Luca Roth landete auf dem Podest. Foto: Roth

Bundestrainer Stefan Horngacher gibt beim Sommer-Grand-Prix seiner jungen Garde eine Chance. Luca Roth aus Meßstetten packt sie beim Schopf!

Ein Ausrufezeichen hat Skispringer Luca Roth aus Meßstetten (Zollernalbkreis) im polnischen Szczyrk gesetzt. Der 23-Jährige aus dem deutschen B-Kader nutzte die Bühne des Sommer-Grand-Prix’, die Bundestrainer Stefan Horngacher seiner jungen Garde bot. Der Bundestrainer hatte im Vorfeld der Sommer-Serie die arrivierten Kräfte zum Sondertraining verdonnert.

 

Stars starten später durch

„Karl Geiger, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler absolvieren weiter ihr Vorbereitungsprogramm und steigen zu einem späteren Zeitpunkt in die Sommersaison ein“, hatte er vor den ersten Auftritten im französischen Courchevel verlauten lassen. Und damit den Springern in der zweiten Reihe die Bühne überlassen. „Wie bereits im letzten Jahr, bekommen auch heuer wieder jüngere Aktive die Chance sich im Rahmen der Sommerwettkämpfe zu präsentieren. So starten neben weltcuperfahrenen Aktiven wie Constantin Schmid, Pius Paschke und Philipp Raimund auch mit Felix Hoffmann, dem mehrfachen Vierschanzentournee-Starter Luca Roth, der sein Handwerk auch im Skiinternat Furtwangen gelernt hat, und Simon Spiewok Athleten aus dem B-Kader.“

Luca Roth – auch schon im Weltcup im Winter aktiv – dankt für das Vertrauen mit starken Auftritten. Bei den European Games in Zakopane, die für den Meßstetter relativ überraschend kamen, reichte es zwar nur zu den Plätzen 21 (Normalschanze) und 26 (Großschanze), doch das Vertrauen des Bundestrainers zahlte sich im folgenden Sommer-Grand-Prix voll aus.

Seit der ersten Station fliegt Luca Roth in Qualifikation und Wettkampf beständig in die Top Ten – oder hauchdünn dran vorbei. Im französischen Courchevel, der ersten Station, standen die Plätze 12 und 9 zu Buche, am Wochenende waren die Auftritte im polnischen Szczyrk erstklassig. Im ersten Springen konnte er Platz 9 aus dem ersten Durchgang nicht ganz halten und fiel noch auf Rang 12 zurück (99 und 97 Meter), aber am zweiten Tag flog mit einer starken Leistung bei schwierigen Bedingungen im zweiten Springen als Dritter aufs Siegerpodest.

Finn Braun schnuppert die Luft der 1. Liga

Der junge Baiersbronner Finn Braun wurde 26. und 35., es gewannen Vladimir Zografski (Samstag) und Piotr Zyla (Sonntag). „Ich bin glücklich“, sagte Luca Roth nach dem besten Ergebnis seiner Karriere, „ich habe heute sehr gute Sprünge gezeigt.“ Auch Lob für den Ausrichter hatte er parat: „Es ist immer eine grandiose Atmosphäre bei den Springen in Polen.“ Roth liegt in der Sommer-Grand-Prix-Wertung jetzt auf Rang 6.