Daniela Maier steht das olympische Outfit gut. Doch zunächst geht es in Veysonnaz um Weltcuppunkte. Foto: picture alliance/Team D

Feiert Skicrosserin Daniela Maier (SC Urach) in der Schweiz wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ihren ersten Weltcup-Sieg des Winters?

Seit Montag sind die deutschen Skicross-Asse um Daniela Maier in Veysonnaz. „Die Bedingungen sind super. Wetter, Piste – alles passt“, freut sich die Dritte des Gesamtweltcups nach der rund vierwöchigen Pause, dass es endlich im Weltcup weitergeht.

 

Dabei nutzten Maier und Co. die Zeit für intensive Trainingseinheiten. Im Gegensatz zu den Snowboardkollegen haben die Skicrosser aber die Startgerade der olympischen Snowboardcross-Strecke noch nicht nachgebaut. „Das kommt nach dem Weltcup von Val di Fassa“, wird es dann ab Anfang Februar darum gehen, sich den Feinschliff für die Winterspiele zu holen.

Olympische Spiele

Klar, dass sich Daniela Maier auf Olympia freut. Echtes olympisches Flair würde aber dann kaum aufkommen. „Wir sind ja nicht im Olympischen Dorf untergebracht. Nach Mailand sind es gut drei Stunden“, verweist die Olympiadritte von den „Coronaspielen“ von Peking auf die große Entfernung von Livigno, wo die Freestyle-, Ski- und Snowboard-Wettbewerbe ausgetragen werden.

„Auch bei der Schlussfeier werden wir wohl nicht dabei sein, weil wir dann schon auf dem Weg zum nächsten Weltcup sind“, blickt die Furtwangerin voraus. Umso mehr freut sich die 29-Jährige, dass viele Familienmitglieder und Freunde sie in Italien unterstützen wollen.

Für Daniela Maier geht es in Livigno am 20. Februar um die Medaillen, die Skicross-Herren sind einen Tag später gefordert. Schon am 25. Februar wartet im serbischen Kopaonik der nächste Weltcup.

Das Ziel in Veysonnaz

Zunächst gelte aber der komplette Fokus den Rennen in Veysonnaz, die am Mittwoch mit der ersten Qualifikation begannen. Daniela Maier qualifizierte sich als Sechste locker für die Heats am Freitag (13 Uhr). Olympiasiegerin Sandra Näslund (Schweden) legte den schnellsten Lauf hin – vor Jole Galli (Italien) und Fanny Smith (Schweiz).

Am Donnerstag steht die zweite Quali an, am Samstag (14 Uhr) geht es noch einmal um wichtige Weltcuppunkte. „Für mich zählt nur Vollgas“, möchte die 29-Jährige in der Schweiz nach einigen zweiten Rängen das oberste Podest angreifen.

„Wichtig ist die Startsektion, denn der Kurs an sich ist nicht sonderlich spektakulär. Man darf sich also keine Fehler erlauben, selbst kleine Hackler werden hart bestraft. Das macht es so spannend in Veysonnaz“, fiebert die Schwarzwälderin den Heats entgegen.