Foto: Kraufmann

Der Winter ist wegen des Klimawandels auch in der Region Stuttgart und in den Nachbargebieten unberechenbar geworden. Am Wochenende sind die Aussichten auf eine weiße Pracht aber gut und dann heißt es endliche wieder Ski und Rodel gut.

Stuttgart - Der Winter ist wegen des Klimawandels auch in der Region Stuttgart und in den Nachbargebieten unberechenbar geworden. Am Wochenende sind die Aussichten auf eine weiße Pracht aber gut und dann heißt es endliche wieder Ski und Rodel gut.

Mit knackiger Kälte geizt der Winter seit einigen Tagen nicht, dafür aber mit Niederschlägen in Form von Schnee. Doch dieser für Wintersportler unbefriedigende Zustand ändert sich in den nächsten Tagen. "Wir erwarten in Stuttgart mindestens zehn Zentimeter Neuschnee und in den Hochlagen der Alb und des Schwarwalds bis zu 40 Zentimeter", prognostizierte Rolf Siegle vom Stuttgarter Wetteramt am Donnerstag. Skifans können sich dann den weiten Weg in die Alpen sparen. Lifte und Loipen liegen bei solchen Verhältnissen vor der Haustür.

Der Schwäbische Wald

Bei Welzheim (Rems-Murr-Kreis) legen sich seit 30 Jahren Otto Grass und seine Mitstreiter bei entsprechender Schneelage ins Zeug, um ausgehend von ihrer Skihütte am Aichstrutsee ein 70 Kilometer langes Loipennetz (teilweise mit Flutlicht) anzulegen. Dazu gibt es eine 1200 Quadratmeter große Eisfläche und eine Ausleihstation für Schneeschuhe (sieben Euro). Bei mindestens zehn Teilnehmern bieten die Arbeitsgemeinschaft von Otto Grass auch Pferdeschlittenfahrten an. Anmeldungen sind unter 01751681489 unbedingt erforderlich. Neben dem Skilift unterhält Uwe Brennenstuhl in Kaisersbach neuerdings auch eine Aufzugsanlage für Schlitten (http://www.rodelzentrum.de). Zehn Fahrten kosten 10 Euro. Weitere Skilifte gibt es im Schwäbischen Wald in Großerlach (07903/2484 oder 2575), Spiegelberg-Jux ((07194/240) und in Beilstein-Stocksberg (07130/401204). Die Geschäftstelle des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald mit Sitz in Murrhardt (07192/213-777 bietet seit dem vergangenen Winter in einer Broschüre einen Überblick über die Loipen im Naturpark an.

Die Ostalb

Zentrum des Wintersports auf der Ostalb sind die Orte Böhmenkirch und Bartholomä. Bei entsprechender Schneelage spurt Loipenwart Kurt Kaiser dort etwa 70 Kilometer für Langläufer. Besonders romantisch: Die Loipe durch das Wental mit seinen bizarren Felsformationen. Pistenflitzern werden in Treffelhausen (Schneetelefon: 07332/61082) und in Schnittlingen (07332/5826) zu ihrem Glück veholfen. Bei guter Schneelage schalten die Liftbetreiber ihre Flutlichanlage ein. Spätestens dann kommt an den Skihütten ein alpenmäßiges Après-Ski-Gefühl auf. Die Preise für die Lifttickets liegen dort bei zehn bis 13 Euro. Noch näher ist es von Stuttgart aus zu den Liften und Loipen im Kreis Esslingen auf der Pfulb bei Lenningen-Schopfloch (07026/75 33). Praktisch über der Straße (der B464) liegen die vier Skilifte von Donnstetten. Deren Betreiber (07382/609) haben sich mit einer Kunstschneeanlage zumindest unabhängig von Frau Holle gemacht. Einige Kilometer weiter finden sich in Römerstein (Kreis Reutlingen) weitere drei Skilifte.

Die Westalb

Höher hinauf als rund um Böhmenkirch oder Schopfloch geht es auf der Westalb. Von Stuttgart aus lassen sich die Lifte in Albstadt-Ebingen oder in Holzelfingen über Reutlingen und Pfullingen nach etwa einer einstündigen Autofahrt erreichen. Ebingen lockt mit dem längsten Schlepplift der Schwäbischen Alb und einer perfekten Kunstschneeanlage (07431/72564). In Holzelfingen (07121/88392) sind die Abfahrten (Gesamtlänge 2,5 Kilometer) von vier Skiliften miteinander verbunden.

Der Schwarzwald

Insbesondere aus dem Westen der Region Stuttgart lassen sich die Skigebiete entlang der Schwarzwaldhochstraße zwischen dem Ruhestein und dem Kniebis leicht erreichen. Die Skigebiete wie Seibelseckle, Mehliskopf oder Unterstmatt verfügen mittlerweile alle über Kunstschneeanlagen und sind entsprechend schneesicher. Flutlicht sorgt zudem überall für einen Skibetrieb bis 22 Uhr. Der Skispaß fällt allerdings teurer aus als auf der Alb. Die Tageskarte für den Lift liegt bei etwa 16 Euro für Erwachsene. Das Nonplusultra ist der Nordschwarzwald allerdings für die Langläufer. Allein die Strecken rund um das Langlaufzentrum Herrenwies messen 120 Kilometer.

Weitere Informationen über die Wintersportmöglichkeiten auf der Alb und im Schwarzwald unter:

http://www.schwarzwald-wintersport.de

http://www.schwaebischealb.de

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