Die Saisonkarte wird zur Jahreskarte. Damit soll den unsicheren Schneemengen entgegengewirkt werden. Die Ticketpreise erhöhen sich nur moderat.
„Nur darauf zu hoffen, dass es schneit, reicht heute nicht mehr aus – wir brauchen Ganzjahresangebote“, sagte Patrick Schreib, Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus (HTG), beim Pressegespräch der Feldbergbahnen im Haus der Natur mit Blick auf den Klimawandel und seine Folgen. „Wir haben eine klare Strategie und sind auf dem besten Weg – der Feldberg erlebt nun seine Transformation zur Ganzjahresdestination“, so Schreib weiter.
„Aber das können wir nur gemeinsam schaffen.“ Vor allem deshalb spannten HTG und Feldbergbahnen mit dem neuen Geschäftsführer Kai Leberecht nun wieder zusammen – und das laut eigener Aussage „enger als je zuvor“. Sie haben ein neues Angebot geschaffen, das über den Winter hinausgeht.
Die Region auch im Sommer entdecken
Die wohl größte Neuerung, die beim Pressegespräch präsentiert wurde: Die Saisonkarte wird zur Jahreskarte. Denn künftig ist im „Skipass“ – auch die Wäldercard integriert. Diese Freizeitkarte gab es bisher nur für Einheimische des Hochschwarzwalds. Damit sollen die Wintersportler eben auch in der schneefreien Zeit in die Region gelockt werden. Zusätzlich zum Zugang zu den über 50 Liftern in 25 Gebieten im Winter, bekommen sie nun auch jeweils einmal freien Zugang zu 100 weiteren Attraktionen und Angeboten im Hochschwarzwald – und das eben das ganze Jahr hindurch. Dazu zählen Freizeitparks, Museen, Frei- und Hallenbäder, aber auch Veranstaltungen.
„Damit wird die Karte zum ganzjährigen Erlebnisticket“, heißt es in der Pressemitteilung der HTG. Alle Attraktionen der Wäldercard finden Sie unter waeldercard.de.
So viel kostet die Jahreskarte
Die Jahreskarte kostet 480 Euro, die darin enthaltene Wäldercard hat einen Wert von 89 Euro. Zudem gibt es einen Preisvorteil von 30 Prozent auf Mehrtageskarten der Region Silvretta Montafon. Der Countdown für den Vorverkauf läuft bereits auf der Homepage der Feldbergbahnen: Er startet bereits am Mittwoch, 29. Oktober. Bis zum 15. Dezember kostet die Jahreskarte 430 Euro. Die Saison soll am 29. November starten. Gültig ist die Karte ab dann und bis zum 31. Oktober 2026. Sie rechne sich ab dem achten Tag, hieß es in der Pressekonferenz.
So viel kosten die Stunden- und Tageskarten
Auch in der kommenden Wintersaison bieten die Feldbergbahnen wieder ein dynamisches Online-Preissystem. „Je früher man bucht, desto günstiger wird es, und Online-Tickets sind immer günstiger als an der Kasse“, erläutert Geschäftsführer Kai Lebrecht. Das System berechnet die Preise für Stunden-, Tages- und Mehrtagestickets täglich neu. Entscheidend für den Preis sind das Datum, der Buchungszeitpunkt und die erwartete Nachfrage für diesen Tag. Die Spanne ist groß: Im Schnitt kosten Tageskarten zwischen 39 und 59 Euro.
Alle Tickets sind noch mal gestaffelt in vier verschiedene Altersgruppen vom Schneezwerg bis zum Jugendlichen – hier liegen die Jahreskarten bei Preisen zwischen 60 und 260 Euro und die Tageskarten zwischen 27 und 38 Euro.
Der Online-Vorteil: Dort gebuchte Tickets können storniert oder umgebucht werden.
Die Preise steigen nur moderat
Im Schnitt wurden die Preise damit um 2,8 Prozent angehoben, als Reaktion auf gestiegene Betriebs- und Energiekosten. Die teuerste Tageskarte sei an Spitzentagen – also an sehr gut besuchten Wochenenden – im vergangenen Jahr mit 56 Euro drei Euro günstiger gewesen als in dieser Saison, erläutert Lebrecht.
„Wir sind gut vorbereitet und bestens gerüstet für die neue Saison“, sagt Lebrecht zuversichtlich. Mit der Zusammenarbeit mit der HTG sei man, auch was das Marketing angehe, bestens aufgestellt. Die Homepage sei komplett überarbeitet worden – unter anderem mit KI-Chatbot – und ein Servicecenter wurde aufgebaut.
Der Blick auf die vergangene Saison
Lebrecht blickte auch auf die Saison 2024/25 zurück, die mit 111 Betriebstagen von Dezember bis März eine hohe Zahl aufweise. 192 000 Gäste kamen, über 2500 Saisonkarten und 56 000 Tageskarten wurden verkauft. Es sei eine gute, aber keine besonders gute Saison gewesen. Denn: „Wegen der langen Regenperioden mussten wir über die technische Beschneiung viel ausbessern.“ Eine durchgehende Saison habe es also nur dort gegeben, wo beschneit werden konnte. „Die Beschneiung ist elementar.“
Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht nannte einen Umsatz von 6,1 Millionen Euro und sprach die Wertschöpfung für die Region an: „Das generierte 30 Millionen Euro Umsatz im Umfeld der Skilifte.“
Weitere Informationen zum Skigebiet und zum Vorverkauf unter www.feldberg-erlebnis.de