Am zweiten Dezemberwochenende beginnt auch für den 23-Jährigen Luca Roth aus Meßstetten die Wintersaison mit dem Continental-Cup in Lillehammer. Dort wird er Seite an Seite mit Markus Eisenbichler um enorme Weiten und gute Haltungsnoten kämpfen.
Fünf Springer des DSV dürfen bereits an diesem Wochenende beim zweiten Weltcup-Skispringen in Lillehammer ran. Luca Roth und Markus Eisenbichler müssen sich noch eine Woche gedulden, ehe es für beide im Continental-Cup in Norwegen um die Wurst geht.
Zu alter Stärke
Während Luca Roth nach tollen Trainingseindrücken mit einem "guten Gefühl" in die neue Saison geht, will Top-Skispringer Markus Eisenbichler über den Continental-Cup wieder zu alter Stärke finden. Bei den deutschen Meisterschaften in Klingenthal schaffte der 32-jährige "Eisei" nicht den Sprung ins Weltcup-Team. In dieser Saison stehen aufgrund einer Regeländerung nur fünf, statt wie in der Vergangenheit sechs DSV-Startplätze zu Verfügung.
Umweg COC-Cup
"Ich kenne den Markus schon lange, den Probedurchgang hat er bei der Ausscheidung in Klingenthal gewonnen. Im Wettkampf hat es dann nicht gereicht, somit ist er jetzt bei uns im B-Team", so Roth.
"Eine andere Hausnummer"
Luca Roth und Markus Eisenbichler arbeiten beide bei der Bundespolizei. Der 23-Jährige und der 32-Jährige trainieren gemeinsam. Doch so richtig viel abschauen, kann Luca Roth beim Routinier mit dem großen Namen aber nicht. "Sich skisprungtechnisch etwas abzuschauen, ist eher schlecht, da der 'Eisei' zwei Köpfe kleiner ist, als ich und das skisprungtechnisch nicht das gleiche ist, was wir beide vom System machen. Das ist schon eine andere Hausnummer."
Einen Leader im Team
Mit seinen 1,94 Meter profitiert Luca Roth aber davon, was neben dem Training so alles passiert, so zum Beispiel "wie man sich mal so richtig pushen kann". Luca Roth: "Ich finde es wichtig, wenn man wie mit Markus Eisenbichler einen im Team hat, der das Team zieht." Man wisse, wenn man so gut wie der Eisenbichler sei, dann mache man schon sehr viel richtig. Es sei wichtig, dass man einen habe, an den man sich ranhängen und ranbeißen könne, um nicht immer auf der gleichen Stelle zu treten.
Highlight des Winters
Ein großes Ziel ist für Luca Roth und Markus Eisenbichler natürlich die Vierschanzentournee. Für die beiden Springen in Deutschland in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen müssen sich die beiden aber qualifizieren.
Garmisch im Fokus
Luca Roth erzählt: "Wenn man die Quote im COC holt, also wenn man der Athlet ist unter den besten drei, dann ist man schon zum Tourneeauftakt in Oberstdorf mit dabei. Eine nationale Gruppe gibt es nur beim Neujahrsskispringen in Garmisch. Eine zweite nationale Gruppe wird es dann erst beim Skifliegen in Oberstdorf im Februar 2024 wieder geben."
Einer der besten Skiflieger
Markus Eisenbichlers Stärke liegt in seiner effektiven Fluglage und seinem Fluggefühl, das ihm vor allem auf Skiflugschanzen zugutekommt. Er ist mit 248 Metern, aufgestellt am 5. März 2017 in Planica, deutscher Rekordhalter im Skifliegen.
Nicht nur Einzelsportart
Das Skispringen ist eine Einzelsportart, doch das Team hat auch eine enorme Bedeutung. "Ich habe die vergangenen Jahre auch gelernt, dass es ganz wichtig ist, dass das Team erfolgreich ist. Natürlich will man immer, dass man persönlich Erfolg hat, das ist keine Frage. Doch wenn das Team nicht erfolgreich ist, dann ist es umso schwieriger, dass man alleine erfolgreich sein kann", so Roth.
Gemeinsam im Team Deutschland
Mental gelte es in den Wettkampfmodus zu kommen. Die Stimmung an einem Wettkampfwochenende sei mitentscheidend. "Und wenn auch mal einer aus dem Team vor einem ist, dann ist das auch in Ordnung, da muss man sich dann auch für ihn freuen. Wir sind immer noch Team Deutschland."