Auch Skispringer Lasse Deimel (SV Hinterzarten) wurde bei seinem „Heimspiel“ geehrt. Foto: Wiedemann

Der Skiverband Schwarzwald ehrte die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler. Dabei standen nicht nur die Olympischen Spiele im Mittelpunkt, sondern auch Talente und Masters.

Traditionell engagiert sich der drittgrößte Skiverband Deutschlands nicht nur im Breitensport, sondern hat in den vergangenen 130 Jahren immer wieder Athleten sportlich bis in die nationale und internationale Spitze entwickelt.

 

Mit den Olympischen Winterspielen in Milano-Cortina gehörte der vergangene Winter zu solch einer besonderen Saison. Aus dem Schwarzwald starteten acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fünf Disziplinen. Im Skimuseum Hinterzarten trafen sich nun auf Einladung des Skiverbandes die Erfolgreichsten der vergangenen Saison zur Sportlerehrung – vom Schüler über die Aktiven bis zu den Masters-Sportlern.

Die Aushängeschilder

Auf nationaler Ebene wurden insgesamt 25 Podiumsplatzierungen erlangt, davon 14 deutsche Meistertitel. Zu den Siegerinnen zählte auch Biathletin Janina Hettich-Walz vom Skiclub Schönwald, die nach ihrer Babypause direkt wieder den Anschluss an die internationale Spitze fand.

In den noch jüngeren Disziplinen Snowboard- und Skicross sowie Snowboard-Halfpipe lassen die Sportlerinnen und Sportler aus dem Schwarzwald in den letzten Jahren vermehrt aufhorchen.

Sechs Athleten und Athletinnen dieser Disziplinen hatten ein Ticket zu den Olympischen Winterspielen gelöst und wurden vom SVS geehrt: Daniela Maier vom SC Urach kam mit einer Goldmedaille im Skicross nach Hause und wurde für ihre herausragenden Saison-Leistungen darüber hinaus mit dem Vize-Gesamtweltcup-Titel belohnt. Der Schwarzwald wurde bei den OWS im Skicross ebenso von Tobias Baur von der Skizunft Bernau vertreten, der für die Schweiz startete. Leon Ulbricht, SC Rötteln, hatte bei den Winterspielen das Glück nicht auf seiner Seite, gewann aber den Gesamt-Weltcup im Snowboard-Cross.

Die Talente

Bei Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften machten weitere Nachwuchs-Athletinnen und Athleten aus dem Schwarzwald auf sich aufmerksam: Lasse Deimel und Yann Kullmann vom SC Hinterzarten gelang es in den Team-Skisprung-Wettbewerben zweimal auf dem Podest zu landen.

Grund zum Feiern hatten in der vergangenen Saison auch die Para-Athleten aus dem Schwarzwald. Aus den SVS-Vereinen erlangten drei Sportler bei den Paralympics sieben Medaillen und weitere fünf Top-10-Platzierungen.

Präsident dankt

Im Skimuseum wurden aber, mit Moderation der Vizepräsidenten Rolf Hartmann und Martin Schlegel, nicht nur die SVS-Nachwuchs-Sportler und Aktive geehrt. Auch „Urgesteine“ und ambitionierte Masters-Sportler waren bei deutschen Meisterschaften sowie Weltmeisterschaften überaus erfolgreich unterwegs. Mit acht WM-Medaillen und vielen Erlebnissen kehrten die Schwarzwälder aus Italien in die Heimat zurück, darunter mit 79 Jahren SVS-ältester Teilnehmer Max Karle vom SC Schönau.

Der Dank des SVS-Präsidenten Manfred Kuner galt bei der Sportlerehrung nicht nur den erfolgreichen Athletinnen und Athleten, die den Skiverband Schwarzwald national und international erfolgreich vertreten und repräsentieren. Er hob vor allem auch das Engagement und das Herzblut der Eltern, Familien sowie insbesondere der ehren- und hauptamtlichen Trainerinnen und Trainern sowie den Heimatvereine hervor.

Dies schreibt der SVS auf seiner Homepage.

Die Geehrten

Biathlon: Janina Hettich-Walz, Roman Rees, Annika Lüdeke, Karla Gehrmann, Yves Kupferer, Raphael Perenthaler, Alina Trick, Elena Mayr, Jana Duffner.

Skilanglauf: Janosch Brugger, Max Braun, Luis Schuler Anne-Hélène Schupp, Theo Schuler.

Skispringen: Yann Kullmann, Lasse Deimel.

Nordische Kombination: Fin Rießle.

Snowboard, Snowboardcross: Jana Fischer, Leon Ulbricht, Julius Reichle, Silas Böhler, Kenta Kirchwehm, Anne Hedrich.

Skicross: Daniela Maier, Tobias Baur, Eva Höcht.

Para-Biathlon/Para-Skilanglauf: Marco Maier, Leonie Walter, Alexander Ehler.

Masters Skilanglauf: Linda Becker, Manuel Becker, Herbert Dold, Josef Ilgner, Max Karle.