Beim traditionellen Ferienprogramm des Skiclubs Nordhalden steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Und das alles ohne Digitalisierung.
Der Skiclub Nordhalden hat zu seinem traditionellen Sommerferienprogramm eingeladen und traf mit der Auswahl der Spiele erneut den Nerv der zahlreichen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren.
Spiele aus einer Zeit, als die Digitalisierung noch nicht den Alltag beherrschte, standen auf dem Programm und sorgten bei allen Beteiligten für grenzenlose Begeisterung. Die Kinder tobten sich beim Sackhüpfen über die Wiese neben der Vereinshütte aus, zählten die Sprünge bis zum Umfallen und kugelten umhüllt mit dem Sack zum Startpunkt zurück. Nebenan versuchten sich zwei Kinder am Eierlaufen um einen Slalomparcours und ein paar Meter weiter war es möglich, mit einem Bogen und ungefährlichen Pfeilen eine Zielscheibe anzuvisieren.
Auf der kleinen ebenen Fläche vor der Hütte war Fußball angesagt, wobei eine Herausforderung darin bestand, den Ball unter Kontrolle zu halten. Nicht selten rollte dieser in Richtung Tal. Den Ball wieder zu holen, verlangte von den Kindern einiges an Laufarbeit ab. Doch weder Handy noch Internet waren an diesem Nachmittag ein Thema, vielmehr haben alle Teilnehmer eine Riesengaudi an der als Spiele ohne Grenzen definierten Ferienveranstaltung.
Die Jugendwartin Fabienne Schautzgy findet es wichtig, den Kleinen in den Sommerferien eine alternative Freizeitbeschäftigung im Freien anzubieten. „Im Skiclub hat die Nachwuchsarbeit traditionell eine hohe Bedeutung. Auch im Winter, wenn wir alles unternehmen, damit trotz zunehmend schwierigeren Schneeverhältnissen die Bambini-Skikurse zustande kommen.“
Alternative zu Mobiltelefon und Co
Schautzgy hält es für wichtig, den Kindern alternative Spiel- und Freizeitangebote zu EDV, Mobiltelefon und Co. anzubieten. „Am Schlimmsten ist es, wenn die Kleinen in den Ferien nur daheim rumsitzen.“ Das motiviere sie jedes Jahr aufs Neue, sich während der Vorbereitung und der Veranstaltung zum Wohl der Jugend zu engagieren, so Schautzgy.
Wie erfolgreich dies ist, lässt sich anhand der Anmeldungen erkennen, die nicht nur aus den am gemeinsamen Sommerferienprogramm beteiligten Gemeinden aus Kommingen und Nordhalden eingetroffen sind. Kreisübergreifend folgten auch traditionell Kinder aus Tengen der Einladung. Selbstverständlich war die Mithilfe am Kinderferienprogramm auch für den Betreuer Marius Preter: „Die Begeisterung der Kinder an diesen Spielen zu erleben, ist eine tolle Erfahrung.“
Egal wie lange ein Spiel dauert
Zum Programm zählten auch Tauziehen, Topfschlagen oder Schokoladeessen. „Wir haben 15 Spiele ausgesucht. Da sie jedoch völlig ohne Wettbewerbs- und Zeitdruck stattfinden, ist es unerheblich, wie lange ein Spiel dauert. Der Spaß am Spiel steht eindeutig im Vordergrund“, so Schautzgy.
Platz ist ideal
Veranstaltungsort
Einen wesentlichen Vorteil bot auch der Veranstaltungsort am Nordhang der Gemeinde, an dem es möglich war, sich nahezu grenzenlos auszutoben. Einst als der Schnee im Winter noch regelmäßig und in Massen fiel, stand dort noch ein Skilift. Dieser ist längst abgebaut, doch die Vereinshütte ist geblieben, und bescherte den Mitgliedern des Skiclubs bereits manch schöne Stunden. Schautzgy verweist darauf, dass die Vereinshütte in der inzwischen 40-jährigen Geschichte des Vereins mindestens einmal den Standort vom Kamm des Nordhangs an ihren heutigen Standort am Fuße des Hügels wechselte.