Neben Luca Roth aus Meßstetten im Zollernalbkreis bekommt auch ein Schwarzwälder seine Chance im polnischen Wisla.
Am Wochenende steht die zweite Auflage des Sommer Grand Prix der Skispringer auf dem Programm – und Bundestrainer Stefan Horngacher verzichtet auch im polnischen Wisla auf seine Stars.
Also werden Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke weiter im Training und gezielten Aufbau an ihrer Form feilen, während bei den Männern sechs Hoffnungsträger die Kohlen aus dem Feuer reißen sollen.
Dabei hat Horngacher das Team von Courchevel nicht unverändert gelassen. Statt Ben Bayer und des starken Philipp Raimund dürfen Ex-Weltcup-Starter Martin Hamann und Jannik Faißt vom SV Baiersbronn zeigen, dass sie im Winter Ambitionen auf einen Platz im Weltcup-Team haben.
Wieder „zufrieden nach Hause“?
„Wir gehen zufrieden nach Hause“, hatte Horngacher als Fazit des ersten Grand Prix’ von Courchevel gezogen. In Wisla sind nun drei Podestplätze zu toppen. Schließlich landete Raimund zweimal auf Platz 2, Luca Roth steuerte am Schlusstag Platz 3 bei.
Auch bei den Frauen hat Bundestrainer Heinz Kuttin getauscht: Vorspringerin in Polen dürfte damit Katharina Schmid sein, denn die in Frankreich zweimal auf Platz 2 gesprungene Selina Freitag pausiert und wird durch Schmid ersetzt.
Anna Hollandt dabei – nicht als Schwarzwälderin
Die restlichen Springerinnen sind unverändert – nachdem der Deutsche Ski-Verband die Vereinszuordnung von Anna Hollandt (nach wie vor SC Degenfeld) korrigiert hat ohne Schwarzwälder Beteiligung.
Neben Schmid und Hollandt versuchen Alvine Holz, Juliane Seyfarth und Emely Torazza, von der sich Kuttin in Courchevel ganz begeistert zeigte, ganz vorn anzugreifen.
Verschärfte Kontrollen
Los geht es am Samstag um 10 Uhr mit den Frauen, die Männer folgen um 18.30 Uhr (Qualifikation) beziehungsweise 20 Uhr (Wettkampf). Wiederum wird es verschärfte Materialkontrollen geben.
Neuer Modus im zweiten Testlauf
Am Sonntag steht die zweite Auflage des neuen Versuchs-Modus auf dem Programm. Aus der Reihenfolge der Qualifikation (09.00 Uhr Frauen/13.30 Uhr Männer) werden zehn Fünfergruppen (acht Vierergruppen bei den Frauen), von denen die ersten zwei ins Finale einziehen – zusammen mit fünf (bei den Frauen vier) Lucky Losern.
Schanze in Wisla streut
Die Ergebnisse der ersten Runde werden gestrichen, und es zählt dann im Finale allein der zweite Sprung, das heißt: Es geht von null los, und alles kann passieren. Da auch die Schanze von Wisla keine durchgängig gleichen Bedingungen garantiert, dürfte die Aussagekraft des Tests allerdings auch in Polen eher gering sein.