Der Meßstetter Luca Roth blickt auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Im Continental-Cup stand er viermal auf dem Podest. Foto: Eibner/Memmler

Mit seinem 25 Jahren ist der Meßstetter Skispringer im Konzert der Besten angekommen. In Vikersund gelang ihm ein Sprung auf 220 Meter. 

Das Weltcupfinale der Skispringer im slowenischen Planica liegt erst ein paar Wochen zurück. Für den 25-jährigen Skispringer vom SV Meßstetten war es ein besonderes Erlebnis, wenn auch nicht mit dem erhofften sportlichen Ausgang. 

 

Wind- und Wetterpech in Planica

„Das Planica-Wochenende war nicht ganz so positiv für mich. Die frühen Nummern hatten sehr viel Pech, was die Wetterverhältnisse anging. Es gab einfach einen starken Schneefall mit brutal viel Rückenwind“, berichtet Luca Roth. „Meine Sprünge waren nicht so schlecht, wie es auf der Ergebnisliste aussieht. Nach Ende des Schneefalls sind die anderen Athleten aus zwei Luken tiefer 0,6 Stundenkilometer schneller gefahren als ich und für mich, der ich eine hohe Anfahrtsgeschwindigkeit brauche, um die Meter zu machen, ist es dann eher schwierig ausgefallen und so war auch der 43. Platz eher ärgerlich.“

220-Meter-Marke geknackt

Das vorangegangene Vikersund-Wochenende lief da für Luca Roth deutlich besser. „Der 220-Meter-Sprung war super, es hat viel Spaß gemacht, wenn man dann auch wirklich merkt, wie es einen mitzieht. Das war ein Topgefühl. Da geht es aber noch weiter und da gilt es die persönliche Bestleistung immer weiter zu verbessern. Die drei besten deutschen Skiflieger sind Markus Eisenbichler mit 248 Metern, Severin Freund und Andreas Wellinger jeweils mit 245 Metern.

Saison mit Höhen und Tiefen

Für Luca Roth war es insgesamt eine Saison mit Höhen und Tiefen. „Was mich natürlich gefreut hat, war, dass ich im Continental-Cup in dieser Saison super Erfolge feiern konnte. Mein Sieg im slowenischen Kranj war mein Highlight. Da waren auch die Springer, die es nicht zu Olympia geschafft haben, mit dabei. Das sind saugute Weltcupspringer und dass ich da gewinnen konnte, war für mich besonders.“

Negativ verbucht hat Luca Roth, dass er seine Chancen, die er sich durch gute COC-Leistungen erkämpft hatte, im Weltcup nicht nutzen konnte. „Das war eher schade, aber ich glaube trotzdem, dass ich die zurückliegende Saison als eine meiner besten, wenn nicht sogar als die Beste einordnen würde.“

In der Sommerpause steht eine Operation an

Wie geht es nun weiter bei Luca Roth? „Ich habe mir ja vor zwei Jahren im Sommer bei einem Sprung das Schlüsselbein gebrochen. Da wurde damals eine Platte eingesetzt, die wird jetzt noch rausgemacht. Das dauert dann ein paar Wochen, bis wieder alles gut verheilt ist.“ Im Anschluss geht es wieder zurück ins Training und für Luca Roth heißt es dann wieder: „Nach der Saison, ist vor der Saison.“ Und auch in Sachen „Neuer Bundestrainer“ lässt sich Luca Roth überraschen. Seit kurzem steht nun fest, dass Andreas Mitter neuer Skisprung-Bundestrainer und damit Nachfolger von Stefan Horngacher wird. Mitter war seit 2023 Co-Trainer der DSV-Adler. Der in der Öffentlichkeit eher unbekannte Mitter war drei Jahre Co-Trainer. In seiner Trainerkarriere arbeitete er zudem bereits als Cheftrainer in Finnland und für den Skiverband seines Heimatlandes.