heubergschülerschanze, beides Mattenschanzen, die auch ohne Schnee nutzbar sind. Der frühere Vorsitzende des Skivereins, Kurt Neher, hatte durch seine weitsichtigen Planungen das Skispringen auch im Sommer in Meßstetten ermöglicht und es damit in Meßstetten als Ganzjahressport etabliert, weshalb der Skiverein "in großer Dankbarkeit" seit seinem Tod das Skispringen auf der K40 Schanze als Kurt-Neher-Gedächtnisspringen austrage, so Vorsitzender Oliver Rentschler.

"Bereits im freien Training haben die Sportler sehr ansprechende Leistungen gezeigt und sich dann im Wettkampf noch weiter gesteigert, freute sich Rentschler. "Die Zuschauer sahen teilweise Sprünge über 42 Meter."

Erleichtert ist der Vorsitzende, dass die Veranstaltung "trotz des spektakulären Sprungsports" sicher und ohne Blessuren über die Bühne gegangen sei: "Wettkampfleiter Sven Kollmannsberger hat beste Vorarbeit geleistet." Wie die Organisation des Wettbewerbes und die rasche Auswertung durch das neue Auswertungsteam Carina Bollmann und Patrick Gresser überhaupt in höchsten Tönen gelobt wurden – alles coronakonform. Der Cheftrainer der Meßstetter Adler, Ulrich Clesle, freute sich mit Anna Deufel über ihren dritten Platz.

Besonders schön für die Organisatoren war das Wiedersehen mit ehemaligen Sportlern, die die Sprungski schon an den Nagel gehängt hatten, aber bei Veranstaltungen stets mithelfen. 2022 will der Verein weitere Kampfrichter aus ihren Reihen melden.

Siegfried Merz von der VR-Bank Heuberg-Winterlingen überreichte bei der Siegerehrung den jungen Wettkämpfern ihre Urkunden, Pokale und Sachpreise.

Am selben Wochenende bot die Schanzenanlage der Skiarena Täle auch dem Lehrgangsteam der schwarzwälder Trainingsgruppe "Running Dragons" beste Bedingungen, einem Zusammenschluss von elf Skiclubs aus dem südlichen Schwarzwald. Mehr als 20 Nachwuchsspringer übernachteten in Meßstetten, um am Sonntag noch weiter zu trainieren. "Es ist ein gutes Zeichen, dass die Wintersportvereine aus dem badischen Landesteil und die Vereine des Schwäbischen Skiverbandes immer enger zum Wohle des Nordischen Skisports zusammenarbeiten", betont Rentschler. Sein Skiverein erwies sich als engagierter Gastgeber und die "Running Dragons" planen bereits für ein weiteres Trainingslager in Meßstetten.