Olympiasiegerin Daniela Maier büffelte und trainierte dort, die Biathletinnen Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer waren auf dem Skiinternat Furtwangen.
Niclas Kullmann erinnert sich noch gut an die Zeit, als er Daniela Maier im Leistungskurs Sport unterrichtete. „Dani war schon immer besonders, wusste genau, was sie will“, freut sich der Internatsleiter des Skif riesig, dass die Skicrosserin des SC Urach olympisches Gold in Livigno holte.
Während die Furtwangerin Daniela Maier nicht im Internat wohnte, aber oft die Trainingsmöglichkeiten des Skif nutzte, waren die Biathletinnen Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) und Julia Tannheimer (DAV Ulm) „fester Bestandteil“ des Internats. „Beide hätten sich bei den Spielen wohl mehr erwartet“, denkt Kullmann vor allem an die verpasste Staffelmedaille.
Arber und Lillehammer
Während es für dieses Trio im Weltcup weitergeht, steht für zahlreiche Talente des Skiinternats der Saisonhöhepunkt bevor. Die Biathletinnen und Biathleten kämpfen bei der Heim-WM am Arber um die Medaillen, für die Skispringer und Skispringerinnen sowie die Nachwuchs-Asse in der Nordischen Kombination steht die Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer an.
Biathlon-WM am Arber
Lukas Tannheimer (DAV Ulm/Skif), Melina Gaupp (DAV Ulm/Skif) und Ina Lickert (SZ Breitnau/Skif) vertreten im Bayerischen Wald die Furtwanger Farben. „Lukas und Melina sind eigentlich für den vorderen Bereich gesetzt“, weiß Niclas Kullmann, dass es beim Heimspiel – inklusive der für den Nachwuchs ungewohnten Zuschauerkulisse – auch auf die Nerven am Schießstand ankommen wird.
Ina Lickert sei das erste Mal bei der Nachwuchs-WM dabei. „Für sie geht es – wie für alle Talente – auch darum, aus so einem Event zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen“, denkt der Internatsleiter an die ungewohnt lange Vorbereitung. Seit rund zwei Wochen würde sich das Team bereits auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten.
Los geht es am Arber am Samstag mit dem Einzel der Jugend (12,5 Kilometer) und Junioren (15 Kilometer).
Am Sonntag sind dann die weibliche Jugend (10 km) und die Juniorinnen (12,5 km) an der Reihe.
WM in Lillehammer
Vom 4. bis 8. März kämpfen zudem die Nordischen Kombiniererinnen und Kombinierer sowie die Skispringerinnen und Skispringer bei den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften in Lillehammer um Titel und Medaillen. Dabei wollen vor allem im Skisprung Skif-Talente für Furore sorgen.
Lasse Deimel (SC Hinterzarten, Skiinternat Furtwangen), Janne Holz (SC Degenfeld, Skiinternat Furtwangen) und Yann Kullmann (SC Hinterzarten, Skiinternat Furtwangen) hoffen vor allem im Team und im Mixed auf Edelmetall.
„Wir haben in den Jahrgängen 2007 bis 2009 nicht nur diese drei starken Springer, sondern noch ein paar mehr“, sieht Niclas Kullmann allgemein sehr gute Zukunftsperspektiven aus Ba-Wü-Sicht im Skisprung.
Da in Lillehammer auf den Schanzen auch die olympischen Medaillengewinner Kacper Tomasiak (Polen) und Stephan Embacher (Österreich) sowie zahlreiche weitere Weltcup-Springer erwartet werden, sei es im Einzel unglaublich schwierig, unter die Top 8 zu kommen.
Bei den Juniorinnen will Fabienne Klumpp (SV Baiersbronn, Skiinternat Furtwangen) in der Nordischen Kombination in die großen Fußstapfen von Überfliegerin Nathalie Armbruster (SV-SZ Kniebis) treten. „Sie ist läuferisch gut drauf. Es kommt darauf an, wie es für Fabienne auf der Schanze läuft“, drückt Niclas Kullmann auch der Kombiniererin fest die Daumen.